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Endspurt – Landratswahl Barnim am 10. Januar 2010 – Termine und Veranstaltungen der Kandidaten

Endspurt! Am Sonntag bestimmen wir Barnimer Wähler zum ersten Mal unseren Landrat/unsere Landrätin selbst. Noch ist aber ein bißchen Zeit sich über die Kandidaten, ihre Ziele und Vorstellungen zu informieren.

Dr. Frank Valentin (BVB/Freie Wähler) hat auf seinem Blog eine ganze Reihe von Terminen bekannt gegeben die ich hier, der Einfachheit halber, mal übernehme:

* 04.01. Interview mit Antenne Brandenburg (Freitag zwischen 14 und 17 Uhr auf 90,2 MHz oder Livestream im Internet- mit Windows Media Player))
* 05.01. 10.00 Uhr: Infostand in Eberswalde(Einkaufszentrum „Kleiner Stern“ in Finow)
* 07.01. 10.00 Uhr: Infostand in Bernau, Marktplatz
* 07.01. Interview für rbb-Fernsehen, Sendetermin 19:30 Uhr in „rbb aktuell“
* 07.01. 18.30 Uhr: Kandidatenforum in Wandlitz, Restaurant Goldener Löwe
* 09.01. 10.00 Uhr: Infostand in Bernau, Bahnhofspassage
* 10.01. 17.00 Uhr: Wahlfeier in Bernau, Zahnklinik

Wer Margitta Mächtig (Die LINKE) treffen bzw. befragen möchte hat z.B. morgen Abend ab 19 Uhr im Ratssaal der Gemeinde Panketal (Schönower Straße 105, 16341 Panketal) die Gelegenheit.
Ihren sonstigen Terminkalender, mit vielen „landratsrelevanten Dates“ findet ihr hier.

Amtsinhaber Bodo Ihrke (SPD) gibt sich auf seiner Website etwas „zurückhaltender“. Natürlich wird auch er am 07.01.210 zum Kandidatenforum in den „Goldenen Löwen“ (Wandlitz) kommen. Ansonsten gibt es nur noch einen Hinweis auf den „Tag der offenenen Tür-Deponie Ostende“ (09.01.2009, 10:00 Uhr – 12:30 Uhr, Ostender Höhen 70/Eberswald), sowie den Wahltermin.

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21 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Zu „Endspurt! Am Sonntag bestimmen wir Barnimer Wähler zum ersten Mal unseren Landrat/unsere Landrätin selbst.“:

    Wenn man unsere auf der Wahl von Volksvertretern basierende Demokratie ernst nimmt, ist diese Aussage nicht richtig, denn dann haben wir eigentlich immer schon (seit Einführung des Amtes) unseren Landrat selbst gewählt, wenn auch indirekt. Aber das ist „alles eine Frage der Maßstäbe“, wie Frau Mächtig sagen würde.

  2. @ Andreas:
    „Selbst“ steht in diesem Fall eigentlich „für sich selbst“, denn bei der Landratswahl 2010 gebe ich eigenhändig (und direkt) meine Stimme ab. Ich finde das in diesem Fall unverändert sehr positiv bzw. wichtig und wüsste nicht, was das mit „mangelndem Respekt“ vor der Demokratie zu tun haben sollte.
    Bedeutet das übrigens für Dich im Umkehrschluss, dass Gegner der Direktwahl (von denen es ja auch im Barnim nicht grade wenige gab/gibt) besonders aufrechte Demokraten sind?

