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Bodo Ihrke, Margitta Mächtig, Dr. Frank Valentin: Online-Wahlkampf im Barnim?

Seit Anfang Dezember 2009 tobt im Barnim ein heißer Wahlkampf: Die Barnimer wählen am Sonntag, den 10. Januar 2010, erstmals ihren Landrat direkt. Zur Wahl stehen Bodo Ihrke (SPD), Margitta Mächtig (Linke) und Dr. Frank Valentin (Freie Wähler). Der Wahltermin und das winterliche Wetter sind schlecht geeignet für den Wahlkampf auf der Straße. Schauen wir deshalb einmal auf den Online-Wahlkampf im Barnim.


Bodo IhrkeBodo Ihrke hat sich auf die Schnelle vom SPD-Landesverband Brandenburg eine Website zusammenbasteln lassen, die seit Anfang Dezember 2009 im Netz steht. Das war für den Wahlkampf leider zu spät, denn die Seite findet man natürlich noch nicht über Suchmaschinen. Google und andere Suchmaschinen schicken neue Seiten bekanntlich einige Monate in die sogenannte „Sandbox“ und zeigen sie nicht in den Suchergebnissen an. Die Seite ist handwerklich auf dem Niveau der 90er Jahre: Allein 68 XHTML-Fehler, veraltete Tabellenkonstrukte, keinerlei Vorbereitungen für Suchmaschinenoptimierung und obendrein sogenannter „Duplicate Content“. Ein RSS-Feed ist zwar sehr versteckt vorhanden, wird aber von meinem Browser (Firefox) nicht automatisch erkannt, was auf eine fehlerhafte Programmierung schließen lässt.
Inhaltlich gibt es neben der Beschreibung der Landrats-Funktion und einer im Jahr 2008 endenden Biografie auch eine stichpunktartige Auflistung der „Positionen und Ziele“ des Bodo Ihrke: Fortführung der soliden Finanzpolitik und kreislicher Investitionen, letzte Lücken im Straßen- und Radwegenetz schließen, Angebot des ÖPNV verbessern, Taktzeitverkürzung von und nach Berlin, zusätzliche Versorgungsangebote für den ländlichen Raum usw. Einen Diskussionsbereich gibt es nicht. Die Möglichkeit der Kontaktaufnahme beschränkt sich auf eine E-Mail-Adresse und Telefonnummern der SPD-Geschäftsstelle in Eberswalde. Ganz unten auf der Seite findet sich auch noch ein Kontaktformular des SPD-Landesverbandes. www.bodo-ihrke.de

Margitta MaechtigMargitta Mächtig betreibt von den drei Kandidaten den technisch besten Webauftritt. Zwar verwendet auch sie die veralteten Tabellenkonstrukte. Nur 7 XHMTL-Fehler auf der Startseite und ein Pagerank 2 lassen zumindest annehmen, dass sich hier auch technisch jemand kümmert. Die Zahl der Backlinks ist für eine zwei Jahre alte Seite aber dennoch zu gering, ein Link aus Wikipedia wiegt das nicht auf. Ein RSS-Feed ist nicht vorhanden, obwohl zahlreiche aktuelle Beiträge („Die Gebote der Jungpioniere und die Gesetze der Thälmannpioniere“) genug Stoff liefern würden. Auch eine Diskusson der Beiträge ist offenbar nicht erwünscht. Die Kontaktmöglichkeit beschränkt sich auch hier auf Telefonnummer und E-Mail-Adresse des Wahlkreisbüros.
Zu ihren Plänen als künftige Landrätin erfährt man von Margitta Mächtig vor allem aus Interviews für das Zentralorgan „Neues Deutschland“ und die linke Kreiszeitung „Offene Worte“, die sie im vollen Wortlaut auf ihrer Website wiedergibt. Ihre ausführliche Biografie lässt nicht einmal die Mitgliedschaft in der Konsumgenossenschaft der DDR aus. www.margitta-mächtig.de

Frank-ValentinDr. Frank Valentin betreibt seine Website seit Januar 2006 als private Seite mit Tagebuchcharakter auf der Google-Blogger-Plattform Blogspot. Beim Schmökern auf diesem Blog erfährt man jede Menge Privates über den Autor, über seine politischen Ansichten und Befindlichkeiten. Jeden Beitrag, auch die aktuellen Beiträge zur Landratswahl, kann man kommentieren. Ansonsten gibt es leider keine weitere Möglichkeit der Kontaktaufnahme auf der Website. Kontaktformular oder E-Mail-Adresse fehlen gänzlich, auch die „Über mich“-Seite ist nicht sonderlich aussagekräftig. vallisblog.blogspot.com

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43 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Sehr geehrter Herr Wenzlaff, vielen Dank noch mal für die Hinweise auf die Web-Seite. Ich möchte gern Auskunft darüber geben, warum ich das Gästeforum wieder abgeschalten habe. In den ersten vier Wochen hatte ich mehr als die Hälfte Einladungen auf Pornoseiten oder errektionsverstärkende Mittel. Mir fehlte der technische Sachverstand dies zu unterbinden, deshalb habe ich das Forum wieder abgeschalten. Lassen Sie mich wissen welche Sperren ich einsetzen kann und ich werde das Forum auf meiner Seite wieder freischalten.

  2. Meine e-mail-Adresse ist seit ca. 4 Jahren ganz am Ende der Seite angegeben. Auf Formulare verzichte ich gern, denn die habe ich schon in meinem Leben genug ausgefüllt. Ich denke, die Kommentarfunktion bietet jedem Leser ausreichende Möglichkeiten zur Kommunikation. Darauf wird im Eingangstext „Herzlich willkommen …“ übrigens auch hingewiesen. Ich freue mich über jeden Besucher im Blog und natürlich auch über jeden Kommentar, Hinweis, Tipp, jede e-mail, auch über Kritik – nur sachlich muss sie sein. Und wer mich persönlich sprechen möchte: Seit heute sind die Termine, an denen man mich an einem Infostand in Eberswalde und Bernau erwischen kann, online. Oder anrufen: 0151-12730953.

