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Anti-Atom-Demo in Berlin: Proteste quer durch die Gesellschaft

Es ist ja nun nichts Neues, dass die Teilnehmerangaben bei Großveranstaltungen von Veranstalterseite und Polizei immer ein bisschen differieren. Um die 100000 Menschen dürften es gestern aber gewesen sein die gegen gegen Atomenergie und die dreiste Lobby-Politik der Bundesregierung protestierten. Mit den Barnimer Grünen kamen ca. 30 Leute zum Treffpunkt am Berliner Hauptbahnhof.

Beeindruckender als die nackten Zahlen finde ich allerdings, dass die Proteste gegen Angela Merkels „Energierevolution“ (siehe Foto) inzwischen auch viele Menschen erfasst, die Zeit ihres Lebens nie wirklich auf die Straße gegangen. So berichten heute fast alle Zeitungen und Online-Magazine über Demonstranten, die sich zunehmend „verraten und verkauft“ fühlen. Seitens der Parteien dominierten (wie nicht anders zu erwarten war) grüne Fahnen das Bild. Auch die SPD , die LINKEN und die Piraten gaben sich deutlich zu erkennen. „Winkelemente“ der CDU und der Liberalen suchte man vergeblich. Wie ich grade bei Facebook gelesen habe soll allerdings der Vorsitzende der Brandenburger FDP-Landtagsfraktion, Andreas Büttner, vor Ort gewesen sein. Sein Bundes-Generalsekretär Christian Lindner warf besonders den Grünen und der SPD vor

„mit den Ängsten der Menschen zu spielen. „Ihre Kritik an den Sicherheitsanforderungen ist geradezu heuchlerisch, da Rot-Grün den Konzernen beim damaligen Ausstiegsbeschluss einen politisch ungestörten Betrieb vertraglich zugesichert hat.„


Jochen Stay von „ausgestrahlt.de“ bezeichnet den Atomausstiegsbeschluss gegenüber der Berliner Zeitung gestern sinngemäß als den schwersten Fehler der Merkel-Regierung. Mein Schönower Parteifreund Thomas Dyhr sieht das offensichtlich ähnlich. Auf seiner Website schrieb er:

„Beeindruckend fand ich die Altersstruktur. Von der Jugend bis ins hohe Rentenalter waren alle Altersgruppen vertreten. Das zeigte mir auch, dass durch die Bundesregierung mit dem Deal mit der Energiewirtschaft ein gesellschaftlicher Konsens aufgekündigt wurde, der ihr noch schwer zu schaffen machen wird. Recht so!“

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