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Eine „schmalzige Lösung“? – Yvonne Dankert soll neue Leiterin des Barnimer Jugendamtes werden

Yvonne-Dankert

Yvonne Dankert (33), neue Leiterin des Jugendamtes des Landkreises Barnim (Pressefoto: Kreisverwaltung)

Dass in dieser Sache Kürze eine Entscheidung fallen würde, war abzusehen. Wer da bald auf dem in den letzten Jahreneher unbequemen Chefsessel des Barnimer Jugendamtes Platz nehmen wird überrascht aber offenbar doch Viele. Die designierte Leiterin heißt Yvonne Dankert, ist von Beruf Sozialpädagogin und arbeitete bisher u.a. als Jugendkoordinatorin in Ahrensfelde.
Einige Kreistagsabgeordnete bemängeln bereits jetzt, so die Märkische Oderzeitung sinngemäß, dass der geforderte „externe Sachverstand“ (entgegen früherer Forderungen und Zusagen) bei der Auswahl dieser Personalie nicht zum Tragen kam. Weiterhin wurden „Zweifel laut, ob eine, die ein bisschen mobile Jugendarbeit macht, in der Lage ist, ein so kompliziertes Amt zu leiten“. Kritisch wahrgenommen wird zudem die offensichtlich enge Beziehung von Frau Dankert zur Bernauer AWO und „deren langjähriger Geschäftsführerin Sabine Schmalz“.

Die MOZ schreibt:

„Letztere steht als SPD-Kreistagsabgeordnete dem Jugendhilfeausschuss vor, dem Yvonne Dankert als künftige Jugendamtsleiterin Rede und Antwort stehen soll. In Eberswalde spricht man deshalb bereits von einer „schmalzigen Niederbarnimer Lösung.“

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20 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Mutige Frau Rakitin, sie nennt die Dinge in der Region wieder einmal beim Namen. Meine Hochachtung, trotz aller Widrigkeiten von Politik und Verwaltung gegen eine freie und kritische Berichterstattung mit Druckausübung auf den scheinbar „freien“ Jornalismus.
    Der Filz bleibt, so lange der Fisch am Kopf am meisten stinkt. Und dieser Kopf wurde kürzlich im Lotto gewonnen….
    Hinweisen möchte ich an dieser Stelle auf die Vorgeschichte, die hier im Blog behandelt wurde:
    Link

  2. @Andreas:
    Zumindest reicht der Gestank bis zu mir nach Panketal. Aber Bodo I. wird uns schon erklären. dass die erstaunliche Ausweitung „strenger Nasenreizungen“ im mitteleuropäischen Raum lediglich unzureichend untersucht wurde.
    By the way… wenn auch in diesem Zusammenhang thematisch vollig irrelevant,,,ist die Frau Schmalz eigentlich mit „Deinem Radlader-Attentäter“ verwandt?

  3. nochmals @Andreas:
    Nicht nur aus „Liebe zum eigenen Berufsstand“ möchte ich aber betonen, dass eine Sozialpädagogin aus dem Jugendbereich durchaus ein fachlich sehr gute Wahl für das Amt einer Jugendamtsleiterin sein kann und Kommentare wie der mit „das bisschen mobile Jugendarbeit“ (keine Ahnung wer das gesagt hat) auch nicht grade von inhaltlicher Tiefe zeugt.
    Der Weg zur Entscheidung liest sich allerdings tatsächlich einiger Maßen merkwürdig.

  4. @Stefan
    Zu Kommentar 1: Ja ist sie. Radlader-„Rambo“ Sebastian Schmalz ist soweit ist weiß ihr Sohn.
    Zu Kommentar 2: Ein Urteil über die fachliche Qualifikation von Frau Dankert möchte ich mir auch nicht erlauben. Vielmehr irritieren mich diese altbekannten Barnimer Verpflechtungen, die hier wieder einmal offenbar werden.
    Vor diesem Hintergrund kann ich es immer noch nicht nachvollziehen, geschweige denn gutheißen, dass gerade (!) die regionalen Grünen, die nach außen für Modernität, Entfilzung, Transparenz und eine ökologische und soziale Politik stehen, einen Herrn Ihrke als Landrat nochmals ihre Unterstützung gegeben haben.
    Das muss an dieser Stelle erneut rausgelassen werden…