  3. @Margitta Mächtig: Foren und Gästebücher sind technisch gesehen 90er Jahre und leider – wie Sie selbst bemerkt haben – sehr spamanfällig und pflegeaufwändig. Ich empfehle meinen Kunden, die eine normale Website haben, diese um ein Blog auf WordPress-Basis (wie unser Blog hier) zu ergänzen. Bei Blogs gibt es natürlich ebenfalls Spamversuche, dafür aber sehr effiziente Spamfilter. In unserem Spamfilter verfangen sich ebenfalls täglich hunderte Kommentare, oft auf Russisch, die meisten nicht stubenrein. Unsere Leser belasten wir damit aber nicht. Fragen Sie Ihren Webspezi Herrn Mittner aus Melchow einfach mal nach WordPress. Ich bin mir sicher, dass er sich da reinfummelt.

    @Frank Valentin: Danke für den Hinweis zur E-Mail-Adresse. Hatte ich in der Tat versteckt im Impressum übersehen. Ich empfehle, Kontaktinformationen immer deutlich hervorzuheben und auch außerhalb des Impressums anzubieten. E-Mail-Adresse und Telefonnummer kann man ideal unterhalb des Fotos in der Sidebar platzieren, wie z.B. auf meinem Business-Blog.

  4. Mich irritiert die Kandidatur von Frau Mächtig.
    Frau Margitta Mächtig machte im real existierenden Sozialismus eine FDJ-Karriere – siehe ihre Homepage -, nun zieht sie eine neue politische Karriere im Kapitalismus durch.
    Wie verfuhr die DDR einst mit den Nazi-Parteigenossen?
    „1946 erbat der SED-Kreisvorstand um Auskunft über die Gewerbegenehmigungen früherer Nazimitglieder. Der Kammervorsitzende der Provinz Brandenburg verlangte zur Genehmigung neuer Gewerbebetriebe eine eidesstattliche Versicherung, dass eine Zugehörigkeit zur NSDAP usw. nicht vorgelegen hat“. *
    So streng war man in der DDR aber nicht immer: „Bernhard Bechler, NSDAP-Mitglied, Major und Bataillonskommandeur kam bei Stalingrad in sowjetische Kriegsgefangenschaft und wurde dann Mitglied der KPD. 1946 in der SBZ Innenminister vom Land Brandenburg und ab 1952 Generalmajor der KVP, dann stellvertretender Chef des Hauptstabes der NVA…“** – eigentlich gab es solche Karrieren laut DDR-Propaganda doch nur unter Adenauer.
    Wer soll da noch die Welt verstehen?
    Wind, wo bist du, hier ist mein Mäntelchen.

    Berthold Noeske

    * Kreisarchiv Barnim –Akte: C II 10985
    ** Warten auf Antwort – Ein deutsches Schicksal von Margret Bechler – Ullstein-Verlag, 12. Auflage 1990 (Ersterscheinen 1978)

  5. @Berthold Noeske
    klar, aber da steht sie nicht allein da.
    Es gab eine Menge Leute in der DDR, die KEIN Parteibuch hatten, aber eine willfährige und nützliche Stütze des Systems waren.
    Da möchte Ihnen gern die Biographie (und den Werdegang) eines Bodo Ihrke empfehlen. Der Mann wusste schon immer, wie er wann und wo vorankommt. Mit Sicherheit war er sowohl kein demokratischer Freiheitskämpfer noch ein Verfolgter des sozialistischen Regimes, sondern wusste sich hervorragend anzupassen. Ein Wendehals. Totalitäre Regime werden gerade von diesen breiten, recht unpolitischen aber systemstützenden Massen getragen.
    Nicht dass ich Frau Mächtig wegen Ihrer Vergangenheit verteidigen möchte, aber ein bisschen mehr Differenzierung würde ich mir fairerweise wünschen.

  6. @Dr. Andreas Steiner
    Also, da bin ich in meinen Recherchen schon ein wenig weiter, weil wir für die gerade laufende Ausstellung zum Thema „20 Jahre Demokratie“ im Stadtmuseum Eberswalde einen kleinen Dokumentarfilm zu den Eberswalder Ereignissen von 1989 gemacht haben. Ihrke wurde von den interviewten ehemaligen Bürgerrechtlern als einer der ersten Akteure genannt, die sich offen für den regionalen Demokratisierungsprozess einsetzten (und im übrigen die SDP-, später SPD-Ortsgruppe mitbegründete). Ihn hier ‚Wendehals‘ zu nennen, ist ja wohl ziemlich albern, noch dazu können Sie das doch eigentlich gar nicht objektiv beurteilen, wenn Sie nicht im DDR-System aufgewachsen sind. Ich glaube, Herr Steiner, zu dem Zeitpunkt waren Sie noch nicht Mitglied des Eberswalder Ortsverbandes der SPD. Und wenn Sie jetzt anfangen, alle Menschen in der DDR, die kein Parteibuch hatten, auch zu willfährigen Stützen des Systems zu erklären, würde ich gern fragen, ob Sie wirklich glauben, sich da eine Meinung anmaßen zu können. Wieviel Diktaturerfahrung konnten Sie in Ihrem Leben sammeln?
    Aber darum geht es ja in diesem Post gar nicht.

    Die Webauftritte sind aus meiner Sicht auch hinsichtlich des Layouts sehr interessant:
    Während Frau Mächtig einen sehr klassisch strukturierten und an der Farbkennung ihrer Partei orientierten Auftritt hat, ist Bodo Ihrkes Webseite doch etwas überraschend. Es ist eine Wahlseite, die sich wenig an der SPD-Optik aufhängt. Das signalisiert Felxibilität.
    Der Auftritt von Herrn Dr. Valentin kommt eigentlich fast völlig ungestylt und themenorientiert. Das ist nicht unsympathisch, aber für mich als Erstbesucher gewöhnungsbedürftig.
    Ob man aus alldem etwas über die Kandidaten entnehmen kann? Bestimmt, aber das muss jeder selbst entdecken.