  3. @Stefan
    „Mangelnder Respekt“ hab ich auch nicht geschrieben. Ich sprach von „Demokratie ernst nehmen“, das ist in diesem Zusammenhang ein Unterschied. Ich spreche davon, dass in vielen Teilen unserer Gesellschaft eine sehr seltsame Wahlmoral herrscht: Ganz zu schweigen von denen, die gar nicht zur Wahl gehen, gibt es viel zu viele, die sich vor ihrem Urnengang kaum Zeit zum Kennenlernen der von ihnen favorisierten Volksvertreter nehmen (wie auch immer man das anstellt). Ich behaupte: Würden die Menschen mit mehr Bedacht zur Wahl ihrer Volksvertreter schreiten, würde man solche Direktwahlen kaum brauchen.
    Grundsätzlich maße ich mir nicht an, aufrechte Demokraten lokalisieren zu können. Du weißt selbst, dass es viele unterschiedliche Formen der Demokratieausübung gibt, unsere ist nur eine davon. Ich sage ganz offen, dass es Situationen gibt, wie kürzlich z.b. beim Minarettbauverbot in der Schweiz, in der mir die Idee vom direkt mitbestimmenden Volk sehr unheimlich wird. Stell Dir vor, man ließe die Deutschen zur Wiedereinführung der Todesstrafe (z.B. für „Kinderschänder“) abstimmen – ein Ergebnis, dass man als ‚aufrechter‘ Demokrat fürchten sollte…
    Nichts desto trotz freue ich mich über die Direktwahl der Landrätin/ des Landrates im Barnim, wer immer das Rennen machen wird.

  4. @Andreas Gläßer
    Mir ist das Minarettverbot in der Schweiz keineswegs unheimlich. Es ist eine ganz und gar demokratische Entscheidung, die ich voll und ganz respektiere und unterstütze.
    Welche Art von Volksvertreter stehen denn üblicherweise zur Wahl? Doch zumeist die hochgedienten und angepassten Aktenkofferträger der Parteien. Hat das Volk damit wirklich die Wahl?

  5. Morgen berichtet dann auch die MOZ über die „finalen Wahlkampfaktivitäten“ der LandratskandidatInnen.
    Eine interessante Zusatzinformation bietet der Artikel aber doch:
    Für den „unterpräsentierten“ Amtsinhaber Bodo Ihrke werben Panketaler Sozial- und Christdemokraten demnächst zusammen an den S-Bahnhöfen. Soviel Harmonie ist fast irritierend.

  6. @Dr. Andreas Steiner
    1. kann ich mir nicht vorstellen, dass Sie sich selbst als „hochgedienten und angepassten Aktenkofferträger der Parteien“ bezeichnen wollen. Auch Sie sind Volksvertreter. Ich finde das wirklich seltsam, wie Sie immer mit dem Zeigefinger auf andere zeigen. Sind Sie der Meinung, dass z.B. die anderen Eberswalder Stadtverordneten in erster Linie „hochgediente und angepasste Aktenkofferträger der Parteien“ sind? Das würde ich dann sehr arrogant nennen. (Gern würde ich mir in dem Zusammenhang auch den Begriff „hochgedient“ etwas näher erläutern lassen, das klingt mir doch ein wenig nach ‚elitärem Dünkel‘. Ich weiß ja nicht, wie Sie damals zur SPD gekommen sind.)

    2. Natürlich hat man immer die Wahl! Wenn einem die angetretenen Kandidaten absolut nicht passen, muss man selbst aktiv werden und Alternativen organisieren oder besser noch: selbst antreten. Sie sind doch das lebende Beispiel.

    Letztens, mit Bezug auf meinen vorherigen Kommentar: Es gab ja schon mehrfach Umfragen zum Thema „Wiedereinführung der Todesstrafe in Deutschland“ – teilweise mit erschreckenden Ergebnissen. Wenn Sie also den Schweizer Volksentscheid zum Minarettbauverbot als demokratische Entscheidung respektieren und unterstützen, würden Sie einen Volksentscheid in Deutschland zum obigen Thema dann auch unterstützen?

  7. Herr Gläßer, eine Diskussion zur „Wiedereinführung der Todesstrafe“ ist überflüssig. Selbst wenn es das Instrumentarium eines Volksentscheides in Deutschland geben würde, stände dies nicht zur Disposition im Hinblick auf die Art. 102 GG und 1 Abs. 1 GG.

