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Qualitätsblind in Bernau oder: Fataler Fatalismus in der Schulverwaltung

Schulträger haben Rechte und Pflichten. Die Einteilung der Schulbezirke bzw. eine gewisse Lenkung der Schülerströme tangiert vermutlich beide Kategorien.
Die Stadt Bernau will, berichtete die Märkische Oderzeitung in ihrer heutigen Ausgabe, die bisherige Wahlfreiheit von Eltern zwischen der 3.Grundschule und der Grundschule am Blumenhag aufheben. Warum? Man wolle, ist dem Beitrag zu entnehmen, möglichen Benachteiligungen vorbeugen und im Klagefall für klarere Rechtsgrundlagen sorgen. Zu Zeit sei „die Grundschule am Blumenhag von den Eltern erheblich mehr nachgefragt (…)“.

Woran das nun wieder liegt kann die Bernauer Schulverwaltung nicht schlüssig beantworten. Schlimmer noch, sie scheint es sich noch nicht einmal zu fragen. „Warum das so ist, wissen wir nicht“, wird Leiterin Marina Timmermann zitiert.

„Wie beliebt oder unbeliebt eine Schule sei, liege vor allem auch an Mund-zu-Mund-Propaganda(…)“.


Ja wie denn jetzt, sprechen wir von einer Modeerscheinung, Schicksal, Zufall oder ist die allgemeine Großwetterlage verantwortlich? Könnte es eventuell mit der Qualität von Personal oder Ausstattung zusammenhängen? Entsprechende Evaluierungen sind auch in Brandenburg inzwischen wohl kein Fremdwort mehr. An einigen Berliner Hochschulen hängen Sondervergütungen für Professoren mit den Ergebnissen regelmäßiger Qualitätsevaluation zusammen. In Bernau ticken die Uhren offensichtlich „ein bisschen anders“.

„…wer nicht fragt bleibt dumm…“ heißt es im deutschen Titelsong der generationsübegreifend bekannten „Sesamstraße“. Das gilt für Schüler allerdings nicht mehr als für Jene, die für ihre Lernbedingungen verantwortlich zeichnen

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

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