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Die unheimliche Geisterburg – Eine Gespenstergeschichte von Mia Helene Stahlbaum und ihrer Omi – Teil 3

Für Alle, die es in vor Spannung auf den 3. Teil unserer Gespenstergeschichte kaum noch ausgehalten haben folgt nun der Moment der Erlösung. Ihr müsst jetzt wieder sehr tapfer sein.

Die unheimliche Geisterburg – Teil 3

Aber im Schloss war nichts zu finden, so viel sie auch suchten. Schließlich gingen die drei auf den Schlosshof, um zu beratschlagen. Sie setzten sich unter die alte Eiche am Schlosstor. Als Lisa sich gegen den Stamm lehnte, knarrte es merkwürdig. „Nanu, was ist das denn?“ fragte sie und drehte sich zum Stamm um. Ein kleines Stück Rinde hatte sich verschoben und dahinter war etwas Dunkles zu sehen. „Ob das der geheime Gang ist?“ fragte Max.
„Mal sehen“, antwortete Theo und tastete vorsichtig die dunkle Fläche ab. Auf einmal gab es ein leises Knacken und dann öffnete sich eine Tür zu einem düsteren Gang. „Das ist er, der geheime Fluchtweg! Wo mag der wohl hinführen?“ „Auf jeden Fall weg von der Burg, das ist klar.“ „Na dann haben wir ja eine Lösung. Wir müssen die Burggespenster hierher locken und sie dazu bringen, in den Gang zu schweben. Dann verschließen wir die Tür – und weg sind sie!“

Das war aber leichter gesagt als getan. „Zuerst müssen wir sie fesseln“, sagte Theo „Dazu haben wir doch das Seil mitgenommen.“ „Ja, aber sie sind doch viel zu unhandlich, um sie bis hierher zu tragen. Wenn sie gefesselt sind, können sie ja nicht schweben“, meinte Max. „Wir locken sie erst mit den Gummibärchen zu der alten Eiche am Burgtor“, schlug Lisa vor. „ Ja, und dann?“ fragte Max. „Dann streuen wir ihnen Niespulver ins Gesicht, da müssen sie niesen und können uns nicht angreifen. Das nutzen wir aus, um sie zu fesseln. Und dann nichts wie ab in den Geheimgang.“ Nachdem sie diesen Plan geschmiedet hatten, gingen sie zu den anderen Kindern zurück und taten so, als ob nichts gewesen wäre.

Inzwischen war auch Herr Pfefferbein aus dem Dorf zurückgekommen. Er hatte einen jungen Polizisten mitgebracht, der jetzt alle Kinder nach den Ereignissen der letzten Nacht befragte. Doch niemand konnte denjenigen beschreiben, der so schrecklich geheult hatte, und der Polizist ging unverrichteter Dinge wieder weg. „Wahrscheinlich spinnen die hier alle auf der Burg“, meinte er. „Allen voran noch diese merkwürdige Köchin Frau Schimmelkorn. Die ist ja wirklich unheimlich, vielleicht hat die selbst den Krach gemacht, damit die Kinder wieder abrücken.“ Weil nun alles ruhig blieb, spielten die Kinder wieder ohne Angst, sie durften sich den Rittersaal im Schloss ansehen, die Gemäldegalerie und auch die Rüstungen, die in den Fluren aufgestellt waren. Sogar in die Folterkammer durften sie einen Blick werfen und Herr Pfefferbein erzählte ihnen, wozu die Folterinstrumente mal gebraucht wurden. Am Abend gab es diesmal eine leckere Fleischklösschensuppe und zum Nachtisch rote Grütze mit Vanillesoße.
Vom Essensgeruch waren M.U.G. und U.I.G. wieder wach geworden und begannen, mit ihren Ketten zu rasseln und schon mal ein wenig zu heulen.

Doch weil die Kinder natürlich wieder ziemlichen Krach machten, bemerkte das niemand. Lisa war heimlich zur Turmtreppe geschlichen. Sie hatte allen Mut zusammen genommen und verteilte Gummibärchen auf der Treppe bis zum Schlosstor. Dabei streute sie die Bärchen ganz an der Seite entlang, so dass niemand darauf aufmerksam wurde. Als es dunkel geworden war und in den Zelten Ruhe eingekehrt war, schlichen sich die drei Freunde wieder nach draußen. Sie hörten die Gespenster schon vom Turm herabkommen und schmatzen. Sie hatten die Gummibärchen gefunden und folgten der Spur. „Jetzt noch schnell weiter bis zur Eiche“, sagte Lisa. „Ihr Jungs müsst euch hinter dem Baum verstecken und das Seil bereithalten. Und ich streue das Niespulver“.

Fortsetzung folgt…

Hier geht es zu Teil 1 ,Teil 2 und Teil 4

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.