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Im Keller von Erich Mielke – Bunkerführungen am 17. und 18. April 2010 bei Biesenthal

Nein, für die Unterwelt bin ich nicht wirklich geschaffen. Ich habe ein unterkellertes Haus, bin des öfteren in verschiedenen Berliner Kellerkneipen gewesen und habe noch lebhafte Erinnerung an die Besichtigung eines ehemaligen Salzbergwerkes bei Krakau. In einen Bunker habe ich bis jetzt noch keinen Fuß gesetzt.

Könnte ich demnächst aber machen, denn am 17. und 18.  April 2010 öffnet das vom Volksmund „Mielke-Bunker“ getaufte Objekt 17/5005 bei Biesenthal mal wieder seine Pforten. Das als Ausweichführungsstelle des MfS konzipierte Bauwerk wurde zwischen 1984 und 1988 errichtet. Es soll ca. 120 Millionen Mark der DDR gekostet haben.

Wer sich an besagten Tagen zwischen 9 und 16 Uhr einfindet bekommt für 14,-€ eine 20-minütige Einweisung und 60 Minuten geführte Besichtigung geboten. Anmeldungen sind wohl nicht erforderlich, folgende Teilnahmebedingungen gilt es aber zu erfüllen:

-Haftungsfreistellung für Betreiber/ Eigentümer der Anlage und deren Erfüllungsgehilfen (geschieht durch Unterschrift vor Ort)
-strapazierfähige Bekleidung entsprechend den Raumtemperaturen von 10-12° C, rutschfestes, trittsicheres Schuhwerk,
-eigene Taschenlampe für Notfallsicherung, eigenen Atemschutz, sofern für erforderlich gehalten, bei Schimmelpilzallergie kein Zutritt,
-keine Hunde oder andere Haustiere mitführen,
-körperliche Bewegungsfähigkeit für mittelschwere Wanderungen
(Quelle: www.bunker2005.de)

Auf der eben zitierten Website finden sich zwar diverse Hintergrundinfos und einige Fotos, Hinweise zur Anreise habe ich allerdings nicht entdecken können. Hier hat mir ein älterer Artikel der Märkischen Oderzeitung geholfen.

„Der Bunker befindet sich an der Ortsverbindungsstraße von Biesenthal nach Sophienstädt unmittelbar neben der A 11.“

„Namensgeber Mielke“ soll den 2-Geschosser übrigens selbst nie betreten haben.

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

4 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Pingback: Online-Führung: Der “Honecker-Bunker” bei Prenden – Von Stefan Stahlbaum

  2. Beim so genannten „Mielke-Bunker“ in Biesenthal sind die Dimensionen der Räumlichkeiten und die technischen Ausstattungen (Versorgungsleitungen, Klimaanlage, Fernmeldesystem) schon sehr beindruckend, doch schockiert war ich über die horrenden Eintrittspreise. Sage und schreibe 14 EUR wollte man am Eingang haben! Meines Erachtens einfach zu viel.
    Auch finde ich es schade, dass im MOZ-Artikel gerade die Eintrittspreise keine Erwähnung fanden. So haben sich etliche Leute, darunter viele Berliner, in dem Glauben, dass die Besichtigung kostenfrei ist (oder zumindest ein moderater Eintrittspreis verlangt wird), dorthin auf den Weg gemacht. Unverrichteterweise umkehren wollten sie dann schließlich auch nicht mehr.