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Werbung mit „Niveau“ – Heute: „Alex Auto Export“

Wer kennt sie nicht? Rote, grüne, gelbe oder anders  gefärbte Handzettelchen. Sie weisen auf die nächste Bettenfederreinigung oder eine bevorstehende Schrottsammlung hin oder äußern, hierzu alternierend, lebhaftes Interesse an unserer Häusern bzw. Kraftfahrzeugen. In jedem Fall verstopfen sie unsere Briefkästen.
Ich selbst habe gar kein Auto aber das konnte „Alex Auto Export“ ja nicht wissen. In der Farbe der Liebe bittet man mich um Kontakt sollte ich meinen Wagen „jetzt oder später verkaufen möchten“.
„Sofort Bargeld! Sofort Anmeldung!“ und das scheinbar für die runtergeranzteste Schüssel auch „0hne TÜV 7Kat & mit hohe KM“ (hier verlässt Alex allmählich den sprachlich ausgefeilten Bereich).

Mehr Informationen zu meinem künftigen Geschäftpartner (wenn ich denn ein Auto hätte) stehen mir nicht zu. Ich könnte aber auf`m Handy anrufen. Das habe ich nicht getan sondern stattdessen ein bisschen das Web durchstöbert.
Direkte Hinweise auf den Firmennamen „Alex Auto Export“ finde ich nicht, wohl aber Informationen zu „Alex Export“, eingebunden in einen wirklich ganz reizenden (wenn auch schon 3 Jahre alten) FAZ-Artikel zum Thema „Wir zahlen bar“.

Die Überschneidungen der Werbestrategien sind verblüffend und hinsichtlich gewisser Formulierungsschwächen beweisen „die Frankfurter“ erfrischend viel Humor:

„Die Zettelchen sind kleine Juwelen. Mutig setzen sich die Verfasser über grammatische und orthographische Regeln hinweg und schaffen ihre eigenen. In letzter Zeit mehren sich die Händler, die offenbar bei einem Germanisten Rat suchen. Das Deutsch auf den Visitenkarten wird – fast möchte man es bedauern – klarer.“

Zur Verlässlichkeit der Händler gehen die Meinungen  auseinander. „Klare“ Aussage einer ADAC-Verbraucherschützerin(wie gesagt, vor 3 Jahren):

„Sie sind nicht alle unseriös.“ Allerdings rate sie, vor einem Termin den Wert des Wagens von einem neutralen Gutachter schätzen zu lassen. Auch sei es schon vorgekommen, dass die Käufer den Wagen nicht ordnungsgemäß ab- oder ummeldeten.“

„Alex“ wegweisende Ordnungsliebe hat mich dann doch (fast) überzeugt. Höflich aber doch bestimmt weist man mich an: „BITTE LASSEN SIE DIE KARTE NICHT AUF DEN BODEN FALLEN DANKE“.
Richtig, dass Ding kommt sofort in die Tonne!

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

1 Kommentar » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. nicht alle Zettelverteiler sind schwarze Schafe ich jedoch gehe lieber zu einem Händler meines Vertrauens