  7. @Doktor Steiner
    Das ist schon einee echte Frechheit, die Sie hier ablassen, Herr Steiner. Kaum haben Sie mal wieder Urlaub geht ihr persönlicher Feldzug gegen Bodo Ihrke und die Barnimer SPD weiter. Hatten Sie nicht schon an anderes Stelle, auch ihr im Blog, ausreichend Platz und Gelegenheit, Ihren Hass auf die Sozialdemokraten und Ihren Austritt nach 5-jähriger Mitgliedschaft in der SPD öffentlich zu verarbeiten?
    Die von Ihnen verwendete Formulierung „Wendehals“ finde ich gelinde gesagt, grenzwertig! Woher nehmen Sie das Recht und das Wissen, um hier im Blog zu erklären, dass Bodo Ihrke eine willfähige Stütze eines totalitäen Regimes war? Das müssen Sie uns schon erklären.
    Sie haben nicht in der DDR gelebt, wahrscheinlich auch in keinem anderen totalitären Regime. Also urteilen Sie bitte nicht über Menschen und Biographien, von denen Sie keine aber auch wirklich gar keine Ahnung habe, Herr Doktor.

    zum treat:
    Die Seiten der drei Kandidaten/innen wurden ja hier eher technisch begutachtet. Ich sehe das etwas anders:
    Die Seite von Margitta Mächtig ist eher klassisch textlastig, um nicht zu sagen eine Bleiwüste. Die Seitenstruktur ist etwas konfus, unter „Aktuelles“ findet man Verlautbarungen aus der Partei und den Fraktionen aber nichts aktuelles zur Arbeit von Frau Mächtig. Das Wahlporgramm wird (wie früher) in Form eines Artikels aus dem ND wiedergegeben. Der Nutzer muss, wenn er überhaupt will, die Antworten auf seine Fragen suchen. Ein Programm zur Landratswahl ist im Prinzip nicht sofort zu finden. Bei den „Positionen & Standpunkten“ finden sich Allgemeinplätze de Partei aber auch kein Programm von Frau M. Erst im Tagebuch, wo man sonst eigentlich nicht nachschauen sollte, wird man fündig. Und da sind neben den persönlichen Einträgen zum Geburtstag der Pionierorganisattion am 13.12. oder dem Tag der Republik am 07.10. interessante Beiträge zu finden. Die XHTML-Fehler interessieren mich weniger – viel spannender ist das Zählern von Rechtschreibfehler aber das will ich hier nicht vertiefen. Auch die Vorhaben als (noch)Landtagsabgeordnete sind bei „Wahlkreisarbeit“ nicht erkennbar. Jedenfalls fand ich keine Vorhaben für die Wahlperiode bis 2014.

    Das Blog von Herr Dr. Valentin kann wohl nicht verglichen werden mit den Kandidatenseiten der anderen. Er pflegt hier einem privaten Hobby und stellt nicht ernsthaft ein politisches Programm oder seine Person vor. Die Seite ist für Wahlinteressierte wenig interessant und man muss schon lange suchen, um wahlrelevante Informationen zu erhalten. Wie gesagt, technisch mag die Seite modern sein, aber ich setze eher den Schwerpunkt auf Inhalte.

    Als letztes besuchte ich die Seite von Landrat Bodo Ihrke. Zunächst: mich hat das frische blau angesprochen. Die Seite ist übersichtlich und man findet sofort, Informationen zur Person, zu seinen Zielen und Positionen und einen umfangreichen Pressespiegel. Man findet vor allem Fotos und Materialien zur Kampagne (bei Frau M. gibt es nichts außer den ND-Artikel und bei Herrn Dr. V. auch eine Postkarte). Ich glaube auch nicht, Herr Wetzlaff, dass die Seite vom SPD-Landesverband auf die Schnelle gebaut wurde, Urheber ist ja die örtliche Gliederung. Aber vielleicht war es auch ein Tippfehler bei Ihnen.
    Im Übrigen habe ich bei google.de „Bodo Ihrke“ eingegeben und da hatte die Seite ein Pagerank 2 (um noch mal diesen technischen Aspekt aufzugreifen). Das Kontaktformular finde ich sehr hilfreich, das gibt es auf den anderen Seiten leider nicht. Mir fehlt persönlich das Verwenden von Videos und eine Kommentarfunktion.

  8. @Luisa Schumann
    Ich hoffe, dass Sie die Menschen nicht in Untertanen und Herren einteilen, Frau Schumann. Diese Termini kommen aus einer Gesellschaft, in der man dazwischen unterschieden hat.
    Ich finde es keineswegs verurteilenswert, wenn jemand seine politischen Sympathien offen zeigt. Wenn Sie sagen, das hier der ‚Menschentyp Untertan‘ spricht: Zählen Sie sich zu einem anderen Menschentypen? Wenn ja zu welchem?

  9. @Andreas Gläßer und R. Frank:
    Danke für deine/Ihre Reviews der drei Websites und damit die Rückkehr zum Thread („Trick and Treat“ ist Halloween). Alle drei Websites haben ihre Stärken und Schwächen, wobei ich mich in der Beurteilung lieber von Inhalten und technischen Eigenschaften leiten lasse, als von solchen Äußerlichkeiten wie einer „frischen Farbgebung“. Wenn man ein Haus baut, ist die Tünche der Fassade das Unwichtigste und auch der letzte Arbeitsschritt. Das Fundament und das Tragwerk (Inhalt und Technik) halte ich auch bei einer Website für wichtiger als das Äußere.

