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Eigentlich schaue ich so gut wie nie in den Anzeigenteil der Märkischen Oderzeitung. Warum auch, ich hab grad keinen Platz für 2 Stuten und eine neues Garagentor brauche ich (mangels Garage) auch nicht. Interessant war es aber doch, denn so konnte ich mit schreckensweiten Augen feststellen, dass dem früheren “Flaggschiff” des Anoncengewerbes der allmähliche Exitus droht. Seien wir ehrlich, wo stünden wir heute ohne die gedruckte Kontaktanzeige. Familien wären nie gegründet worden, ganze Landstriche entvölkert und die Wirtschaft läge, mangels Arbeitskräften am Boden.

Inzwischen pfeift der Wind durch relativ leere Hallen. Kein Wunder, in Zeiten von “neu.de”, “Elite-Partner” und wie die Kennenlernportale noch so alle  heißen ist für den antiquierten Charme von “wbl, attrakt, 45, 1,64, 85 kg, viels. interess. sucht…” nicht mehr viel Platz. Verdrängt von vielen bunten Bildern, Psychotests und Masseninformationen (von denen vermutlich mindestens die Hälfte glatt gelogen ist).

Allerdings, es gibt sie noch, die “Hübschen Barnimer Fische-Frau” und den “Attrak. Akademiker 68/185″. Sie sind meist etwas älter und verfügen über die seltene Begabung sich und ihre Bedürfnisse in 8-10 Zeilen zu pressen. Eigentlich ist das wesentlich adrenalinfördernder als die detailverliebte Internetvariante. Man weiss ja eigentlich nie wirklich, wer einem da später mit einer Rose im Knopfloch bei Sekt und einem heißen Würstchen gegenübersitzt.
Nach der “no risk no fun-Theorie” eigentlich die erheblich spannendere Methode.

Aber wo auch immer ihr Euch kennenlernt. Am Fischstand, auf der Erotikmesse oder beim Finanzamt…
Das Barnim-Blog wünscht euch Gutes Gelingen!

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2 Kommentare zu “Sie sucht Ihn – Er sucht Sie?- Haben Kontaktanzeigen in den Printmedien noch eine Zukunft?”
  1. Enrico sagt:

    Ich finde, dass die meisten Anzeigen in Printmedien nicht seriös sind, seitdem es Internetportale gibt. Da ich garkein Fanvon der Kennlernolattform Internet bin, ist es echt schade, dass sich kaum noch jmd für die trsditionelle Kontaktanzeigen interessiert.

  2. Sophie sagt:

    Ich persönlich sehe weder Print-Magazine, noch online Partnervermittlungen als Plattformen um Kontakte zu schließen. Was ist denn aus der traditionellen Art (Cafe, Bar, Tanzkurs) geworden? Also ich möchte meinen Kindern nicht erklären müssen, dass ich Papa über einen Anzeigentext wie “gut gebauter, treuer Akademiker” kennengelernt habe.

  3.  
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