web analytics

Silvester am Brandenburger Tor – Ein Festival der Niveaulosigkeit?

Die „zentrale Silvesterparty“ am Brandenburger Tor ist quasi seit der Maueröffnung ein Berliner Markenzeichen. Mitunter feierten mehr als eine Million Menschen hier den Jahreswechsel. In diesem Jahr „verloren sich“ , nach Angaben der Polzei, nur noch 210000 Hauptstädter, Umländler (ich persönlich kenne mindestens 4 Barnimer die da gewesen sind) und Touristen an geschichtsträchtiger Stelle. Woran das liegt?
„Namenhafte Politiker“  geben Schlager-Opi Jürgen Drews und seinen nicht minder peinlichen Kollegen die Schuld.

Michael Braun jedenfalls sagte dem „Tagesspiegel“:

„Wer stellt sich schon freiwillig raus in die Kälte, um Jürgen Drews zu sehen?“ Dem kulturpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus missfällt nicht nur Drews’ Auftritt, sondern „auch insgesamt das Ballermann-Niveau, das sich dort etabliert hat.“ Zwar sei Berlin zu Silvester weiter „Anziehungspunkt für Touristen“, diese mieden aber inzwischen das Tor und feierten lieber in den Clubs. „Es liegt am Programm. Was wir hier brauchen, ist Klasse.“


Seine „rettende Idee“:

(…)Auftritte von Spitzenmusikern wie „den Philharmonikern oder Rockbands wie den Scorpions“. Insbesondere „Berliner Institutionen wie die Philharmoniker sollten viel stärker in solche Feierlichkeiten einbezogen werden.“

Die Philharmoniker haben ohne Zweifel  Niveau. Auf ihre Musik zu tanzen (bei Minustemperaturen eine Art Überlebensstrategie) ist allerdings ein bißchen schwierig. Und ob die Scorpions 2010 geschlossen überleben weiß nur Gott allein.

Party-Strategen vor: Wer oder was rettet die Massernbelustigung  an besagter Location und …  muss das eigentlicht sein?

Silvester am Brandenburger Tor - Ein Festival der Niveaulosigkeit? auf Facebook teilen
Silvester am Brandenburger Tor - Ein Festival der Niveaulosigkeit? auf Twitter teilen
Silvester am Brandenburger Tor - Ein Festival der Niveaulosigkeit? auf Google Plus teilen

Ähnliche Artikel:

Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

2 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Wir hatten uns das Programm nur kurz vor Mitternacht angemacht und ich war entsetzt. Wir haben die ganze Zeit gewitzelt, wie sie die Massen (oder waren es nur geschickte Kameraeinstellungen?), bestochen haben, sich das anzutun…

    Die Scorpions reißen mich persönlich auch nicht vom Hocker, aber ich bin nicht so verwöhnt, einem Jürgen Drews nichts abgewinnen zu können. Das kann man nicht ignorieren-auch das ist Deutschland. Ich fühlte mich bisher zu keiner Zeit dazu inspiriert, dieses Event zu besuchen-auch wenn mein Mann berufsmässig einen Anteil daran hatte.

    Mir ist einfach nur kalt, wenn ich das seh-man sollte sich da wohl eher an den Schneepartys in den Skigebieten orientieren-da funktioniert es ja auch. Kate Perry oder Rihanna wär doch mal ganz c o o l. LG Kaddi

  2. Das war die totale Lachnummer, vor allem Jürgen, Kinder was war das peinlich…