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Nur ein „Tröpfchenmodell“? – Neuer Anlauf für ein Schwimmbad in Bernau

Erst Fritz, dann Putbrese, jetzt Paul: Die Reihe von Investoren, deren Interesse am Bau eines Schwimmbades in Bernau über die bloße Idee hinausging wächst weiter. Matthias Paul, Geschäftsführer der „Fitness & Wellness & Gesundheit GmbH“ hat seine Überlegungen jetzt konkretisiert und bietet an, das SportForum um ein 20,80 Meter langes und 9,80 Meter breites Becken zu ergänzen.
Die Bernauer Stadtverordnetenversammlung zeigt sich ,nach einem Bericht der Märkischen Oderzeitung, vorsichtig interessiert. Allerdings befürchten einige Abgeordnete, dass die investorenseitig geforderten Sicherheiten (z.B. bezüglich des Schulschwimmens) den Bestand des Freibades Waldfrieden gefährden könnte.

Klaus Labod (Grüne/ B90) warb bereits vor seinem SVV-Mandat im Jahr 2008 für ein gemeinsames „Schwimmbad-Projekt“ der Hussitenstadt mit den Nachbarn aus Panketal. Die derzeitigen Planungen kommentiert er mit „Besser als Nichts“. Allerdings sei die „Lösung“, „das private SportForum als „quasi öffentliche Einrichtung“ mit zu nutzen, wieder einmal typisch für die Politik in Bernau.“

Anstatt endlich eine überregionale und gemeindeübergreifende Perspektive für die Errichtung der notwendigen „Basisinfrastruktur“ zu entwickeln wird, so Labod,  „Dank des an sich nicht schlechten, aber in diesem Fall völlig unangebrachten Sparwillens nur sehr kurz gesprungen. “

„Die Verwaltung der Stadt Bernau sollte endlich die Klein-Klein-Lösungen sein lassen, sondern eine kraftvolle und fantasiereiche Perspektive unter Einbeziehung der gut aufgestellten Stadtwerke entwerfen und eine finanzierbare interkommunale Lösung entwickeln. Bernau und die Nachbargemeinden könnten im Zusammenhang mit der Nutzung erneuerbarer Energien modellhaft und finanzierbar ein modernes Schwimmbad errichten, das die Bedürfnisse unserer Bevölkerung  und unseres Siedlungsraums mit ca- 50.000 Einwohnern dauerhaft abdeckt.“

Nur ein
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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

3 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Mein Vorschlag: Das Schwimmbad wird zwischen Lenastr. und BAB 11 errichtet. Das wäre in „Grenznähe“ zwischen Bernau und Panketal und extrem verkehrsgünstig am S-Bahnhof Friedenstal. Es wäre so sehr gut erreichbar und die Brachfläche könnte dort auch städtisch entwickelt werden. Eigentlich ist es doch eine Schande, dass der Bahnhof so abseits liegt…

  2. Nun vom unangebrachten Sparwillen kann hier nicht die Rede sein, da die Schwimmhalle nicht nur hohe Kosten beim Bau hat, sondern auch zukünftig nicht besser sein wird. Ob sich eine Schwimmhalle in Bernau wirklich finanziert sehe ich eher bedenklich. Betrachtet man sich das Freizeitbad in EBW so muss auch diese jeden Cent zwei umdrehen.

    Eine Schwimmhalle zu bauen ist zwar auch einer meiner maßgeblichen Forderungen im Wahlkampf gewesen, würde aber finanziell langfristig sich derzeit nicht rechnen.

    Erst recht nicht wenn die Die Linke/SPD eine Geldverschwendung nach der anderen in der SVV durchboxen und dann den BM fragen wie es sich um die finanzielle Situation der Stadt Bernau steht und warum Sie so schlecht da steht….

  3. Bei uns in Neuenhagen wurde vor vielen Jahren „nur“ ein Freibad modernisiert. Leider kann – bei voller Auslastung – von „sich rechnen“ keine Rede sein. Unser Freibad ist im Sommer ein unverzichtbarer (so abgewetzt dieses Wort mittlerweile auch ist) Bestandteil unser Freizeit- und Kulturlandschaft, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Aber mein Tip: Wenn man aber die dauerhaft entstehenden Kosten bereits vorab in die Waagschale wirft, lässt sich hinterher viel Unmut vermeiden.