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Ihrke-Witze zur Landratswahl

Die aktuelle Landratswahl liefert, man glaubt es kaum, Stoff für politische Witze.

So erzählt man in Eberswalde, der amtierende Landrat habe sich nach seinem Scheitern im ersten Anlauf, dem Rat seines Medienberaters folgend, mit bunten Diamanten (schwarz, rosa, gelb und grün) den Schriftzug „Ihre Wahl“ aufs Gebiß kleben lassen. So zeigt er dem wahlunwilligen Wahlvolk dauergrinsend die Zähne.

Der Witz wird schon in mehreren Varianten erzählt:

Manche fügen hinzu, die Kämmerei des Landkreises habe es abgelehnt, die Kosten für die Zahnkosmetik aus dem Fond für Wahlinformation zu bezahlen, da es sich bei der Modifikation von Ihrkes Slogan zweifellos um eine kandidatenbezogene Werbemaßnahme handle.

Andere  erzählen:

Der Dentist habe dem Landrat „Ihrke Abwahl“ auf die Zähne geklebt.

Die jüngste Variante lautet:

Als der Zahnarzt gerade „Ihrke“ aufgeklebt hatte, erhielt er einen dringenden Anruf seines Vermögensberaters und bat deshalb die Praktikantin, die bei ihm zum Nulltarif arbeitete, die zahnkosmetische Maßnahme abzuschließen. Seitdem lächelt dem Wahlvolk strahlend „Ihrke Kwahl“ entgegen.

Unklar ist, ob die Praktikantin durch die Rechtschreibreform verunsichert zu dieser Neuschreibung angeregt worden ist oder diese Fassung von Ihrkes Slogan schon draußen auf den Plakaten gesehen hatte. Spaßvögel gibt es überall.

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Veröffentlicht von

Hartmut Lindner lebt als (Un)Ruheständler in Berlin und Senftenhütte. Bis 2006 arbeitete er als Lehrer für Deutsch, Geschichte und Politische Weltkunde in Berlin. 1993 kam er als Wochenendler nach Senftenhütte, einem idyllischen Ort auf dem Endmoränenbogen. Er engagiert sich in der Bürgerinitiative Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat und lokalen Initiativen, vor allem dem Keramikhütte e.V. in Senftenhütte und ist seit Jahren begeisterter Leser der Barnimer Bürgerpost.

20 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Das ist geschmacklos, was Sie hier betreiben, Herr Lindner! In der Rubrik „Politik“ oder „Vermischtes“ hat das nichts zu suchen. Damit haben Sie aus meiner Sicht eine Grenze überschritten.
    Wenden Sie sich doch besser mit gleicher Leidenschaft der 380-kV-Leitung zu anstatt hier den „Wahlkampf“ von Margitta Mächtig zu flankieren und Bodo Ihrke hier zu diffamieren.

  2. Also ich finde das einfach nur peinlich. Mit so kindischen Mitteln jemanden ins lächerliche zu ziehen. Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen, dass das diffamierende Wirkung hat. Eigentlich müsste man diesen Beitrag löschen. Aber ich denke, dass hier die Blogger mal wieder zusammenhalten.

  3. Auweia, auweia, da wird von den Ihrke-Getreuen wieder Blut und Galle gespuckt!
    Ehrlich gesagt, ich finde den Beitrag recht harmlos. Vielleicht sollten wir mal wirklich richtig bissig-böswillige Witze machen. Hartmut, laß Dich also bloß nicht ins Bockshorn jagen!
    @Sven Kosanke:
    Beitrag löschen???? Ich weiß nicht, ob Du schon mal was von politischer Satire gehört hast und inwieweit bei Dir als aufrechter (Sozial)demokrat das Recht auf Meinungsfreiheit verankert ist. Peinlich ist hier eher Deine diesbezügliche Empörung.