    @R. Frank: Wer im Rechtschreib-Glashaus sitzt, sollte in der Tat nicht mit Steinen werfen. Oder schreiben Sie meinen Namen immer wieder absichtlich falsch? ;-)

  10. Die beiden Pawlowsche Reflexe # 7 und # 8 zeigen doch, dass ich mal
    wieder den Finger gut plaziert in die Wunde gelegt und damit voll ins
    Schwarze getroffen habe:

    @Andreas Gläßer
    Was Sie bezüglich Ihrer Recherchen schildern ist mir überhaupt nicht neu, sondern bekräftigt nur das, was ich bereits geschrieben habe. Ihrke ist kein Dummer und gleichzeitig sehr flexibel. Als es mit der DDR zuende ging, hat er das Heft der Geschichte sofort in die Hand genommen und sich intelligent neu orientiert.
    Ich kann es aber nicht sonderlich gut leiden, wenn ein Landrat Ihrke intern in Sitzungen der SPD-Kreistagsfraktion in sehr abfälliger Weise von den „Kommunisten“ spricht und diesbezüglich die Linken im Kreistag meint. Das zeigt seine Zweizüngigkeit des Umganges mit Menschen. Jenen „Kommunisten“, mit denen er vor der Wende im VEB Landbauprojekt Potsdam und VEB Rohrleitungsbau hervorragend zusammengearbeitet und denen er die ersten Karrieresprünge zu verdanken hat. Da kann man kein Feind des DDR-Regimes gewesen sein, sondern ist Mittäter in den jeweiligen Führungsriegen. Ein Hemd Ihrke also, was mir einfach zu weiß und zu unbefleckt erscheint, weil dieser Mann es wunderbar versteht, die eigene Vergangenheit ins rechte, angenehme Licht zu setzen. Im Übrigen; Herr Gläßer, bräuchten Sie sich doch einfach nur zu outen, dass Sie heimlicher Ihrke-Unterstützer („19 Jahre und immer weiter so“) sind und könnten sich das ganze schmeichelhafte textliche Beiwerk sparen. Ich glaube schon, dass ich mir eine Meinung erlauben darf. Ich spreche Ihnen die Ihrige ja auch nicht ab. Ihre Auffassung, dass ich nicht in der DDR aufgewachsen bin und mir deshalb kein eigenes Urteil über sie bilden darf, ist absurd. Mit gleicher Argumentationsschiene dürfte sich (fast) die ganze Welt kein Urteil über den Nationalsozialismus erlauben dürfen. Zudem würde ich mir nie anmaßen, eine objektive (!) Meinung zu vertreten. Zumindest habe ich Verwandtschaft drüben, war zweimal dort und konnte erfahren, wie das System DDR tickt.

    @R.Frank. Möchte ich nicht großartig kommentieren. Sie zeichnen nicht sonderlich mutig anonym und sind vermutlich noch Mitglied der ehemals ruhmreichen sozialdemokratischen Partei, die sich seit längerem dem Neoliberalismus verschrieben hat, krank, angeschlagen und orientierungslos geworden ist und als Schatten ihrer selbst bundesweit bald bei unter 15 % landen wird. Und mein Bodo-Bashing müssen Sie wohl weiterhin ertragen müssen ;-).

    @Luisa Schumann
    Man hätte sicherlich dafür (# 8) auch den Begriff PUTZERFISCH verwenden können.

  11. @putzerfisch: endlich mal wieder ’n original steiner-kommentar. Ne andere meinung als pawlowischen reflex abzuwerten, halte ich für ziemlich grenzwertig. Bist einfach der Beste.

  12. Ich finde es interessant, welche Seiten bei der größten Suchmaschine Google bezüglich der Suche nach dem Namen „Bodo Ihrke“ zuerst angezeigt werden:
    1. Platz: Landkreis Barnim (www.barnim.de)
    2. Platz: www. bar-blog.de (Briefkopf-Affäre beim Landrat Bodo Ihrke?)
    3. Platz: www. bar-blog.de (Was haben Peter Kikow und Bodo Ihrke gemeinsam?)
    4. Platz: www. yasni.de
    5. Platz: www. wikio.de
    6. Platz: www. 123people.de

    … und erst auf dem 7.Platz seine Landrat-Wahlkampfhomepage http://www.bodo-ihrke.de

  13. @ Dr. Steiner,
    es ist mir natürlich klar, dass allein Sie hier das Recht und die Kompetenz haben, andere der Wendehalsigkeit und des Pawlow’schen Reflexes zu beschuldigen. Ich bitte um Entschuldigung, dass ich mich vergaß. Sie, und nur Sie allein können aus Ihren in härtesten Klassenkämpfen und zwei DDR-Besuchen errungenen Erfahrungen die richtigen Schlüsse ziehen. Ich weiß, Sie sind ein Kämpfer des Guten, sozusagen der Lanzelot der Bürger, strahlend und makellos.

    Aber im Ernst Herr Steiner, mit Ihrer Provokation kommen Sie nicht an. Sie tun so, als ob es anprangerungswürdig ist, wenn jemand Bodo Ihrke untertsützt. Ich habe auch hier, im Bar Blog, sozusagen in der Höhle des Löwen, kein Problem damit, zu sagen, dass ich lieber Bodo Ihrke als neuen und alten Landrat sehe, als seine Gegenkandidaten. Denn keine/r von ihnen bietet mir persönlich eine bessere Alternative. Da können Sie sicherlich ordentlich Gegenbeispiele nennen, der BAR blog hat sich ja insbesondere auch durch Ihr Zutun darauf spezialisiert, Ihrke zu ‚bashen‘, um mal Ihren Terminus zu gebrauchen. Aber das ist eben Ihre Meinung. Wenn Sie andere Meinungsäußerungen als „Pawlow’schen Reflex“ nieder machen, würde ich doch einfach darum bitten, die Kommentarfunktion für entsprechende Posts auszuschalten und eine extra Kategorie „Ihrke-Hass-Post“ einzurichten, dann weiß man, dass Sie ungestört bashen wollen.