  8. @Dr. Steiner
    Na da machen Sie es sich aber jetzt leicht.
    Das diese Frage real bei uns nicht per Volksentscheid abgestimmt werden kann, ist mir klar. Aber Sie stimmten in Ihrem Kommentar den Schweizern hinsichtlich einer aus meiner Sicht verheerenden Entscheidung zu. In Deutschland ist das auch sehr hitzig diskutiert worden. Ich kritisiere die falsche Moral an der Entscheidung der Schweizer und würde sie persönlich darum nicht unterstützen können, direkte Demokratie hin oder her. Und da Sie sich in dem Fall eine Meinung gebildet haben, habe ich mich gefragt, ob Sie einen (von mir aus auch schweizerischen) Volksentscheid zum Thema Todesstrafe denn auch unterstützen würden, nur weil die Mehrheit des Volkes dafür stimmt.
    Mir geht es nicht darum, in welchem Land das stattfindet, sondern welche Moral dahinter steckt. Ich bin eben nicht der Meinung, dass die Mehrheit des Volkes immer Recht hat, zumal es für halbwegs clevere Marketingstrategen mit Hilfe von modernen Medien sehr leicht ist, Meinungen zu beeinflussen.

  9. Nachtrag @ Dr Steiner
    Und wenn es das I n strumentarium Volksabstimmung in Deutschland gäbe, könnte es ja genau Sinn und Zweck einer solchen sein, Art. 102 GG aufzuheben und die Todesstrafe wieder einzuführen. Denn auch Gesetze werden in der Schweizer Demokratie auf die Art und Weise abgestimmt. Selbst wenn die Gesetze nicht für ein obligatorisches referendum frei sind, so unterliegen sie doch dem fakultativen Referendum und können mit der entsprechenden Anzahl von Unterschriften zur Volksabstimmung gebracht werden. Hier zum Nachlesen.

  10. Nach CDU und FDP haben nun auch Die Grünen die Katze aus dem Sack gelassen.
    Zitat vom Sprecher des Kreisverbandes: „Von den zur Wahl stehenden
    Personen hält die Mehrheit der grünen Mitglieder und Sympathisanten den
    derzeitigen Amtsinhaber Bodo Ihrke für am besten geeignet für diese
    Aufgabe. Deshalb unterstützt der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen die Kandidatur Ihrkes.
    Der Entscheidung vorausgegangen war eine öffentliche Kandidatenrunde mit allen drei Bewerbern in Bernau und eine ausführliche Diskussion mit Bodo Ihrke im Rahmen einer Mitgliederversammlung der Grünen.“

    Woher nehmen Die Grünen ihre Zuversicht, „dass der Landrat zukünftig verstärkt auf Bürgerbeteiligung und transparente Politik setzt“, wenn ihm das seit 20 Jahren nicht gelungen ist???

    Auch die FDP hatte ihre Einzelveranstaltung mit Herrn Ihrke und die CDU schon vorher ihren Posten. Nun folgen also Die Grünen ganz demokratisch. Riecht da irgendwas? Wir werden es hinterher erfahren.
    Aber egal – Hauptsache gemeinsam gegen LINKS, da muß man doch Flagge zeigen. Vielleicht gelingt so irgendwann auch im Barnim mal schwarz-gelb, in der Bundespolitik hat das ja nach einigen Jahren ganz gut geklappt.
    Machen wir also weiter wie bisher, mit Postenschacherei und Klüngelei, mit der Nutzung fremder Ideen zur Eigenwerbung, der Konzentration auf Eberswalde, mangelnder Transparenz usw.

    Wozu stehen da oben eigentlich noch Termine?

  11. @ F. Müller
    Sehen Sie es doch einfach als Audruck einer demokratischen Entscheidung der Partei Bündnis90/ Die Grünen und verschen Sie doch nicht diesen Beschluss der Parteimitglieder durch Mutmaßungen und Unterstellungen zu diskreditieren.
    Ich kann Ihnen da nur mangelndes Demokratieverständnis attestieren.