  4. @Hartmut Lindner Wenn das absichtlich war, den Post in dieser Rubrik zu veröffentlichen, finde ich das ziemlich albern. Es gibt ja nun mal die Rubrik „Achtung, Satire!“ in diesem Blog. Aber vielleicht war es ja auch nur ein Versehen des Autors? Das liesse sich ja einfach korrigieren. Und dann könnte man auch sagen, dass sich Bundespolitiker in Satiremagazinen einiges mehr als das anhören müssen (und meistens gute Miene dazu machen).

  5. Mein lieber Herr Steiner (Verzeihung Dr. Steiner), Sie als Stereotyp eines Demokrat sollten jedoch auch wissen, dass auch ich nur meine Meiung frei geäußert habe. Sie würden es bestimmt auch nicht gerade gutheißen, wenn einer dieser „Witze“ über Sie gemacht wird. Desweiteren sollte dieser Beitrag gelöscht werden, weil dies in meinen Augen eine Diffamierung ist und diese im Barnim Blog nichts zu suchen hat.

  6. @all: Ich halte es auch lediglich für einen peinlichen Versuch witzig zu sein, um jemanden lächerlich zu machen. Nur dumm, dass es weder orginell noch witzig ist.

  7. @Sven Kosanke
    Ob ich es gutheißen würde oder nicht, wenn man Witze über mich machen würde, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle. Trotzdem würde ich nicht dazu aufrufen, Pressebeiträge zu löschen und damit Zensur zu üben. Ich möchte nur daran erinnern, dass es in Deutschland mal einen unsäglichen 10. Mai 1933 gab.

  8. Herr Doktor, Sie raffen es wohl nicht und ziehen nun die „Nazi-Karte“: der Artikel von HL ist kein „Pressebeitrag“!
    Mag sein, dass es, besonders hier im Blog, Menschen im Barnim gibt, die mit der politischen Arbeit von Landrat Bodo Ihrke unzufrieden sind aber eine Person persönlich und öffentlich so zu diskreditieren ist weder fair noch für die politische Auseinandersetzung hilfreich.

  9. @all
    Für Hartmut Lindner scheint die Veröffentlichung tatsächlich in der falschen Kategorie stattgefunden zu haben. Vielen Dank für die Korrektur. Deswegen hab ich zwar trotzdem nicht gelacht. Aber die „Mohammed-Karikaturen“ waren ja nun auch nicht soo lustig. Als Satire kann ich das aber akzeptieren. Verbieten wäre da definitiv nicht der richtige Weg.

    @Dr. Steiner
    Ich weiß ja ehrlich nicht, was zwischen Ihnen und Ihrer ehemaligen Partei vorgefallen ist, aber wer nicht in der Lage ist, im richtigen Augenblick dem Gegner auch mal die Hand zu reichen, hat wohl echt eine Profilneurose. Gerade Sie als Blogmitbetreiber hätten Hartmut Lindner doch auf die falsche Kategorie-Wahl ansprechen können. Ist das so schwer?

  10. @Dr. Steiner
    Mittlerweile verweigern Sie ja jegliche Antwort auf an Sie gerichtete Kritik. Das finde ich schade. Wie war das noch gleich mit dem Glashaus? Ein Schritt zurück ist für Sie keine Option?

  11. Peniliche, schnell selbst ausgedachte Witze, kann man zur Not auch als Polit-Satire durchgehen lassen wenn man damit Wahlmisserfolge besser verschmerzen kann.
    Die braucht man dann auch nicht löschen Sven, weil sie stehen ja dann für sich.
    Im Übrigen ist es bezeichnend wie Bodo Ihrke als der Wahl-Oberverlierer hingestellt wird, dabei hatte er doch die meisten Stimmen und damit ca. 12% mehr als Frau Mächtig.

  12. @Florian Görner, Andreas Gläßer & all: Ich bin ebenso entsetzt wie Sie über diese schlechten „Witze“. Geschmacklos und peinlich, in der Tat.