    Nun noch mal zu Ihren interessanten Bemerkungen zu Ihrkes Verhalten in der Wendezeit.
    In dieser Zeit gab es wenige Personen in den betrieblichen Leitungsebenen, die nicht Parteimitglieder waren und diese und ihre Familien hatten es, gelinde gesagt, oft nicht einfach. Aber das waren in der Wendezeit diejenigen mit dem besten Einblick in die ökonomischen Verhältnisse im Osten und damit prädestinierte Kandidaten auch für Verwaltungsämter. Die Barnimer können froh sein, dass die Blockade-Haltung der Eberswalder Ex- und Neubetriebschefs der Wendezeit nicht auf den ganzen Landkreis übergegriffen hat. In Eberswalde hat das Auswirkungen bis in die heutige Zeit. Jemand, wie Bodo Ihrke konnte im Landkreis damit zumindest pragmatisch umgehen.
    Was hätten Sie (mit Ihrer großen Erfahrung) mit diesen Leuten gemacht? Es kamen damals viele von Ihrem Schlag, Herr Steiner, aus den unterschiedlichsten politischen Gruppierungen in den Osten und wussten vieles besser. Hätten Sie vielleicht dafür gesorgt, dass die führenden Positionen erst einmal von Ihren Landsleuten besetzt werden? Wäre auch eine Möglichkeit gewesen, Buschzulage gab es ja.

    Abschliessend: Über das Naziregime konnten sich viele Menschen eine recht objektive Meinung bilden, weil es ein Weltproblem war. Die DDR hat glücklicherweise keinen Weltkrieg angezettelt und war offiziell auch nur im sozialistischen Ausland aktiv. Zudem wurden fast ausschliesslich die eigenen Leute drangsaliert. Aber das wissen Sie mit Ihrer umfassenden DDR-Erfahrung ja selbst.

  14. @Andreas Gläßer
    Es ist schon bemerkenswert, wie Sie es verstehen, es sich das einfach so hinzudrehen, wie es Ihnen passt. Pragmatischer Umgang, ja, viel besser hätten Sie es nicht bezeichnen können. Gab es nach der Nazizeit aber auch schon.
    Aber gut, wenigstens haben Sie jetzt Farbe bekannt und sich als Ihrke-Sympathisant geoutet. Das macht die Einordnung leichter. Kann ich auch ein bisschen menschlich verstehen, wenn man als Mann der Öffentlichkeit, der im kulturellen Bereich engagiert ist, überleben möchte und es sich nicht mit dem politisch mächtigsten Mann im Landkreis verscherzen will. Dann könnte man ja gleich einpacken. Diese Abhängigkeiten habe ich, Gott sei Dank, nicht und kann freier agieren.
    Doch leider stört mich an dem alten Landrat Ihrke nicht nur, wie er mit seiner scheinbar sauberen Vergangenheit umgeht, sondern auch sein Umgang mit Personen in seiner Amtszeit. Hinterzimmerpolitik und Dolchstöße in den Rücken, um vom eigenen Versagen abzulenken bzw. um den eigenen Kopf zu retten, ist zumindest nicht meine Art, Politik zu betreiben. Wenn ich jemanden angreife, dann direkt von vorn.

  15. @Dr. Steiner
    Was Sie so als Outing verstehen… Für mich hatte das immer die Bedeutung, dass man etwas zugibt, sozusagen als hätte man etwas falsches getan. Aber das denken Sie ja auch scheinbar.
    Schön ist auch Ihr Kausalkette, mit der Sie, wieder einmal besser als der Urheber, schlussfolgern, warum ich sage, was ich sage. Das spart mir den Weg zum Analytiker, danke.
    Welche Auffassung Sie von ‚Bürgerjournalismus‘ haben und welche Methoden Sie dabei für richtig erachten (Überspitzungen und Provokationen) haben Sie mir ja schon an anderer Stelle in diesem Blog vermittelt.
    Danke nochmals an den Ritter ohne Fehl und Tadel!

  16. Wenn ich hier mal etwas bemerken darf, ich habe das Gefühl, das es hier nicht unbedingt um den Wahlkampf direkt geht, sondern um persönliche Belange gegen Herrn Dr. Steiner. Ich denke wir sind ein Deutschland und nicht mehr Ost und West, dann sollte man auch niemanden hier als Ossi oder Wessi abstempeln, ist zwar nicht mit den Worten direkt geschrieben worden, aber umschreibt es doch perfekt. Vom Prinzip ist es doch völlig egal, wo man geboren und aufgewachsen ist. Das sollte uns doch wohl die Geschichte gelehrt haben und das nach 20 Jahren Einheit erst recht. Man sollte diesen gesamten Wahlkampf auch mal ganz nüchtern betrachten. Wer seit 16 Jahren hier das Zepter in der Hand hält, hat sicher ausreichend Erfahrungen gesammelt, um im Wahlkampf auch trumpfen zu können. Und mal ganz ehrlich, es ist allmählich an der Zeit, auch frischen Wind in die Verwaltung wehen zu lassen. Nämlich hinter die Kulissen des Reiches von Herrn Bodo Ihrke schaut im Wahlkampf niemand. Keiner ahnt, wie groß das „M“ von Mobbing in der Verwaltung steht, und zwar aus der Führungsebene in die kleineren Ebenen, und das schon viele Jahre. Nach außen scheint doch alles so perfekt zu sein. Und ich weiß genau wovon ich rede, falls das jemand hier im Blog anzweifeln sollte. Herr Dr. Steiner spricht das aus, was sich viele nicht auszusprechen wagen. Ich kann seine Meinung nur unterstützen und wünsche mir das einer der Landratsmitbewerber die Chance erhält, zu zeigen, dass es auch mit neuen Leuten an der Spitze funktioniert. Eine Amtszeit für einen Landrat sollte gesetzlich begrenzt sein, um eben auch Veränderungen in dieser Gesellschaft zuzulassen. Das Volk wird dankbar sein. Ich hoffe auf eine hohe Wahlbeteiligung, vorallem auch unter den jungen Wählern und nicht nur den altlastigen SPD-Anhängern, der Partei, die längst ausgedient haben sollte. Man kann sich vieles schön reden, denn mit verschleiherten Augen ist eben auch die Wahrheit nicht erkennbar. Wenn man noch vor einiger Zeit die Bürgerinnen und Bürger in Eberswalde gefragt hat, wer denn hier Landrat sei, der zuckte mit den Schultern, weil er nicht mal den Namen kannte und das nach 16 Jahren Amtszeit. Das ist doch erschreckend. Oder nicht? Und wer nicht um seine Wähler bangen muß, der bräuchte auch keinen großen Wahlkampf führen mit Riesenplakaten und Website.