  5. Die Kreistagsabgeordnete und Stadtverordnete von Bernau, Frau Sabine Schmalz, ist sehr wohl die Mutter des Herrn Sebastian Schmalz, der seine Nachbarn seit langem terrorisiert.
    Wenn man die Methoden betrachtet , die aus der Hausbesetzerszene stammen, mit denen ihr Sohn Psychoterror gegen uns ausübt (Siehe z.B. MOZ vom 21.04.2010 und MOZ vom 09.07.2010), dann frage ich mich was diese Frau überhaupt als Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses qualifiziert.
    Der Herr Schmalz kann gegen fast alles verstoßen, die Behörden, einschließlich Landrat, stehen trotzdem hinter ihm. Wer denkt da nicht über die persönlichen Beziehungen nach!

  6. Nun hat´s Yvonne Dankert wohl geschafft und wird am 1. August ihr neues Amt antreten. Dagegen ist erstmal nichts zu sagen. Richtig peinlich finde ich aber wie die Auswahlverantwortlichen, allen voran Silvia Ulonska, sich jetzt schon wieder auf die Schulter klopfen und sich selbst (so jedenfalls transportiert es der heutige MOZ-Artikel) zu ihrem „feinen Personalnäschen“ beglückwünschen.
    Sollte der 4. Versuch (was hoffentlich nicht passiert) erneut scheitern ist Frau U. (darauf könnte man fast Wetten abschließen) vermutlich die Erste die sich distanziert und jede Form der Verantwortung weit von sich weist.

  7. Hallo wieder einmal. Was meinen Sie, hat es eine engagierte, mit beiden Beinen im Leben stehende Frau, die Sozialpädagogik studierte, im Fach arbeitete und sich Kenntnisse im Konflikt- und Organisationsmanagement aneignet verdient eine faire Chance zu bekommen, zu zeigen, dass ihrer Kritik an der Arbeit des Jugendamtes nun auch die Bereitschaft folgt, Verantwortung zu übernehmen?
    Ich denke, es ist mutig nach all den Ärgernissen, Pleiten, Pech und Pannen bereit zu sein, sich an die Spitze des „Ladens“ zu stellen und mit den Akteuren einen Neustart zu wagen. Geben Sie ihr bitte diese Chance, ohne bereits am Start einen Fehlstart erkennen zu wollen.
    Danke.

  8. Nach dem gestrigen Jubel ist (zumindest auf einigen Ebenen) nun offensichtlich wieder Realismus eingekehrt. Kai-Uwe Krakau beschreibt heute für die MOZ die „Schwierige Suche nach einem Profi“.

  9. Frau Ulonska hat das persönliche Problem, dass sie ihre Amtsleiter/innen nicht an der langen Leine lässt, sondern sich in Angelegenheiten einmischt, die nicht in ihren unmittelbaren Zuständigkeitsbereich fallen.
    Inwieweit Frau Dankert damit klarkommt, wird sich zeigen. Drei vor ihr haben es nicht überlebt.

  10. @Margitta Mächtig:
    Frau Dankert ist zweifellos erwachsen und sollte wissen was sie tut. Das ich eine Sozialpädagogin durchaus für geeignet halte ein Jugendamt zu führen habe ich bereits geschrieben. Andererseits sind die bisherigen 3 „Fehlversuche“ meines Erachtens auch nicht überwiegend auf Kompetenzmängel der Bewerber zurückzuführen, sondern auch auf die Führungsstrukuren innerhalb der Kreisverwaltung. Und hier hat sich ja wohl bislang nichts geändert?

  11. Genau darauf haben sowohl Mitglieder des Jugendhilfeausschusses als auch des Kreisausschusses aufmerksam gemacht und die Verwaltung, in Person von Frau Ulonska darum gebeten, Frau Dankert auch den Freiraum zu lassen ihre mutigen Vorstellungen umsetzen zu können. Ganz nach Theodore Roosevelt, der feststellte: „Wer seiner Führungsrolle gerecht werden will, muß genug Vernunft besitzen, um die Aufgaben den richtigen Leuten zu übertragen, und genügend Selbstdisziplin, um ihnen nicht ins Handwerk zu pfuschen.“ Hoffen wir gemeinsam dass dies nun gelingt.

