Treberhilfe Brandenburg zwischen Expansionsplänen und der Angst vor den Folgen der Berliner „Maserati-Affäre“
Geschrieben von Stefan Stahlbaum in Vermischtes, Tags: Bernau, Eberswalde, Potsdam, 1.803 mal gelesenDie “Treberhilfe Brandenburg“ besteht jetzt seit einem gutem Jahr. Der als gGmbH organisierte Träger mit Geschäftstelle in Potsdam betreut und berät Wohnungslose bzw. von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen. Im Oktober 2009 wurde das Wohnprojekt Eberswalde eröffnet und auch in Bernau sollen demnächst Angebote ausgebaut werden. Entsprechend dieser Erweiterungspläne sucht die Treberhilfe aktuell Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter die in der Funktion von Regional-Koordinatoren und Fallmanagern an der Entwicklung der Arbeit mitwirken sollen.
Als Tochter der „Treberhilfe Berlin gGmbH“ sieht sich der Brandenburger „Ableger“ allerdings von den möglichen Folgen der Berliner„Maserati-Affäre“ bedroht (inhaltliche Quelle MAZ). Der Skandal um den noblen Dienstwagen des Geschäftsführers und weitere Erkenntnisse um dessen Arbeitsweise führte am Donnerstag zum Ausschluss aus dem Paritätischen Wohlfahrtsverband.Das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg leitete gestern ein entsprechendes Verfahren ein. Gegenüber dem Spiegel sagte eine Sprecherin:
„Wir stellen infrage, ob die Treberhilfe überhaupt noch ein gemeinnütziges Unternehmen ist und im Sinne der Satzung der Diakonie arbeitet(…)“.
Erst am Freitag legte Ex-Chef Harald Ehlert sein Amt nieder. Kurz zuvor hatten sich 120 Mitarbeiter von seinen Geschäftsgebaren distanziert und diesen Schritt gefordert. Die Senatsverwaltung für Soziales hat inzwischen Strafanzeige wegen des Verdachts der Veruntreuung öffentlicher Gelder gegen den „Freund schneller Autos“ eingeleitet. Die Beschäftigten befürchten demnach nicht ohne Grund die finanzielle Schieflage ihres Arbeitgebers und eine daraus resultierende Insolvenz.
Die Gewerkschaft Ver.di hingegen vermutet, nach Angaben der Märkischen Allgemeinen, dass
“die Gewinne des Sozialkonzerns (…) zum Teil aus der Ausbeutung der Beschäftigten stammen” könnten . Die Treberhilfe zahle 30 Prozent unter Tarif, sagt Stefan Thyroke von Verdi. Bei Auftragsmangel würde entsprechend weniger Geld gezahlt. Inzwischen sei aber ein Betriebsrat in Gründung, sagt Thyroke.”
Ähnliche Artikel:
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann lesen Sie unser RSS-Feed oder abonnieren Sie neue Artikel bequem per E-Mail. Vielen Dank!

Artikel (RSS)
[...] « Treberhilfe Brandenburg zwischen Expansionsplänen und der Angst vor den Folgen der Berliner „… Mrz 13 2010 [...]
Aktuelle Entwicklungen um die Berliner- und Brandenburger Treberhilfe beschreibt heute die Berliner Morgenpost.
Treberhilfe – bekommt die Berliner Verwaltung gar nichts mehr mit?…
Laut einem Spiegelbericht wurde es in der Treberhilfe noch erheblich doller getrieben, als bisher angenommen. Da ist von Einbauten in die Wohnung des Skandal-Geschäftsführers Ehlert in der Dienstvilla der Treberhilfe in Caputh in der Näh…