    Bodo Ihrke ist seit 1993 Landrat im Barnim. Die Vorwürfe Postenschacherei, Klüngelei, Konzentration auf Eberswalde, Nutzung fremder Ideen (??) sind nicht-belgebare Vorwürfe, die Sie hier in den Raum stellen und die an keiner Stelle belegt sind. Wenn ja, dann klären Sie mich und andere bitte auf.

    Vergessen Sie nicht: am Sonntag ist nicht die Abwahl von Landrat Ihrke, wie das vielerorts initiiert wurde, sondern die erste direkte Abstimmung über den zukünftigen Landrat im Barnim. Also halten Sie uns hier nicht zum Narren.

  12. @Frank Müller:
    „Gerüche“ aus einer demokratisch zustande gekommenden Mehrheitsentscheidung herauszuinterpretieren setzt schon ein gehöriges Maß an Phantasie voraus. Eine Koalition von „LINKS-Feinden“ aus dieser Entscheidung herauszuinterpretieren ebenfalls. Letztere Interpretation ist sogar vor dem Hintergrund der grünen Unterstützung des linken Bürgermeisterkandidaten Lutz Kupitz in Bernau mit einem gehörigen Maß an Vergesslichkeit des Autors dieses Kommentars gewürzt.
    Ich darf daran erinnern, daß der grüne Regionalverband Niederbarnim eine öffentliche Mitgliederversammlung einzig mit Lutz Kupitz abgehalten hatte und auch dafür – wie auch für seine Unterstützung – gute Gründe hatte!
    Ich meine, daß das Niveau der Auseinandersetzung durch derartige Kommentare zu billig wird und in die Richtung einer selbstmitleidgeschwängerten Propaganda abdriftet, welche der Anhängerschaft einer sich selbst vorgeblich zu demokratischen Gepflogenheiten bekennenden Partei unwürdig ist.

  13. @Thomas Dyhr: Aber Ihr Kaktus ist wirklich sehr schön ;-) Nochmals vielen Dank. Und noch kann jeder Wähler – ob blau, grün, rot, rosa oder schwarz- selbst entscheiden, wen er wählt. Vielleicht bricht ja auch ein ganz bestimmter Kandidat noch den Rekord von E. Honecker vom Frühjahr 1989. Damals war der anläßlich der Eröffnung der Leipziger Frühjahrsmesse mit 26 Fotos im „Neuen Deutschland“ zu finden. Da besteht noch Aufholebedarf ! Solche Rekordversuche kommen unheimlich gut bei den Wählerinnen und Wählern an, wie mir der Souverän gestern in Eberswalde bestätigt hat :-)) (Spaß aus)

  14. Und noch etwas Ernsthaftes: Da ich nicht so viele und nicht so große Fotos von mir habe, kann man mich morgen am Donnerstag von 10 bis 13 Uhr auf dem Bernauer Marktplatz sehen, sprechen und auch anfassen. Das rbb-Regionalfernsehen kommt gegen 12 Uhr dazu. Bis morgen.

  15. @ R.Frank:

    Sie können mir gar nichts attestieren, weil Sie mich nicht kennen. Ich akzeptiere die Entscheidung der Grünen sehr wohl. Aber eine eigene Meinung werde ich ja wohl haben dürfen. Und wenn jemand eine Person empfiehlt, die er bisher ständig kritisiert hat, dann frage ich mich schon nach den Gründen.

    Über die Vorwürfe ist – nicht nur hier – bereits hinlänglich diskutiert worden. Ich möchte mir die Wiederholungen sparen.

    Was Sie mit Ihrem letzten Absatz meinen, kann ich nicht nachvollziehen.

