web analytics

Nach dem Scheitern von Kopenhagen – Regionale Klimaschutzstrategien im Fokus

klimaew1Nicht erst seit dem  Scheitern der Kopenhagener Klimakonferenz werden die Rufe nach regionalen Schutzstrategien immer lauter. Gestern forderte Annalena Baerbock, Landesvorsitzende der Brandenburger Bündnisgrünen, ein Klimaschutzabkommen für Brandenburg. In einer Pressemitteilung erklärte sie:

„Wenn es die Landesregierung ernst meint mit ihren Klimaschutzversprechungen, reicht es nicht, mit dem Finger auf  die Möglichkeiten des Bundes zu zeigen, sondern dann muss zu Hause Hand angelegt werden. Wir(…) fordern die rot-rote Landesregierung auf, unverzüglich ein Klimaschutzprogramm für Brandenburg aufzulegen und die märkische Energiestrategie darauf auszurichten und entsprechend anzupassen. Brandenburg muss erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und -einsparungen den absoluten Vorrang geben, anstatt auf neue Kohlekraftwerke, neue Tagebaue und die riskante und noch weitgehend unerforschte CCS-Technologie zu setzen. An dieser Neuausrichtung der Energiestrategie und dem Auslaufen der Braunkohleverstromung führt nicht nur klimapolitisch, sondern auch wirtschaftlich kein Weg vorbei.(…)“


Derweil ist Barnims Landrat Bodo Ihrke mit der „0-Emmissions-Strategie“ des Kreises längst auf Wahlkampftour. „Tue Gutes und rede laut darüber“ – Es wäre wirklich nicht verkehrt wenn das Beispiel Schule macht und die Barnimer Bemühungen nicht nachlassen.

„Es sei das Ziel des Kreises, die deutschlandweit bis 2020 umzusetzenden Klimaschutzziele schon 2011 zu erreichen. Bis dahin solle die Energieeffizienz um 20 Prozent gesteigert, der Anteil erneuerbarer Energie am Primärverbrauch auf 30 Prozent angehoben und der Ausstoß von Treibhausgasen um 20 Prozent verringert werden, sagte Bodo Ihrke. In Anerkennung dieses ehrgeizigen Vorhabens fördere das Bundesumweltministerium das Projekt bis 2011.“

Eine „o-Emmissionsschutz-Strategie“, wie die MOZ das Programm in ihrer unvergleich „humoristischen Art“ unlängst umtitulierte, brauchen wir dagegen nicht. Davon gibt es auf der Welt derzeit mehr als genug.

Foto:
Markus Schaefer/Bernau (Klimaschutz-Demo der Grünen am 12.12.2009 in Eberswalde)

Nach dem Scheitern von Kopenhagen - Regionale Klimaschutzstrategien im Fokus auf Facebook teilen
Nach dem Scheitern von Kopenhagen - Regionale Klimaschutzstrategien im Fokus auf Twitter teilen
Nach dem Scheitern von Kopenhagen - Regionale Klimaschutzstrategien im Fokus auf Google Plus teilen

Ähnliche Artikel:

Kommentare sind geschlossen.