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An die Arbeit – MOZ-Interview zum Dienstbeginn von Landrat Bodo Ihrke

Gestern hat der Barnimer Landrat ein bisschen getrödelt. Mit 2-minütiger Verspätung (huch) trudelte Bodo Ihrke gestern im Kreishaus ein und wurde (ich zitiere) „von Mitarbeitern freudig begrüsst“. MOZ-Schreiber Dietmar Rietz hat den „Dauerbrenner“ dann auch gleich mal zu seinen Plänen befragt. Ich  liefer euch hier mal´n paar Stichpunkte.

Bodo Ihrke will:
– sich noch stärker auf das Thema Arbeit fokussieren
– Ausbildungsplätze sichern
– Niederiglöhne nicht länger hinnehmen
– die Straßenumgehungen B 158, B 2 und B 167 vorantreiben
– einige Arbeitsabläufe optimieren

Bodo Ihre wird nicht:

– viel am Personalbestand  ändern. Zitat: „Es geht nicht um Umbesetzungen, Aufstockungen und Personalveränderungen in Größenordnungen.“

Bodo Ihrke glaubt:

– dass die große Zustimmung zum Haushalt des Kreises auf ein breites Einverständnis mit seiner Politik hinweist
– dass am Wirtschaftsstandort Eberswalde neue Arbeitsplätze entstehen können
– an den Sinn der Direktwahlen

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

7 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Was Bodo Ihrke da auf dem Plan hat, ist alter Wein in alten
    Schläuchen. Doch bin ich gar nicht enttäuscht über diesen farblosen Beitrag, denn ich habe inhaltlich auch nichts anderes vom neuen alten Landrat erwartet. Dietmar Rietz hatte bestimmt keinen „Erguß“ mit diesem Interviewpartner.

    Zu: Kampf dem Niedriglohnsektor: Das sind ja ganz neue Töne des
    strukturkonservativen Sozialdemokraten Ihrke! Wie will er denn das
    hinbekommen, zumal er nie den Kontakt mit den Gewerkschaften oder
    anderen sozialpolitisch aktiven Verbänden gesucht hat?

    Zu Arbeitslosenquote halbiert: Kann ich für den Oberbarnim nicht
    erkennen. Die Arbeitslosenstatistik ist Makulatur. Bodo schmückt sich hier gern mit fremden Federn; der positive Effekt der Hauptstadt auf das Barnimer Umland kann sicherlich nicht zu seinen Verdiensten gerechnet werden.

    Zur Nullemissionsstrategie: Sie ist eine Mogelpackung, wie ich bereits
    in einem gesonderten Artikel hier im Barnimblog ausgeführt habe. Regionale Umweltpolitiker sollten sich davon und den zugehörigen Hochglanzbroschüren nicht blenden lassen, sondern mal das eigene Gehirn aktivieren.

    Zum Straßenbau: Wenn einem keine andere politische Maßnahme mehr
    einfällt wie man ein Land / eine Region voranbringt, dann plant man die Infrastruktur durch unsinnige Straßenbaumaßnahmen zu „verschlimmbessern“. Was in einem aufstrebenden Land mit wachsender Bevölkerung sinnvoll ist, ist für Brandenburg wirklich kalter Kaffee. Umgehungsstraßen eine Entlastung? Nein, eher faule Kompromisse, die dem Steuerzahler teuer kommen und nur der Baulobby Nutzen verschaffen.
    Was Bodo also besonders auf den Nägeln brennt (“Straßenbau“) brennt
    bei mir überhaupt nicht. Zündstoff ist vielmehr die soziale und bildungsmäßige Verarmung breiter Bevölkerungsschichten in der Region durch die Verdammnis der Erwerbslosigkeit, fehlende Kaufkraft, damit Verwahrlosung, Abwanderung, Leerstand, Vermüllung, Umwelt- und Naturzerstörung. Auf der anderen Seite Filz und Korruption schädlicher alter Seilschaften, die sich in der Region immer das größte Stück vom Kuchen abschneiden und die alles dransetzen, ihre Pfründe zu erhalten, so dass alles bloß so bleibt wie es ist – dies mit einhergehender Verschwendung von Steuergeldern. Gelder, die dann anderswo fehlen. Das System Ihrke spielt im unsäglichen großen System weiterhin das kleine Rädchen.

    Zu Bildungsinitiative: Welche Bildungsinitiative? Hab ich da etwas verpasst?

    Zu Perspektiven für den ländlichen Raum: Genauso warme wie leere Worte einer Sonntagsrede, die von Konzepten perspektivisch nicht untermauert werden.

    Zu Arbeitsabläufe in Kreisverwaltung optimieren: Bodo hat nicht den
    Willen, konsequente Reformen in der Kreisverwaltung voranzutreiben, um Verkrustungen zu beseitigen. Kann oder will er es nicht sehen? Wenn einige Angestellte an den Schreibtischen im wahrsten Sinne des Wortes Büroschlaf halten und andere wiederum sich die Beine ausreißen, muss in den Arbeitsabläufen wohl etwas schief laufen. Leistung lohnt sich da nicht, sondern nur Anbiedereien. Auch das fortwährende, leistungsschädliche Mobbing in einigen Abteilungen wird nicht rigoros bekämpft. Dies hätte schon lange zur Chefsache werden müssen. Zudem ist es mir unbegreiflich, wenn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der mittleren und unteren Ebene die Stechuhr bedienen müssen, dies für Dezernenten, Amtsleiter und Sachgebietsleiter anscheinend nicht gilt. Gleichbehandlung? Ist hier wohl fehl am Platz. Ein Fall für die Gleichstellungsbeauftragte und/oder für den Kreistag?
    Eines von etlichen Dingen, die in der Kreisverwaltung angegangen werden müssten.