  16. @ Thomas Dyhr:

    Da wurde ständig eine Person kritisiert und nachdem Die Grünen eine einzige Veranstaltung eben nur mit dieser Person hatten, empfehlen sie diese nun plötzlich zur Wahl.
    Da wurden andere kritisiert, wegen der Gründe, aus denen sie die bewußte Person unterstützen, nun schließen sich Die Grünen genau jenen bei der Unterstützung der Person an.
    Da soll man sich nicht wundern? Insofern habe ich absichtlich nur eine Frage formuliert und keine Interpretation vorgenommen.
    Sie haben auch meine Frage nicht beantwortet: „Woher nehmen Die Grünen ihre Zuversicht, “dass der Landrat zukünftig verstärkt auf Bürgerbeteiligung und transparente Politik setzt”, wenn ihm das seit 20 Jahren nicht gelungen ist?“ Welche konkreten „guten Gründe“ führen Die Grünen zu der Einschätzung, daß Herr Ihrke besser geeignet ist, als die beiden anderen Kandidaten?
    Sie führen keine Argumente an, werfen aber mir Propaganda vor. Ihre persönlichen Angriffe dürften dem von Ihnen angesprochenen Niveau auch nicht gerade zuträglich sein.
    Meine persönliche Meinung basiert nicht nur auf der letzten Entscheidung der Grünen zur Unterstützung Herrn Ihrkes, die ich sehr wohl demokratisch akzeptiere, sondern auf vielen Entscheidungen und Abstimmungen der vergangenen Jahre sowohl in der Kommunal- als auch in der Bundespolitik, wobei ich selbstverständlich bestimmte Ausnahmen nicht vergesse. Daher ist es einfach unredlich, mir Unwürdigkeit hinsichtlich meines Verständnisses von demokratischen Gepflogenheiten vorzuwerfen. Auf keinen Fall maße ich mir jedoch an, Maßstab zu sein.
    Und auch wenn da jetzt wieder die „Selbstmitleid-Keule“ geschwungen werden sollte, Maßstäbe hinsichtlich demokratischer Gepflogenheiten haben wiedereinmal – von hervorzuhebenden Ausnahmen abgesehen – trotz persönlicher Einladungen, führende Vertreter ihrer Parteien auf dem Neujahrsempfang DER LINKEN zum Ausdruck gebracht.

  17. Barnimer Kunstübung – Des Kaisers neue Kleider

    Auf den letzten Drücker gewinnt die Inszenierung des Stücks “Des Kaisers neue Kleider” richtig Schmiß. Die Besetzung ist jetzt komplett.
    Ihrke spielt den Kaiser, das stand nie in Zweifel. Und weil er so groß und mächtig ist, hat er nicht nur einen Gewandschneider in seinen Diensten, sondern eine Großschneiderei mit vielen Abteilungen – für jede Farbe eine – also eine schwarze, eine gelbe, eine grüne und einen rosarote – nur eine richtig rote fehlt. Rot mag Ihrke nicht, das steht ihm nicht, ist ihm zu knallig, er liebt es lieber gedeckt.

    Bei der Präsentation der neuen Kleider ruft Dr. Valentin, der eine gute Nase hat: ”Bitte lüften!” Die Luft im Saal ist wirklich schon sehr stickig, denn es sind viele gekommen: die Hofschranzen, die Gewandschneider, die Finanziers und manche Untertanen. Aber gelüftet wird bei diesen Temperaturen nicht.
    “Ah, oh – wie großartig, wie grün, wie gelb, wie schwarz, ja tiefschwarz und rosarotrosa!”, hallt es begeistert von allen Seiten.
    Da ruft Margitta Mächtig, die die Rolle des kleinen Mädchens übernommen hat, in den rauschenden Applaus: “Der Kaiser ist nackt!”
    Anders aber als im Märchen endet das Stück im Barnim mit dem empörten Ruf der Hofschranzen und Gäste:
    “So eine Unverschämtheit, was bildet die sich ein, will sich hier einmischen. Unverschämt!”

    Allerdings wissen wir nicht, ob das Publikum diesen Schluß akzeptiert. Es könnte schon sein, daß sich im Publikum Sprechchöre bilden: „Der Kaiser ist nackt! Der Kaiser ist nackt!“ Und dadurch die so sorgfältig geplante Inszenierung korrigiert wird.
    Wir wissen auch nicht, ob das Haus ausverkauft sein wird oder viele Plätze leer bleiben, weil die Zuschauer glauben, dass ja doch nur wieder ein altes Stück gespielt wird, das sie schon kennen und sie mur langweilt. Mancher geht vielleicht lieber zum Eisangeln in diesen kalten Tagen.