  13. Die Kommentarspalte des Barnimblogs ist ein echter Gourmettempel. Literarische Feinschmecker, wohin man nur schaut. Gelegentlich auch schmallippige Verfechter des „guten Geschmacks“, die die spezifische Würzmischung meines Textes nicht goutieren.
    Deshalb mal ein Blick ins Kochbuch – obwohl es immer mißlich ist, wenn man einen Witz erklären muß.
    Es geht um Stoff für politische Witze, den die Landratswahl liefert. Es wird berichtet, was in Eberswalde „so erzählt“ wird. Leute, erzählt wird viel, nicht alles ist wahr. Wir befinden uns im Reich der Fiktion. Der Erzähler des Witzes bleibt auf Distanz. Er bietet sogar verschiedene Varianten an.
    Er behauptet nicht, der Landrat habe sich der im Witz dargestellten zahntechnischen Prozedur unterzogen. Er sagt nur, so etwas werde erzählt.

    Der erzählte Witz nimmt einen (realen) Wahlsologan des Kandidaten Ihrke aufs Korn, der wegen des in ihm enthaltenen Wortspiels „Ihrke Wahl /Ihre Wahl“ die Aufmerksamkeit des Publikums gefunden hat. Diese bemerkenswerte Formulierung ist sehr vielschichtig und unterscheidet sich dadurch von den üblichen Wahlaufrufen:“Wählt XY!“ oder „XY wählen!“, indem sie zu diesem Appell noch die Dimension der freien Wahl („Ihre Wahl“) hinzufügt. Kurz:
    Freie oder Ihre Wahl ist Ihrke-Wahl.
    Ein bemerkenswertes Verständnis von freien Wahlen, das hier transportiert wird, zumal der Eberswalder, aber auch der Barnimer weiß, daß man den vollmundigen Kandidaten zur Wahl tragen mußte.
    Dem „wahlunwilligen Wahlvolk“ (der Souverän Volk erscheint hier nur als Wahlvolk), an dem der Kandidat im ersten Wahlgang gescheitert ist (der Sieger geht leer aus, Hemingway), zeigt er jetzt – nach dem erzählten zahntechnischen Eingriff – dauergrinsend die Zähne. Vielleicht als stummer Kommentar zum ersten Wahlgang?
    Das von den Feinschmeckern vielleicht als degoutant empfundene „Dauergrinsen“ ergibt sich als Folge des zahntechnischen Eingriffs, denn die Leute sollen ja den Schriftzug lesen:“Ihre Wahl“.
    Sie kennen das Plakat des Kandidaten?

    Kommen wir zu den Varianten, das Menü hat mehere Gänge:
    Ich übergehe den „Bericht“ über das korrekte Verhalten der Kämmerei – vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere an die Kontroverse um die Finanzierung der Wahlinformation – und komme auf die weiteren Varianten zu sprechen.
    Der Slogan „Ih(r)ke Wahl“ erweist sich als störanfällig, legt er doch einige Assoziationen nahe:
    die „Abwahl“, als mögliches Resultat freier Wahlen und die sprichwörtliche „Qual“ (im falschen Neuschrieb „Kwahl“), die nicht nur der Wähler (der die Wahl hat), sondern auch der Kandidat erduldet. Fragen Sie doch einmal den Herrn Ihrke nach den Qualen, die er in dieser Wahlperiode durchgestanden hat!

    Ach so, Sie finden es unappetitlich, einen Wahlslogan auf die Zähne zu kleben?
    Sie waren schon lange nicht mehr in der Disco. Diamanten auf den Zähnen sind in, zugegeben nicht gerade in Ihrkes (und meiner) Generation. Aber es gibt auch noch Jungwähler. Ein etwas hipper Medienberater/Kommunikationsberater oder PR-Agent hat einst einem nicht weniger hippen Kanzlerkandidaten geraten, sich goldene 18% auf die Schuhsohlen zu kleben. In jeder Talkshow strahlten sie dem Gebührenzahler entgegen.

