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Kartoffeln setzen

Wenn der Mai sich dem Ende entgegen neigt ist es in der Regel höchste Zeit die Saatkartoffeln in die Erde zu bringen. Ich selbst bin meist etwas früher  dran (Mitte-Ende April) gehe aber damit durchaus ein Risiko ein, denn die Knollen sind grundsätzlich recht frostempfindlich.

Bei der „Aufzucht und Pflege“ kommt den Vorbereitungsarbeiten besondere Bedeutung zu. Kartoffeln, so jedenfalls steht es geschrieben, sind „Gewohnheitstiere“ und bevorzugen einen angestammten Platz im Garten. Die Erde sollte tiefgründig gelockert und bereits im Herbst mit Kompost versorgt werden. Mit zusätzlicher Düngung bin ich vorsichtig. Allerdings arbeite ich mit der Harke regelmäßig etwas Holzasche (fällt auf meinem Feuerplatz ausreichend an) in den Boden ein. Die Erdäpfel reagieren sehr positiv auf Bor, dass in dieser Art Pflanzennahrung reichlich enthalten ist. Ich stecke sie übrigens ca. 4-5 cm tief.

Die weiteren Arbeitsschritte sind unproblematisch. Anfangs sollte man regelmäßig  jäten, später hilft sich die Pflanze mit ihrem üppigen Laub selbst. Mit Wasser darf/sollte sparsam umgegangen werden. Nicht vergessen sollte man das Anhäufeln.  Verzichtet man darauf, bekommen die „Heranwachsenden“ wohlmöglich zuviel Licht und werden grün und giftig (Solanin).

Ist das Laub welk kann geernetet werden. Wann das geschieht ist allerdings sortenabhängig. Manchmal kann ich nicht an mich halten und grabe schon vor der Zeit einige Exemplare aus, denn der Geschmack frischer & selbstgezogener „Tüffel“ (plattdeutsche Bezeichnung) ist echt atemberaubend.

Wer jetzt noch Fragen hat kann sich gern mit den „10 Geboten des Kartoffelanbaus“ beschäftigen, die 1877 in der Zeitschrift „Der Bauernfreund“ veröffentlicht wurden.

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

3 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Kartoffel anzubauen ist zwar einiges an Arbeit, aber ich bin gerne dabei und die Arbeit entspannt mich. Und natürlich ist es toll, wenn die Kartoffeln da sind und man sie in verschiedenen Varianten essen kann. Ich mag das.

  2. Sehr interessanter Artikel. Ich konnte bisher noch nicht allzu viel Erfahrungen im Kartoffelanbau sammeln, möchte demnächst aber gerne damit anfangen. Kann mir gut vorstellen, dass eine „echte selbst gezogene“ Kartoffel ein wahrer Gaumenschmaus ist. Freu mich schon auf die ersten frischen Pellkartoffeln mit Quark. Danke, Stefan ;)

  3. Pingback: ► Sind keimende Zwiebeln und Kartoffeln noch essbar?