  17. Die Diskussion ist sehr aufschlussreich und ich glaube, die Worte von Herrn Fritz K. sollte sich so mancher Amtsinhaber ins Stammbuch schreiben lassen!

    Um noch mal etwas zum Thema zurück zu kehren und Wahlkampf herein zu bringen: Mein Wahlprogramm ist fertig und steht wie geplant nach dem Ende der Weihnachtszeit ab sofort online unter Link. Ich erwarte Kommentare, liebe Leser!

  18. @Dr.Valentin: Da war es wieder : „…Unabhängig vom Klageverfahren durch die Betreiber gilt gleiches für den Ausbau des Flughafens Finowfurt, den es nur geben sollte, wenn sich die Anwohner mehrheitlich dafür aussprechen und wenn die bestehenden und sich im Aufbau befindlichen Tourismusstandorte nicht gefährdet werden….“

    a) Wo ziehen Sie die Grenze, wer noch als Anwohner durchgeht?
    b) Wenn nur die direkt Betroffenen im unmittelbaren Umfeld zählen, wo bleibt dann ihre Gesamtverantwortung für alle Barnimer? Oder werden nur noch Partikukarinteressen unterstützt?
    c) Was gilt als Gefährdung von Tourismusstandorten und wer liegt hier die Kriterien fest?
    d) „Unabhängig vom Klageverfahren des Betreibers“ heißt, dass es keinen Interessenausgleich zwischen Anliegerbefindlichkeiten und potentiellen Investoren geben wird?
    e) Punkte a+b gelten synomym für alle Infrastrukturprojekte.

    Wie kommen Sie denn auf die zukünftigen Schwerpunktbranchen Biotechnologie/Pharmazie und Optik? Müsste doch völlig neu etabliert werden. Mir ist hier keine Unternehmenstradition bekannt. Stichwort auch: Fachkräfte. Also klingt unplausibel für mich.

    Echte Bürgerdemokratie / selbst entscheiden klingt gut. Wie aber sind denn ihre konkreten Ideen? Immer auch unter der Maßgabe, dass der Landkreis noch arbeitsfähig bleibt und Bürgerbeteiligung nicht nur zum Sammelbecken für eine „ANTI-…“-Bewegung wird.

    Unter der Überschrift „Aktive Wirtschaftsförderung“ find ich leider nix zur
    aktiven Wirtschaftsförderung.

    So weit erstmal…

  19. @Dr. Valentin
    Na dann mache ich auch mal mit und stelle Fragen:

    1. Sie schreiben in Ihrem Programm „…Durch erleichterte Bürgerbegehren und Einwohnerentscheide will ich mit Ihnen gemeinsam die Demokratie im Barnim bereichern.“ – Plebiszitätere Elemente enthält die Brandenburgische Kommunalverfassung – was meinen Sie mit erleichtern?

    2. Sind die von Ihnen genannte Zukunftsfelder „Biotechnologie/Medizintechnik/Pharmazie und Optik“ auf Grund Ihrer Tätigkeit als Beval-Med Geschäftsführer zu Stande gekommen?

    3. Sie Schreiben „…Der besseren Integration
    von ausländischen Mitbürgern und Migranten ist zukünftig noch mehr Rechnung zu tragen….“ – Frage: Wie hoch ist der Anteil der Mitbürgerinnen und Mitbürder im Landkreis Barnim mit Migrationshintergrund und wo sind derzeit Probleme bekannt bzw. werden nicht gelöst?

    4. Sie sagen „…Von den Kommunen sollten
    Baumschutzsatzungen zum Schutz ihrer überwiegend einmaligen Ortsansichten eingefordert werden….“ – Satzungrecht ist verfassungsmäßiges Recht der Kommunen – Wie wollen Sie als „Landrat“ dies einfordern?

    5. Sie schreiben „…Nutzen und Gefahren von gentechnisch verändertem Saatgut sind real einzuschätzen. Alles, was nach heutigem Wissenstand zu irreversiblen Umweltschäden führen kann und damit gefährlich ist, sollte im Barnim nicht angebaut werden.“ – Lassen Sie dann auch den Anbei von MON810 (Monsanto) oder das Saatsgut von Syngenta zu, sind also ein Verfechter der Gentechnik in der Landwirtschaft?

    6. Sie schreiben „…Dabei soll die Selbstverwaltung der Kommunen weiterhin gestärkt werden, Eingriffe durch die Kreisverwaltung wird es nicht geben.“ – Wollen Sie das Rechtsamt des Landkreises abschaffen? Wollen Sie den Status der Unteren Kommunalaufsicht entsprechend der Landesverfassung außer Kraft setzen?

    7. Wie hoch werden die Kosten für Ihre tollen Vorschläge sein und wie sind diese zu finanzieren?

    Die Antworten sind mir sehr wichtig, sollten Sie die Landratswahl gewinnen, dann können wir Sie an diesen Antworten messen.
    :-)

  20. @Dr. Valentin
    …ich habe noch etwas vergessen:

    Frau Mächtig hat ja nun ihren gesamten Lebenslauf veröffentlicht, von Herrn Ihrke ist soweit auch alles bekannt.

    Wo kann ich Ihren Lebenslauf finden? Könnten Sie mir sagen was Sie derzeit beruflich machen bzw. an welchen Firmen Sie beteiligt sind? Sie sind doch ein offener Mensch. Bestimmt.

  21. @Michael Peukert & Mathias Wiegand: Danke für Ihre Fragen. Da ich mich zur Zeit aus privaten Gründen kaum zu Hause aufhalte – mein ältester Sohn zieht aus Westfalen nach Stuttgart und da hilft die gesamte Familie – bitte ich um Ihr Verständnis, dass die Antworten sich etwas verzögern werden. Ich möchte es mir auch nicht so leicht machen und Sie mit lapidaren Antworten abspeisen, denn Sie sprechen für mich sehr wichtige Fragen an.

