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Happy Birthday Märkische Oderzeitung – Eine Tageszeitung feiert 20. Namenstag

Heute kam mir die MOZ irgendwie dicker vor als sonst. War aber keine Attacke der werbenden Wirtschaft, ich hatte schlicht einen Geburts- bzw. Namenstag vergessen. Heute vor 20 Jahren jedenfalls wurde der „Neue Tag“, ehemals SED-Zeitung für den Bezirk Frankfurt Oder, in „Märkische Oderzeitung umbenannt. Der Wechsel erfolgte, so habe ich gelesen, in 2 Zügen. Zunächst wurde das „Proletarier aller Länder vereinigt Euch“ im Zeitungskopf“ durch „Sozialistische Tageszeitung“ ersetzt bis „das Produkt der Akteure des ostdeutsche Medien-Umbruchs“ am „Tag vor den ersten freien Volkskammerwahlen“ seinen neuen Namen erhielt.

Zur Motivation schreibt Heinz Kannenberg, erster Chefredakteur des „Umtäuflings“:

„Zwei Dinge bewegten uns damals bei der Titeländerung.Zum Einen wollten wir in die Öffentlichkeit kommunizieren: Die Zeitung bekennt sich zu Unabhängigkeit und Überparteilichkeit. (…)Zum Anderen erschien seitdem ein weiterer Zusatz: regional. Damit wurde signalisiert, dass die Zukunft dieser Zeitung in der Profilierung zurRegional- und vor allem Lokalzeitung besteht“.


Ich finde die Jubiläums-Beilage eigentlich recht gelungen. Sie enthält Geschichtliches, Hintergrundinfos zum Tagwerk der Macher und eine Bildergalerie mit „den Menschen hinter den Artikeln“.

Es soll Leute geben, die der MOZ  auch heute noch noch einen „gewissen Anteil Neuer Tag“ zuschreiben. Insgesamt gesehen ist sie für mich schlicht nicht mehr und nicht weniger als die Tageszeitung unserer Region. Natürlich kristallisieren sich in Jahren mehr oder weniger treuer Leserschaft gewisse Vorlieben für den Stil bzw. das Handwerk einzelner Akteure heraus. In diesem Zusammenhang von meiner Seite einen besonderen Gruß an Sabine Rakitin und Hans Still. Und das die Motive von Sergej Scheibe nicht immer meinen Geschmack treffen (siehe „präventiv gefällter Baum“ im heutigen Lokalteil) ändert nichts daran, dass er durchaus fotografieren kann.

Möge die MOZ den selbstgestellten Ansprüchen (siehe Kannenberg-Zitat) gerecht werden/bleiben (wie auch immer).
Das zu beurteilen liegt letzten Endes in der Hand der Leser und Abonnenten. Das Barnim-Blog   jedenfalls, wird  sich  auch in der Zukunft die eine oder andere kritische Bemerkung hierzu erlauben.

In diesem Sinne… Alles Gute zum Geburtstag!

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

1 Kommentar » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Ich finde den Namen nach wie vor furchtbar und den lokalen Bezug darin weit hergeholt. Warum nicht „Märkische Undzeitung“ ? Oder „Aberzeitung“ ? Wie kann ein Fluß, die Oder, eine Zeitung betreiben ? Auch das Jubiläums-Brimbamborium ist albern. Als wäre vor 1990 nichts gewesen. Erinnert mich an so viele Wendehälse, deren Leben auch erst 1990 begann. Auch auf das ständige Geklingel der Kirchenglocken wie auf der Seite „Glaube und Welt“ (welcher Glaube, welche Welt ?) könnte ich gerne verzichten. Nichtsdestoweniger macht vor allem die Bernauer Redaktion eine ordentliche Arbeit und auch sonst mag ich das Blatt nicht missen.