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Ein Signal der Hilflosigkeit? – Bürgermeister Boginksi äußert sich zum Walzwerk Finow

Um es gleich vorwegzunehmen: Ich nehme es Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski hunderprozentig ab, dass er sich um den Erhalt des Walzwerkes Finow sorgt und sich  für dessen Rettung einsetzen möchte.
Was aber kann die Stadt tun?. Liest man sich den heutigen Artikel auf www.eberswalde.de (gern auch mehrmals) gründlich durch beschleicht einen (na sagen wir zumindest mich) ein tiefes Gefühl der Hilflosigkeit.
Gespäche sind geführt worden, mit der Geschäftsführung, dem Betriebsratsvorsitzenden und unbenannten „weiteren Vertretern“.

Lösungsansätze werden gesucht:

„Besondere Schwerpunkte seien der Erhalt des Walzwerkes, eine Transfergesellschaft und die Situation für die Auszubildenden.“


Alles schön , gut und wichtig! Und wo bitte soll die Reise hingehen?

„Nach einem Gespräch mit Christian Ramm, dem Leiter der Agentur für Arbeit Eberswalde, wurden dazu erste Wege aufgezeigt.“

Ja wie jetzt, ein „geordneter Rückzug in die Arbeitslosgkeit“?

„„Für die Vermittlung weiterer Kontakte stehe ich jederzeit zur Verfügung“, so Herr Boginski, der gemeinsam mit dem Wirtschaftsförderer der Stadt, Dr. Ronald Thiel, das Unternehmen aufsuchte.Wo wir als Stadt Unterstützung geben können, werden wir es tun“, so der Bürgermeister.“

Vielleicht hätte es dem Beitrag gutgetan, zumindest ein paar Zwischenergebnisse oder auch nur „zielorientierte Gedankenfetzen“ zu veröffentlichen. So bleibt es im Wesentlichen bei relativ  inhaltsarmen Absichterklärungen.

By the way.. es wäre sicher ganz sinnvoll, wenn das Stadtoberhaupt neben seinem Kontakt  zur Geschäftsführung auch das Gespräch mit den Betroffenen bzw. Entlassenen suchen würde. Die hätten zu den Ursachen der Misere eventuell auch ein Wörtchen zu sagen.

Vielelicht habe ich da aber auch einen Teil der aktuellen Entwicklung verpasst.

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8 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Wegen eines Hardwareausfalls bei unserem Internetprovider am Abend des 12. August sind alle Kommentare, die zwischen dem 12. August, 1:00 Uhr morgens und dem Hardwareausfall geschrieben wurden, leider nicht auf der aktuellen Datensicherung vorhanden und vermutlich endgültig verloren.

    Wir bitten Sie, dieses technische Problem, was nicht im Verantwortungsbereich des Barnim-Blogs liegt, zu entschuldigen.

  2. Wie „sensibel und ehrlich“ der Unternehmer Patrick von Hertzberg mit seiner Stammbelegschaft, die 35 Jahre und länger im Traditionsunternehmen beschäftigt waren, umgeht, zeigt dieser MOZ-Artikel.
    Wenn kalte Abservierung überflüssig gewordener Arbeitnehmer die neue Unternehmenskultur in Deutschland ist, dann „Gute Nacht, mein Heimatland!“.
    Und seine Frau streicht dann noch die Kohle für die Vermietung der Schulungsräume ein …
    Noch immer nicht überzeugt, Michael Peukert?

    Die Wut und Enttäuschung der ehemaligen Beschäftigten kann ich nachvollziehen. Auch als Nichtbetroffener habe ich sie.
    Die meisten von den Entlassenen haben doch nicht mehr die geringste Chance auf den 1. Arbeitsmarkt. Da bleiben nur ein paar schelchtbezahlte Hilfsarbeiten übrig.
    Es ist zum Kotzen!

  3. Tja, in eigener Sache scheint Herr von Hertzberg ein recht geschickter Unternehmer zu sein. Seine Leistung für das Unternehmen und sein Teil der Verantwortung für die entstandene Misere (besonders wenn man sich um desssen Zukunft sorgt) , scheint aber (das Warum beschäftigte mich ja schon in verschiedenen Artikeln bzw. Kommentaren) noch immer Niemanden so wirklich zu interessieren.

  4. @Andreas:
    danke nochmal für`s Link posten. Ich habe den schlechten Nachrichten dann doch noch einen Extra-Beitrag gewidmet. Deine Empörung teile ich.

  5. Sich nur auf den bösen Unternehmer zu berufen, scheint mir etwas einseitig. Wenn schon die Aussagen der MOZ herhalten müssen, habe ich gelesen, das alles mit dem Betriebsrat abgestimmt wurde.
    Aber unter uns: Die Kompetenz der lokalen MOZ-Redaktion hinsichtlich wirtschaftlicher Bedingungen und Entwicklungen ist ein Witz. Die Berichterstattung was hier in der Region passiert, wer neu ansiedelt, ausbaut oder sich sonstwie entwickelt ist absolut spärlich.
    Leider entstehen so Vorurteile und Meinungen, die mit der tatsächlich positiven Entwicklung nichts zu tun haben.

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