    @Mathias Wiegand: Meinen Lebenslauf habe ich u.a. am 9.12. öffentlich in der Bernauer Stadthalle dargelegt. Auch in den kommenden Veranstaltungen ( EW, Bernau, Wandlitz) werde ich meinen Lebenslauf mit den wichtigsten Daten vorstellen. Am 7. Januar gibt es eine Vorstellung im rbb-Fernsehen. Funktionärsmäßig habe ich eine ähnliche Vergangenheit wie unsere Bundeskanzlerin, ich war in der FDJ-Sektionsleitung an der Uni für Sport zuständig. Meine letzte große “ gesellschaftliche Funktion“ war BGL-Mitglied für Kultur. Als solcher habe ich Erfahrungen bei der Organisation von Betriebsfesten sammeln können. Ich vermute aber, hinter Ihrer Frage steht die allgegenwärtige Stasidiskussion: Auch über meine Stasikontakte habe ich mich in meinem Blog geäußert. ( http://vallisblog.blogspot.com/2007/02/das-leben-der-anderen.html ) Was dort beschrieben ist, hat genauso stattgefunden. Wir werden am 29. Januar in der Bernauer Stadthalle sicher noch über die Erfahrungen des Einzelnen reden können. Und vielleicht können wir dort auch mal ein paar private Worte miteinander reden und die gegenseitigen Irritationen ausräumen. Das würde mich freuen.

    Wie Sie wissen – wir beide haben gerade darüber im Barim-Blog und mit dem Seitenbilick auf den Datenschutz schon ausführlich und sehr kontrovers miteinander diskutiert- habe ich eine kleine Frima für den Vertrieb von Medizintechnik, die ausschließlich meine Familie ernährt. (www.beval-med.de). Meine letzten Aktien habe ich vor fast vier Jahren mit Verlust abgestoßen und aus dem Erlös eine Solaranlage gekauft. Firmenbeteiligungen bestehen daher nicht.

  22. @ Dr. Valentin: Naja. Könnte ja aber auch nicht soo schwer zu beantworten sein. Schließlich haben Sie sich ja bei Ihrem Programm etwas gedacht. Hoffe ich mal. Insofern klingt das schon so ein wenig nach der Politiker-Phrase „Sehr gute Frage, sehr interessant…“ – ich muss dann mal weg. Immerhin ist am 10.01 schon Wahl. Um meine Bewertung/ Fragen noch mal „rund zu machen“ fehlt mir an ihrem Programm so die Vision/der Ausblick, wo der Barnim hin soll/ wo Sie den Barnim am Ende der Amtsperiode sehen. Eher alles eben eine Ansammlung von Einzelinteressen – Hier die Allee schützen, da die Flughafenanwohner schützen, dort mal die Verwaltung freundlicher machen (passt ja immer, denn als Bürger ist ja meist nicht gut darauf zu sprechen). Aber wie das alles zusammen passen soll, der Landrat als Moderator der Einzelinteressen, das fehlt mir eben und da bin ich mir irgendwie nicht so sicher, ob Sie da der Richtige.

  23. .. und wenn bereits im Wahlkampf „PRIVAT vor politischer Verantwortung“ kommen sollte, dann wäre das mal ein ganz schlechter Auftakt. Klingt eben nunmal bißchen komisch so kurz vor Wahlultimo so eine Aussage. Nichts für ungut…

  24. @Dr. Valentin

    „…Da ich mich zur Zeit aus privaten Gründen kaum zu Hause aufhalte ….“, der Grund ist sicherlich als Vater nachvollziehbar, Sie aber wollen in 12 Tagen Landrat eines großen und leistungsfähigen Landkreises im Land Brandenburg werden!

    Gestatten Sie mir noch eine Frage. Über welche Kenntnisse verfügen Sie im Bereich des öffentlichen Rechts?

  25. Peuki, wär schön wenn du an dich selbst die gleichen Ansprüche stellen würdest, die du an andere stellst. Bisher hast du politisch doch Null zustande gebracht.

  26. @Gerd Möller: Wer bist Du überhaupt und wer gibt Dir das Recht, mich mit Peuki anzureden? Na gut, vielleicht hat nicht jeder Erziehung genossen. Der Unterschied ist mal, dass ich erstens nicht Landrat werden will, zweitens kein politisches Amt inne habe und drittens mich auf meine Familie, meinen kleinen Sohn und die Arbeit konzentriere. Daher habe ich auch konsequenterweise meine Funktion als Sachkundiger Einwohner abgegeben. Über meine Verdienste will ich hier nicht länger diskutierten, weil offensichtlich hast Du keinen Überblick und andererseits gehts hier um ein anderes Thema.

  27. @Gerd Möller
    Herr Möller, ihren Eintrag Nr. 29 lässt mich mit dem Kopf schütteln. Solche Aussagen disqualifizieren Sie selbt als ernsthaften MitDiskutanten in diesem Blog. Die gegenseitige Achtung ist uns hier sehr wichtig, trotz unterschiedlichster politischer Grundüberzeugung.

    Daran sollten Sie sich halten bei Ihren Äußerungen, oder diesen Blog verlassen.

  28. @Dr. Valentin
    Sie haben nicht mehr viel Zeit, unsere Fragen zu beantworten. Es wäre schön, wenn Sie das noch täten.

  29. Liebe Barnim-Bloger, Ihnen allen wünsche ich für das kommende Jahr Gesundheit und Liebe, Lebensfreude, Kraft und Mut für gute und richtige Fragen und Antworten und uns allen die Fähigkeit zu einer Kultur des Streites, die unterschiedliche Positionen benennt ohne mit persönlichen Beleidungen und „Schlägen unter die Gürtellinie“ zu agieren. In diesem Sinne auf weitere interessante Dispute. Kommen Sie gut in das Jahr 2010, auf dass wir uns da wiedersehen.