    Premiere ist am 10.1.2010 im Barnimer Volkstheater.

  18. @Frank Müller:
    „….und nachdem Die Grünen eine einzige Veranstaltung eben nur mit dieser Person hatten, empfehlen sie diese nun plötzlich zur Wahl…“

    Irrtum, euer Ehren… oder schlecht recherchiert… oder schlecht erinnert.
    Wir hatten nicht nur wie von Ihnen behauptet eine Veranstaltung mit Herrn Ihrke, sondern veranstalteten zum einen in der Bernauer Stadthalle eine von mir moderierte öffentliche Vorstellung aller drei Kandidaten und zusätzlich trat Herr Ihrke letzten Montagabend in unserer Mitgliederversammlung auf.

    Ich wundere mich im übrigen erneut über Ihre Vergesslichkeit, denn die Bernauer Veranstaltung haben Sie im Beitrag 10. dieses Threads selbst erwähnt. Die Bernauer Veranstaltung wurde im übrigen auch in der Presse nachbereitet und deren Ergebnis ist auch auf der Webseite von Frau Mächtig und im Blog von Dr. Valentin nachzulesen.
    Es gab also anders, als von Ihnen suggeriert, ausreichend Grundlage für eine Meinungsbildung.

    @Dr. Valentin:
    Ich freue mich sehr darüber, wenn Ihnen der Kaktus gefällt :-)
    Blüht er noch?

  19. @ Thomas Dyhr:

    Für Sie etwas genauer: Ich habe die Veranstaltung in der Stadthalle keineswegs vergessen und will auch nichts suggerieren. Es gab danach keine Empfehlung.

    Eine Empfehlung gab es aber nach einer einzigen Veranstaltung mit nur einem einzigen Kandidaten.

    Euer Ehren, ich freue mich auf die Beantwortung meiner weiteren Fragen.

  20. @Thomas Dyhr: Ja, der Kaktus blüht noch.
    @Hartmut Lindner: Ihre Geschichte aus dem Barnimer Sagenschatz beschreibt den Ablauf dieses Wahlk(r)ampfs ganz hervorrragend. Ich bin durchaus nicht arrogant genug, um meine Rolle darin zu überschätzen. Allerdings denke ich an die armen Menschen, die sich vor gar nicht so langer Zeit für uns, für unsere Lebensqualität gegen alle Widerstände auf den Bäumen der Rüdnitzer Allee angebunden haben und dort gewaltsam herunter geholt wurden. Wie müssen die sich nach diesem Tritt in die Kniekehle jetzt fühlen ? Haben Sie was dagegen, wenn ich Ihre kleine Geschichte in meinem Blog einstelle?

  21. Lieber Dr. Valentin,
    Sie können die Geschichte gerne in IhremBlog einstellen.
    Ich habe sie in einer überarbeiteten Variante heute in den Barnimblog gestellt, weil ich denke dass sie in der Kommentarflutb vielleicht untergehen könnte.

    Die Entscheidung der Grünen für Ihrke zu votieren ist unverständlich.
    Nur zur Erinnerung: In der Stadt Eberswalde wurden zwei Bürgermeister wegen Korruption abgewählt – die Kommunalaufsicht hat bei diesen Bürgermeistern völlig versagt. Allein das disqualifiziert in meinen Augen den amtierenden Landrat.
    Es gilt, nach wie vor, was der alte Adenauer gesagt hat: „Demokratie ist eine Sache des guten Gedächtnisses.“ Wer das beherzigt, muss sein Gedächtnis anstrengen und dann sieht er klar.
    Es gibt auch Gedächtsstützen – schlag nach in der Barnimmer Bürgerpost, wie das war mit den Bürgermeistern Mai und Schulz…