  12. @margitta Mächtig:
    Klingt ein bisschen wie „Glaube,Liebe,Hoffnung“ oder“Vertrauen wagen“. Jetzt bin ich mir nur nicht ganz sicher, ob ich Frau Dankert oder Frau Ulonska in mein Abendgebet einschliessen soll. Vielleicht am besten beide.

  13. Frau Ulonska würde ich in mein Abendgebet nicht einschließen. Sie muss deutlich an ihrer Art und Weise der Mitarbeiterführung und des mitmenschlichen Umgangs arbeiten, ansonsten habe ich wenig Hoffnung.
    Wenn schon Herr Ihrke befangen ist, ihr klare Vorgaben zu machen, sollte das die Aufgabe der Kreistages sein.

  14. @Kalli:
    Gott ist ja bekanntlich nicht nur gnädig sondern auch allmächtig. Eigentlich die besten Grundvorraussetzungen um die offensichtlich suboptimalen Führungsstrukturen in der Barnimer Kreisverwaltung aufzubrechen und für etwas „Wind der Weisheit“ zu sorgen.
    Ich sehe daher keine Veranlassung meine Gebetsstrategie zu ändern.

  15. @Stefan:
    Was hältst Du von dem Gebet „Lieber Gott – Lass es Hirn regnen“?

  16. @Thomas:
    „Herr schick Hirn vom Himmel“ kenne ich als „volkstümliche Weisheit“. Ich glaube allerdings nicht dass, es in Eberswalde an Intelligenz mangelt. Das ist wohl eher ne Einstellungsfrage.

  17. @Stefan: Dank Fortuna, der Glücks- und Schicksalsgöttin aus der Römischen Mythologie, werden wir die von Dir angesprochenen „suboptimalen Führungsstrukturen“ in der Kreisverwaltung noch bis zu einer „göttlichen“ (sprich: biologischen) Lösung auskosten dürfen. Ich wage zu behaupten, dass ein Lernprozeß in dieser Behörde, mit diesem Landrat und seinen Dezernenten, nicht mehr stattfinden wird. Und man muss kein besonderer Schwarzseher sein, um für Frau Dankerts weiteren Berufsweg in der KV zwei Möglichkeiten zu prognostizieren: Der eine endet in völliger Unterordnung unter die vorhandenen, na ja, nennen wir sie:Strukturen. Damit sind beruflicher Aufstieg, allerdings auch weitere üble Fehlleistungen des Jugendamtes programmiert. Die andere Möglichkeit bedeutet Kampf und damit das Ende nach der Probezeit. Wetten wir auf eine der Möglichkeiten ?
    BTW: Hat es aus der vorerst letzten Katastrophe (iwir erinnern uns: einjähriges, halb verhungertes Kind, Tagesmutter ruft viermal im Jugendamt an und niemand tut etwas, weil ein Formular fehlt) außer Schuldzuweisungen Bockhardts an die böse Presse, also den Boten der schlimmen Nachricht, irgendwelche Konsequenzen gegeben?
    @Frau Mächtig: Woraus begründet sich wohl mein Mißtrauen, das Frau Dankert von Ihnen und ihrer Fraktion außer frommen Sprüchen kaum wirksame Unterstützung erhalten wird?

  18. Die durch das neue Amt von Frau Dankert freigewordene Stelle des Jugenkoordinators/der Jugenkoordinatorin soll schnellstmöglich neu besetzt werden.
    Die MOZ schreibt zudem:

    “ Trotz reichlich Vorschuss-Lob für Yvonne Dankert aus Verwaltung und Jugendhilfeaus-
schuss – der Posten im Jugendamt gilt inzwischen als wahrer Schleudersitz. Eine transparente und offene Arbeit in dem Be-reich – im Interesse der Öffentlichkeit – ist unterdessen von der neuen Stelleninhaberin wohl nicht unbedingt zu erwarten.“