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Den Kreuzrittern des Fortschritts ins Gesicht geschrieben: Herbert Grönemeyer – Mit Gott

Stefan stellte Montag den Song „Fragwürdig“ von Herbert Grönemeyer vor. Dieser stammt aus dem Album „Ö“. Darin enthalten ist auch eines meiner Lieblingsstücke des Künstlers: Mit Gott:
http://www.youtube.com/watch?v=sTCex34sv9Y

Mit Gott
Hör auf mit Beten, Mama
Es ist vollbracht
Du hast es gewußt
Dein Junge sitzt endlich mit an der Macht
Mitten im Kreise der Herren
Gedient wird hier längst nicht mehr
Man hat sich geschickt abgesetzt
Das Volk sieht derweil fern

Wir kontrollieren jeden Sender
Alles wird vorgedacht
Erst wenn der Fernseher aufhört zu denken
Tut er was man ihm sagt
Wir bespitzeln jeden unserer Gegner
Speichern jedes schwarze Schaf
Den, der zu dumm ist sich zu vermummen
Kriegen wir umso eher brav

Mit Gott auf unserer Seite
Jesus in einem Boot
Einer ging leider baden
Doch wir warfen ihn noch rechtzeitig über Bord
Mit Gott auf unserer Seite
Jesus in einem Boot
Den Ablaß in unserem Namen
Das „C“ strahlt über uns riesengroß

Wir nehmen die Lust am Demonstrieren
Machen den Boden unter den Füßen heiß
Damit sich der Letzte seinen Mund verbrennt
Und sich auf die Zunge beißt
Die paar aufrechten Querdenker
In den eigenen Reih’n
Sind gut für’s Gesicht nach außen
Intern ebnen wir sie ein

Wir wahren unser Pokerface
Nach guter alter Manier
Gefühle sind Luxus
Weil wir hart sind, sind wir hier
Wir finden Folter unfein, Mama
Nichts gegen ’nen kleinen Schreck
Unsere Freunde, sind’s auch Folterknechte
Kriegen immer ihren Scheck
Wer seinen Nächsten liebt

Wir geben uns unverbindlich christlich
Manche nennen das Blasphemie
Die Sucht nach Macht schweißt uns zusammen
Wir schämen uns nie
Mit den Reichen können wir prächtig
Die Armen wollen nur an ihr Geld
Wir schützen und mehren es redlich
Und werden wieder gewählt

Mit Gott auf unserer Seite
Jesus in einem Boot
Einer ging leider baden
Doch wir warfen ihn noch rechtzeitig über Bord
Mit Gott auf unserer Seite
Jesus in einem Boot
Den Ablaß in unserem Namen
Das „C“ strahlt über uns riesengroß

Wir wahren unser Pokerface nach guter alter Manier
Gefühle sind Luxus, weil wir hart sind
sind wir hier
Wir sind aus Gnade zu spät geboren
Haben mit Hitler nichts mehr am Hut
Wir sind Kreuzritter des Fortschritts
Zuviel Vergangenheit tut nicht gut
Den blick nach vorn

So wahr mir Gott helfe
Hab ich geschworen
Aber der ist eben ab und zu nicht bei mir
Und dann bin ich total verlor’n
Für dich bin ich der Größte, Mama
Ich fühl‘ mich manchmal so klein
Bin auch nur ein Mensch
Und ohne dich so allein

Mit Gott auf unserer Seite
Jesus in einem Boot
Einer ging leider baden
Doch wir warfen ihn noch rechtzeitig über Bord
Mit Gott auf unserer Seite
Jesus in einem Boot
Den Ablaß in unserem Namen
Das „C“ strahlt über uns riesengroß

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Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik. Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB). Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht. Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

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