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Es gibt Zusammenhänge, über die denkt man nicht so einfach nach. Natürlich habe ich, obwohl grundsätzlich lebensbejahend, schon den einen oder andere Gedanken zu meiner unausweichlichen Sterblichkeit gewälzt. Was dann aus meinem Facebook-Profil wird kam in den Überlegungen nicht vor.
Das die “relative Unsterblichkeit” von Internet-Daten zum Problem für Hinterbliebene werden kann verdeutlichte die Märkische Oderzeitung gestern am Beispiel der Schwedin Sunniva Geertinger. Als sich deren Freund vor einiger Zeit das Leben  nahm fühlte sie sich über mehrere Wochen wie “von einem Gespenst verfolgt” , denn aktuelle Grüße von Online-Freunden und private Fotos waren scheinbar unauslöschbar in das digitale  Gedächtnis eingemeißelt. Es brauchte etliche Wochen und diverse Email-Wechsel um das zu ändern.

“Wir löschen keine interaktiven Daten” ließ Facebook-Sprachrohr Elizabeth Linder nach MOZ-Angaben verlauten.

“…in einem bestätigten Todesfall werde ein Profil in einen “Gedenk-Status” (…) versetzt. Dabei werden Kontaktinfo, Status-Updates und Gruppenmitgliedschaften gelöscht. Das Profil selbst bleibt aber weiter zugänglich und Online-Freunde können weiter auf die “Wall” eines verstorbenen Mitglieds schreiben.”


Ein schwedisches Unternehmen bietet inzwischen eine Art “digitale Nachlassverwaltung” an.

“Mit “My Webwill” (Mein Web-Testament) soll es möglich werden, für den Todesfall zu bestimmen, was mit den Profilen in den soegenannten Sozialen Netzwerken geschehen soll. Der neue Dienst will Anfang 2010 in Schweden un den USA starten. Deutschland und Großbritannien sollen schon bald folgen.”

Über die Preisvorstellungen der skandinavischen “Startupper” weiß ANDERS/denken.at zu berichten:

“Das “Freemium” Geschäftsmodell hat 2 Preisstufen: Bei der kostenlosen Version werden alle zuvor definierten Profile in Social Networks gelöscht. Für 30 Dollar jährlich oder 200 Dollar einmalig erhalten Freunde und Kontakte eine letzte Abschiedsnachricht und/oder ein letztes Foto.”

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