web analytics

Landratswahl Uckermark 2010 – Die Ergebnisse der Stichwahl vom 14. März

Update 20:14 Uhr:
Endlich zieht der rbb nach und bestätigt, was wir hier eigentlich schon seit 20 Minuten wussten bzw. befürchteten. Die Direktwahl des Landrates ist auch in der Uckermark am Quorum gescheitert. Ganze 400 Stimmen sollen es in etwa gewesen sein, die Klemens Schmitz von einer erneuten Amtsübernahme trennten.
Da es heute noch andere Wahlen in Brandenburg gegeben hat nutze ich die Gelegenheit einige Zusatzinfos einzuarbeiten (Quelle: rbb). Der neue Bürgermeister von Frankfurt/Oder heißt Martin Wilke (parteilos/59,2% Stimmanteil), Werner Große (CDU) bleibt Stadtoberhaupt von Werder/Havel und auch in Erkner setzte sich mit Jochen Kirsch (SPD) der Amtsinhaber durch:
Templin wird zukünftig von Olaf Tabbert (LINKE/63,5%) angeführt und in Fürstenwalde gewann der parteilose Kandidat Ulrich Hengst (59,1%). Die Wähler der Gemeinde Woltersdorf „müssen nachsitzen“. Hier kommt es zur Stichwahl zwischen Wolfgang Höhne (parteilos/39,1 %) und Rainer Vogel (Grüne/21,1%).

Update 19:54 Uhr:
So es ist soweit. Die Wahlbeteiligung lag bei 29,1 % (31997 gültige Stimmen). Nach dem vorläufigen Endergebnis siegte Klemens Schmitz hauchdünn mit 50,8 % =16254 Stimmen. Für Roland Resch stimmten 15743 Uckermärker (49,2%). Wenn ich mich nicht total täusche bedingt die Enge des Ergebnisses, dass das Quorum minimal verfehlt wurde und der Landrat auch in diesem Fall vom Kreistag gewählt wird. Nach dem großen Engagement der Bürger , die die Direktwahl per Bürgerbegehren erstritten, wär das natürlich besonders bitter.


Update 19:48Uhr:
Jetzt kann es nicht mehr lange dauern aber noch ist Schweigen im Wald. Die geschätzten Kollegen von Zuhause in Brandenburg haben auf ihrer Seite schon mal eine kleine „Vorwahl“ durchgeführt.Hier führt Roland Resch mit 63 zu 37 %. Bei insgesamt 37 Stimmen kann allerdings nur bedingt von einer repräsentativen Umfrage sprechen.

Update 19:06 Uhr:
Nach Einschätzung des rbb ist mit den Zahlen wohl nicht vor 20:00 Uhr zu rechnen. Hier fand ich allerdings wenig erfreuliche Zwischenstände zur Wahlbeteiligung. Die soll am frühren Nachmittag bei nur  14 % gelegen haben.

Update 18:49 Uhr:

Habe ich das Mitteilungsbedürfnis der Kreisverwaltung überschätzt oder bin ich schlicht zu blöd zum Suchen? Jedenfalls ist auf der Kreis-Website derzeit nocht nichts von Zwischenergebnissen o.ä. zu finden. Wir bleiben dran und optimistisch.

Klemens Schmitz oder Roland Resch? Zwischen den beiden genannten Einzelbewerbern um das Landratsamt hatten unsere Uckermärker Nachbarn heute die Wahl . Da die Lokale erst vor ein paar Minuten geschlossen haben ist bis zu den ersten Ergebnissen wohl noch ein bisschen Zeit. Wir bemühen uns Euch an dieser Stelle möglichst schnell zu informieren.
Immerhin hatte der erste Wahldurchgang am 28.02.2010 mit 37,4 % eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ergeben als im barnim. Die Chancen, dass einer der Kandidaten das Quorum erfüllt stehen demnach nicht sooo schlecht.

Landratswahl Uckermark 2010 - Die Ergebnisse der Stichwahl vom 14. März auf Facebook teilen
Landratswahl Uckermark 2010 - Die Ergebnisse der Stichwahl vom 14. März auf Twitter teilen
Landratswahl Uckermark 2010 - Die Ergebnisse der Stichwahl vom 14. März auf Google Plus teilen

Ähnliche Artikel:

Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

6 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. über Inforadio kam gerade die Meldung Landratswahl Uckermark wegen zu geringer Wahlbeteiligung gescheitert
    Stand: Uhrzeit ca. 19-44 Uhr

  2. Ja, das Ergebnis der Wahl ist wirklich bitter. Vor allem weil es so knapp nicht gereicht hat. Wäre die Stimmenverteilung etwas eindeutiger gewesen, das Wetter etwas besser o.ä. hätte es klappen können. Nun geht auch in UM die Wahl wieder zurück an den Kreistag. Die Fraktionen hatten sich hier schon im Vorfeld auf den SPD Kandidaten Frank Bretsch geeinigt. Der wiederum ist bereits in der Vorrunde als Dritter ausgeschieden. Nun hat der Drittplatzierte doch noch die Chance als Sieger der Wahl hervorzugehen.
    Übrigens benötige ich dringend analytische Unterstützung. Was kann man davon halten, dass die Uckermärker sich nicht vorschreiben lassen wollen wer Landrat werden soll (erfolgreiche Bürgerinitiative), aber selbst nicht bereit sind ihn zu wählen (zu geringe Wahlbeteiligung). Was sagt, dass über die Möglichkeiten von Politik bzw. wie ist Legitimation und Demokratie unter solchen Umständen überhaupt möglich?

  3. @Ariane:
    Immerhin haben die Uckermärker die höchste Wahlbeteiligung einer Brandenburgischen Landrats-Stichwahl erreicht. In Oberspreewald-Lausitz, dem einzigen Kreis der sich eines direkt gewählten Landrates rühmen darf, gab es nur 27,2 %. Ausschlaggebend war offensichtlich wirklich diese „Primus inter pares“-Wahlergebnis zu Gunsten von Klemens Schmitz. Das jetzt die Diskussion über Sinn und Zweck der Direktwahl losgeht ist klar. Unser Brandenburger Innenminister stellte sich ja bereits Anfang Januar die Kostenfrage. Da die Landräte erstmalig direkt gewählt wurden und der Werbeaufwand vergleichsweise „homöopathisch war bin ich auf jeden Fall für einen weiteren Versuch. Ob man sich direkte Demokratie leisten will ist meines Erachtens weniger eine Kostenfrage als eine Frage des politischen Willens.

  4. nochmals @ Ariane:
    Wenn man jetzt einen Blick nach vorne wirft ist es wohl die spannenste Frage, ob es sich Eure Kreistagsabgeordneten nach diesem Ergebnis so einfach trauen „ihren Favoriten“ Frank Bretsch (SPD), der ja bereits im 1. Wahlgang ausschied, an der Bevölkerung „vorbeizuwinken“.
    Darf ich davon ausgehen, dass ihr in dieser Sache weiterhin öffentlich aktiv bleben werdet?

  5. Pingback: Blick über den Tellerrand: Landratswahl in der Uckermark am 19. Mai 2010 – Von Stefan Stahlbaum