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Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert: Mordkommission muss in Eberswalde bleiben

Nach den angekündigten Sparplänen des  Brandenburger Innenministeriums geht am Polizei- bzw. Sicherheitsstandort Eberswalde zunehmend die Angst um. Wie die MOZ gestern berichtete geht man im Rathaus inzwischen davon aus, dass der Abzug von Teilen des Landeskriminalamtes eine Kettenreaktion auslösen könnte und die Umstrukturierung der Polizeiwachen vielleicht nur ein Anfang ist. Im Endeffekt, so der sicher nicht ganz unlogische Gedankengang, drohe auch der Nebenstelle der Staatsanwaltschaft und dem Amtsgericht Abzug bzw. Schließung.

Der Landesverband des „Bundes Deutscher Kriminalbeamter“ hat sich in diesem Zusammenhang gestern für den Bestand der Eberswalder Mordkommission und ihrer Kriminaltechniker ausgesprochen. „Diese Spezialkräfte“, ist auf dem Informationsportal Cop2Cop zu lesen, „dürften nicht dem Rotstift zum Opfer fallen.“

„Eine Landesregierung, die offenbar fest entschlossen ist, Personal bei der Polizei abzubauen und die Organisationsstrukturen gravierend zu verändern sei umso mehr gehalten, Spezialisierung sogar noch auszubauen.“

Die Arbeit der Eberswalder Ermittler, so der BDK weiter, sei „überaus engagiert und erfolgreich“.

„Beispielhaft seien die Morde an der 12jährigen Ulrike 2001 und an einer Rentnerin bei Schwedt sowie an das Tötungsdelikt an einer 19jährigen Frau in Eberswalde erst im vergangenen Jahr erwähnt, welche allesamt zügig aufgeklärt werden konnten.“


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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

2 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Ich halte es für eine ausgemachte Sache, dass es zu Reformen mit dem Ziel von Einsparungen bei der Polizei kommen wird… kommen muss, weil tatsächlich die dem Land zur Verfügung stehenden Finanzmittel schrumpfen und die Vorgaben der Schuldenbremse zwingend einzuhalten sind.
    Man kann über vielerlei Modelle diskutieren und sie unter fachlicher Sicht durchleuchten und am Ende wird ein Diskussionsergebnis herauskommen, mit dem die Beteiligten leben können oder auch nicht.

    Unter Speer war das aber anders. Speer hatte sich eine Zahl von 1.700 einzusparenden Polizeibeamten aus den Fingern gesogen und dann von „Experten“ passend machen lassen, was nicht passt.
    Damit wollte er die Öffentlichkeit für dumm verkaufen, das Ding im Parforceritt durch die Instanzen jagen und verstieg sich sogar in dem unhaltbaren Versprechen, dass sich die Interventionszeiten nicht verlängern würden.
    Ansonsten bleib er Kritikern gegenüber stur und beratungsresistent bei seinen Vorgaben und bürstete sie rüde ab… wie es bekanntermaßen seine Art zu sein scheint.

    Ich habe Hoffnung, dass nach seinem überfälligen Rücktritt ein konstruktives Element in die Diskussion kommt und am Ende der „Reform“ tatsächlich etwas Neues – Besseres – steht, als eine kaputtgesparte Polizei und ein schutzloser Bürger.
    In die Diskussion wird sich der BdK als Interessenverband sicherlich auch einzubringen haben. Aber seine Modelle haben – genauso wie die der GdP – keinen Absolutheitscharakter.
    Die Modelle beider Gewerkschaften werden sich vielleicht in Teilbereichen auch in den erforderlichen Reformschritten wiederfinden, aber nicht 1:1, denn Gewerkschaften tragen Verantwortung für ihre Klientel, nicht aber für das Ganze.