  2. @Andreas Steiner: Eine besonders bezeichnende Episode während meines „Vorsingens“ vor dem Kreisausschuß am 19. April spielte sich zur Frage der Struktur der Kreisverwaltung ab. Da ich eine derartige Frage erwartet hatte, hielt ein Organigramm der Barnimer Kreisverwaltung hoch und stellte die rein rhetorische Frage, wo denn in diesem Organigramm der Personalrat versteckt sei. Er war einfach nicht da. Ein „Freudscher Verschreiber“ ? Jedenfalls unterstützt das Deine Thesen. Ich weiß nicht, ob man wenigstens das Organigramm inzwischen berichtigt hat. Meine Ausführungen zur Struktur und Organisation der Kreisverwaltung hätte ich mir übrigens sparen können, selbst Frau Mächtig hat offensichtlich nicht zu gehört, wie sie in einem Kommentar durchblicken ließ. Es wird also alles so weiter gehen wie bisher…

  3. @Andreas Steiner: Sehr guter Beitrag, der Situation im vollem Maße beschreibt. Es hieß immer, dass Erneuer:BAR in den Schule auch zum Tragen kommen soll, hinsichtlich Unterrichtsmaterialen etc., wo ist das geblieben? Wird das noch realisiert?

  4. @Philipp Schöning
    Ob das noch realisiert wird, wäre eine Anfrage der Kreistagsabgeordneten in eine den nächsten Sitzungen des Barnimer Kreistages wert. Vielleicht (doch sicherlich ganz bestimmt) lesen hier einige von ihnen mit und werden es dann hoffentlich aufgreifen.

    Allerdings halte ich die Initiative Erneuer:BAR in der derzeitigen Form auch für wenig geeignet, einen vorbildhaften Unterrichtsstoff zu liefern. Denn darin ist mir der programmatische Einfluss der Forstlobby im Hinblick auf Holzverfeuerung zu groß. Bedenklich sind vor diesem Hintergrund u.a. die Überwirtschaftung unserer Wälder sowie eine zeitliche Entkopplung bei der CO2-Bilanz. Von Nachhaltigkeit also keine Spur. Eine schwerpunktmäßige Konzentraton auf Holz als regionaler Energieträger ist mittelalterlich. Hatte ich aber schon an anderer Stelle ausgeführt…

  5. @Philipp Schöning
    Nachtrag: Ich weiß nicht, ob Sie mal abends (bei Dunkelheit) auf dem Parkplatz von Kaufland Eberswalde gewesen sind und beobachtet haben, wieviel das HoKaWe (Hozkraftwerk) Eberwalde in die Luft emittert?
    Diese Dampfwolken sind in ihren Ausmaßen beachtlich. Sicherlich ist das nicht alles nur Staub und CO2, sondern zu einem großen Teil Wasserdampf. Doch was ist im Wasserdampf enthalten? Viel Energie. Energie aus dem Holz, die dann einfach in die Luft geblasen wird ohne weiterhin sinnvoll genutzt zu werden.
    Zudem gibt es keine Kraft-Wärme-Kopplung. Dafür könnte sich der Landrat stark machen; dies hätte aber bereits bei der Konzipierung des HoKaWe eingeplant werden müssen.

  6. Naja, das war mal wieder von der Politik zu erwarten, hinter den Hochglanzprospekten verbergen sich nur haufenweise Lügen und ein Holzkraftwerk als Energieträger, das ist wahrlich mittelalterlich. Das sieht selbst ein Laie auf diesem Gebiet.

    Wenn schon Erneuer:BAR kein Prestigeobjekt ist, warum macht es sich der LK Barnim nicht als Aufgabe die Breitbandversorgung im ganzen Landkreis auf den heutigen Stand der Dinge zu bringen? Ich meine, es gibt Orte, da kommen per Kabel gerade einmal 64 kbit/s (bzw. 2×64 kbit/s) ins Haus und das 5 GB Verbrauchsvolumen bei UMTS kann man sowieso vergesssen. Das Schlimme dabei ist, das es sich nicht um Einzelfälle handelt, über 700 Bedarfsmeldungen gibt es für den Landkreis Barnim, wenn man vor Ort (von Tür zu Tür) nachfragt, wird sich diese Anzahl sicherlich vervielfachen. Aber soetwas ist natürlich für die Eberswalde Lobby uninteressant.

  7. @Philipp Schöning
    Bezüglich Breitbandversorgung werde ich mal meine Kolleginnen und Kollegen der Kreistagsfrakton von Bündnis 90/Die Grünen anprechen. Hier ist in der Tat dringender Handlungsbedarf geboten.