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Eine runde Sache – Nachbetrachtung zum 5. Straßenmusikfestival in Biesenthal

So etwa zur Hälfte der Veranstaltung  gab der Wettergott seine Blockadepolitik auf und ließ auch Frau Sonne hin und wieder ihr mildes Licht auf das 5. Straßenmusikfestival im Kulturbahnhof Biesenthal scheinen. Richtig gestört hat das „himmlische Gepiesel“ ohnehin nur wenig, denn die Veranstalter hatten Zelte aufgestellt und das Publikum erwies sich als begeisterungsfähig und belastbar.

Ich selbst kam erst gegen 16:45 Uhr an, hatte zunächst mein Mittagsschläfchen überzogen und als Radler auf der B2 spontan entschieden, dass heute noch nicht der richtige Tag zum Sterben ist. Der Umweg über Feldweg, Radweg bzw, Fahrradstraße kostete dann halt noch ein wenig Zeit. Immerhin konnte ich so noch die letzten 20 Minuten „Maryfield“ miterleben: Grundsolider Pop/Rock aus Marienfelde der Lust auf mehr machte. Der Auftritt der Tondiebe war ein Schwelgen in Tönen, Melodien und perfekt miteinander verschmelzender Stimmen. Mein persönlicher Favorit  „Zimmer“ stammt im Original von „Kleingeldprinzessin“.  „Moon over Bourbon Street“,  hätte ich  gern zusammen mit Sängerin Sophie „geheult“.

Die Performance der „Inhalyriker“ ergab aufrüttelnde Erkenntnisse, was es für einen Menschen bedeutet seine Kindheit und Jugend in Berlin-Weissensee verbringen zu müssen. Die „Botschaften aus dem Ghetto“  waren dafür ausgesprochen lustig, sauber gerappt und auch das schwächelnde Akku des mitgebrachten mp3-Players (der über die PA für die Beats sorgte) konnte die Herren Hip-Hopper nicht aus dem Konzept bringen.

Der geplante, musikalische Höhepunkt wurde diesem Aspruch in allen Belangen gebracht. Die „Gypsy Gentlemen“ waren nicht nur die bestangezogenste Band des Abends sondern brachten ihre Art des Sinti-Swinge in derart verspielter Perfektion unters Volk , dass es vermutlich selbst Django Reinhard ein Lächeln entlockt hätte.

Die anschließende Disco habe ich mir mit Rücksicht auf den müden aber begeisterten Nachwuchs geklemmt, werde aber im nächsten Jahr wiederkommen und Freunde mitbringen.  Dank und Anerkennung an die Leute von „Kultur im Bahnhof e.V.“ denen wieder einmal das schwierige Spagat zwischen dem „Charme des Selbstgemachten“ und aufreizend reibungsloser Oragnisation gelungen ist. Die kulinarischen Angebote vom Grill und aus dem Suppentopf waren lecker  und bio. Nicht zuletzt nötigt mir die konsequente Müllvermeidung ausdrücklichen Respekt ab.

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