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Treberhilfe Brandenburg zwischen Expansionsplänen und der Angst vor den Folgen der Berliner „Maserati-Affäre“

Die „Treberhilfe Brandenburg“ besteht jetzt seit einem gutem Jahr. Der als gGmbH organisierte Träger mit Geschäftstelle in Potsdam betreut und berät Wohnungslose bzw. von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen. Im Oktober 2009 wurde das Wohnprojekt Eberswalde eröffnet und auch in Bernau sollen demnächst Angebote ausgebaut werden. Entsprechend dieser Erweiterungspläne sucht die Treberhilfe aktuell Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter die in der Funktion von Regional-Koordinatoren und Fallmanagern an der Entwicklung der Arbeit mitwirken sollen.

Als Tochter der „Treberhilfe Berlin gGmbH“ sieht sich der Brandenburger „Ableger“ allerdings von den möglichen Folgen der Berliner„Maserati-Affäre“ bedroht (inhaltliche Quelle MAZ). Der Skandal um den noblen Dienstwagen des Geschäftsführers und weitere Erkenntnisse um dessen Arbeitsweise führte am Donnerstag zum Ausschluss aus dem Paritätischen Wohlfahrtsverband.Das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg leitete gestern ein entsprechendes Verfahren ein. Gegenüber dem Spiegel sagte eine Sprecherin:

„Wir stellen infrage, ob die Treberhilfe überhaupt noch ein gemeinnütziges Unternehmen ist und im Sinne der Satzung der Diakonie arbeitet(…)“.


Erst am Freitag legte Ex-Chef Harald Ehlert sein Amt nieder. Kurz zuvor hatten sich 120 Mitarbeiter von seinen Geschäftsgebaren distanziert und diesen Schritt gefordert. Die Senatsverwaltung für Soziales hat inzwischen Strafanzeige wegen des Verdachts der Veruntreuung öffentlicher Gelder gegen den „Freund schneller Autos“ eingeleitet. Die Beschäftigten befürchten demnach nicht ohne Grund die finanzielle Schieflage ihres Arbeitgebers und eine daraus resultierende Insolvenz.

Die Gewerkschaft Ver.di hingegen vermutet, nach Angaben der Märkischen Allgemeinen, dass

„die Gewinne des Sozialkonzerns (…) zum Teil aus der Ausbeutung der Beschäftigten stammen“ könnten . Die Treberhilfe zahle 30 Prozent unter Tarif, sagt Stefan Thyroke von Verdi. Bei Auftragsmangel würde entsprechend weniger Geld gezahlt. Inzwischen sei aber ein Betriebsrat in Gründung, sagt Thyroke.“

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Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

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