    Kurz, es geht nicht um den Herrn Ihrke, sondern um eine bestimmte Wahlwerbung und ich sage es frei heraus um ein zynisches Verhältnis zu freien Wahlen. Es geht um Medienberatung statt politischer Aufklärung und politischer Auseinandersetzung.
    Und da wundere ich mich schon über manche Geschmacksverirrung, denn Freunde, auch ich gehöre zu den Feinschmeckern und habe nichts gegen guten Geschmack und gute politische Küche.
    Ich lade Sie ein, sich das Menü noch einmal auf der Zunge zergehen zu lassen und den Nuancen nachzuschmecken.

    Andreas Glässer:
    Weshalb habe ich den Text bewußt „falsch“ rubriziert?
    Ist die Rubrik „Achtung, Satire!“ im Blog wirklich angebracht? Ist das nicht etwas zuviel Fürsorge gegenüber dem Leser? Weshalb muß er vor der Satire gewarnt werden? Wird ein Text nicht entwertet, wenn er so eingeordnet wird?
    Satire? „Das ist wohl nicht so gemeint?“ – So nicht, die Sache ist viel ernster!
    Der Leser erkennt die Satire – meist. (Der Staatsanwalt braucht häufig ein Gutachten eines Germanisten.)
    Gehört es nicht auch zu der Freiheit des Autors zu entscheiden, in welcher Rubrik er seinen Text veröffentlicht? Ich habe in diesem Fall „Vermischtes“ gewählt, weil es um einen unterhaltsamen Text geht, „Politik“, weil es um politische Witze geht.

  14. also richtig peinlich wird es, wenn man die vermeintliche pointe eines witzes erklären muss. Aber vielleicht verstehen wir diesen „subtilen” humor ja bloß nicht. Natürlich! Aber auch beim nachschmecken bleibts fade.

  15. Hartmut, ich glaube nicht, dass du auch nur einen Kommunikationsberater oder PR-Berater persönlich kennst. Sonst würdest du nicht versuchen, diesen (in der Regel) Fachleuten zu unterstellen, dass sie Guido Westerwelle das 18%-Ziel der FDP unter die Sohlen geklebt hätten.

    Man mag über Ihrkes komischen Slogan und seine Wahlkampagne denken wie man will. Was bleibt: 1. Die Kampagne hat viel Geld des Steuerzahlers gekostet. 2. Viele Einige haben daran gut verdient. 3. Gebracht hat es nichts.

  16. Ich bitte Euch darum, folgendes als „heiliges Gut“ des Barnim-Blogs hochzuhalten:
    Freiheit für die Autoren, auf Grundlage des Gesetzes alles publizieren zu können, was sie wollen und in die Rubrik einzuordnen, die sie für richtig erachten.

    Und ich bitte um weniger Kleinlichkeiten.

  17. @H. Lindner
    Gute politische Satire trifft den Adressaten aus meiner Sicht wesentlich besser, als Sie es darstellen wollen. Wenn ich mir im ZDF „Neues aus der Anstalt“, eines meiner Lieblingssatire-Formate, anschaue, kann ich lachen und bin mir sicher, dass die Kritik auch an entsprechender Stelle ausgewertet wird. Eigentlich müssten Satiriker, die ihre Satire nicht in irgendeiner Art und Weise kennzeichnen (z.B. durch die Rubrik in diesem Blog) sogar befürchten, dass der Betroffene sie rechtlich belangt. Denn dann könnte man hinter dem Geschriebenen ja Unterstellungen vermuten.
    Für mich persönlich hat eine „Satirekennzeichnung“ eindeutig den Vorteil einer Narrenkappe: Man tut seine Meinung mit einiger Überspitzung kund und bleibt doch immun.
    Wenn Sie sich streiten wollen, sollten Sie sich nicht über Ihren Gegner lustig machen, das würden Sie im Gegenzug wahrscheinlich auch von ihm verlangen, oder?