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Warteschleifenmusik gehört zu jenen Folterinstrumenten die aus mir völlig unerfindlichen Gründen noch immer nicht völkerrechtlich geächtet sind. Während Zeit und Geld verrinnt bekommt man übelste “Klöpse” ins Gehör gepflanzt und das häufig in einer Soundqualität, die an (sehr) alte C64-Spiele erinnert.
Früher trötete, ziemlich uniform, “Üb immer Treu und Redlichkeit aus dem Hörer”. Aber das hat sich schon lange vor der Bankenkrise eigentlich niemand mehr getraut.

Die Sparkasse kämpft um Niveau. Zumindest die “Berliner-Sektion” “verwöhnt” ihre Telefon-Banker (vielleicht als Entschädigung für die fragwürdigen Sicherheitsstandarts) mit Internationalen Popsongs. War bisher ABBA (Money,Money,Money) für die Kundenunterhaltung zuständig will man jetzt offensichtlich moderner wirken.
Kein Zweifel, “The Verve” sind eine mehr als annehmbare Band und “Bitter Sweet Symphony” schmeichelt dem Ohr. Ob Kernaussagen wie ” You’re a slave to money then you die” einem “Geldvermehrer” zur Ehre gereichen sei allerdings mit einigen Fragezeichen versehen.

Wahrscheinlich hat man in der “Belustigungszentrale” der Sparkasse einfach keine Zeit gehabt das Liedchen in Gänze durchzuhören. Sollte die Wahl allerdings ein Zeichen für Humor oder gar Ironie sein wäre das eine der bedeutensten Entwicklungen der letzten Jahre auf den internationalen Finanzmärkten.

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Ein Kommentar zu “You`re a slave to money…, oder: Hat die Sparkasse Sinn für Humor?”
  1. Mel sagt:

    Haha … großartiger Artikel. Ich bezweifel alerdings stark, dass das Lied im Zeichen des Humors/Ironie gewählt wurde. Soviel Kreativität traue ich den Bänkern dann doch nicht zu ;D: Gehe auch eher davon aus, dass das Lied einfach nicht im Ganzen gehört wurde oder vielleicht auch einfach nicht verstanden!

  2.  
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