  30. @Margitta Mächtig:

    vielen Dank für Ihre Jahresend-Wünsche, die wir gern erwidern.

    Ich glaube, dass ich im Namen aller 16 Autorinnen und Autoren des Barnim-Blogs sprechen darf, wenn ich den Nebensatz („Beleidigungen und Schläge unter die Gürtellinie“) nicht auf unser Autoren-Team beziehe.

    Dass manche Kommentatoren unsere Artikel sehr kontrovers diskutieren, gehört zu einer politischen Netzkultur einfach dazu. Das möchten zwar Herr Schäuble und Frau von der Leyen abschaffen, aber glücklicherweise gibt es die „große Koalition“ aus FDP, Piratenpartei, Grünen und Linken, die sich keine „Stasi 2.0“ wünschen. Selbst die Gabriel-SPD hat sich nach der Wahl gewendet. Im übrigen halten wir uns an unsere selbst auferlegten Regeln, die man und frau über dem Kommentarfeld lesen kann.

    Bloggende Grüße
    KHW

  31. Lieber KHW,

    auch ich schließe mich Ihren Worten zur Strreitkultur auf Bar-Blog an.

    Einen Satz kann ich mir aber nicht verkeifen.
    Die „Linken“ wünschen sich nur deshalb keine Stasi 2.0, weil sie mit der Version 1.0 noch genug zu tun haben.

    Allen Barnim-Bloggern sende ich konservativ-bürgerliche Grüße aus Werneuchen.

  32. Hallo Frau Mächtig, die guten Jahresend-Wünsche gebe ich gern zurück.
    Hoffe, sie nutzen dieses Forum nicht nur als Wahlplattform, bleiben dem Barnimblog weiterhin treu und werden hier noch als Landrätin bloggen.

  33. Ach meine Herren, noch mal kurz, weil ich immer noch an das Gute im Menschen glaube:
    1. Meine Wünsche hinsichtlich der Gürtellinie betrafen nicht mich, sondern manchen Dialog zwischen hier anwesenden Herren, den ich grenzwertig fand. Was das mit „Stasi 1.0 oder 2.0“ zu tun hat, kann ich nicht nachvollziehen, übersteigt also meinen Intellekt, sorry.
    2. Herr Wiegand, wann werden Sie akzeptieren können, dass die Zeiten „wo ein Genosse ist, ist die Partei“ vorbei sind und Mächtig eben Mächtig und nicht die plurale LINKE ist (bin ja nicht schizophren). Werfe ich IHNEN die aus meiner Sicht falschen Entscheidungen Ihrer Partei oder deren (nicht aufgearbeitete) Geschichte vor? Wohl kaum, weil wir politische Akteure sind, die auf der Ebene auf der sie arbeiten Verantwortung tragen und daran zu messen sind. Ich meine, das gilt für SIE und mich. Und irgendwann haben wir da sicher mal Zeit über das Agieren der LINKEN und der CDU in Werneuchen zu REDEN.
    3. Den Wunsch, dass ich auch nach dem 10.1. weiter mitbloge (heißt das wirklich so), werde ich erfüllen können.
    Sollte ich Landrätin werden, habe ich allerdings die Absicht einen eigenen LR-Barnimblog zu führen, der sich ausschließlich mit dieser Arbeit und den Diskussionen dazu beschäftigen soll. Für mich ist auch dies eine Form von Bürgerbeteiligung.
    Also, ich verordne mir jetzt erstmal 48 Stunden Blog-Pause. Und wer Lust hat und schon wieder nüchtern ist, am 2.1.2010 findet ab 10 Uhr das Handball-Neujahrsturnier in Bernau in der neuen Sporthalle an der Tobias-Seiler-Schule, Zepernicker Chaussee statt.

  34. Liebe Frau Mächtig,

    1. Blogs sind, wie Sie wissen, keine Foren.

    2. Bei Blogs unterscheidet man zwischen den Bloggern (das sind die Autoren der Blogposts=Blogartikel) und den Kommentatoren. So wie es bei einer Zeitung einerseits Journalisten (das sind die, die die Zeitungsartikel schreiben) und Leser (das sind die, die manchmal Leserbriefe schreiben) gibt, gibt es bei einem Blog Blogger (das sind die, die bloggen) und Kommentatoren (das sind Leser, die kommentieren).
    Wir sind hier 16 Bloggerinnen und Blogger, die bisher 1.022 Blogposts veröffentlicht (=gebloggt) haben. Demgegenüber stehen 633 unterschiedliche Kommentatoren, die insgesamt 4.882 Kommentare geschrieben haben.

    3. Nördlich von Main und Donau sagt man das Blog, südlich davon ist hin und wieder auch der Blog zu hören.

  35. Auch ich wünsche allen Bloggern (das sind die, die bloggen) und Kommentatoren (das sind Leser, die kommentieren) einen super Start ins Neue Jahr, Glück, Erfolg, Gesundheit und Frieden. Schade, daß Herr Wiegand letztere bei seinen Grüßen vergessen hat, ist aber auch nicht so wichtig. Interessanter wäre zu erfahren, was er unter „konservativ-bürgerlich“ versteht.

    Die Begründung, daß die LINKE, nur deshalb keine Stasi 2.0 haben will, weil sie mit der Version 1.0 noch genug zu tun hat, ist vielen ehrlichen Menschen gegenüber einfach unwürdig, aber zumindest wär es ja auch ein Grund. Das Forcieren einer Stasi 2.0 durch führende Vertreter seiner Partei, scheint Herrn Wiegand allerdings weniger zu interessieren.

    Guten Rutsch…

  36. Dem möchte ich mich anschließen, und allen Lesern, Kommentatoren und Bloggern des Barnim-Blogs einen guten Start in ein gesundes und erfolgreiches 2010 wünschen!
    Dem Barnim-Blog wünsche ich, dass es weiter wachsen möge und an Popularität gewinnt.

  37. Allen Lesern, Kommentatoren und Bloggern des Barnim-Blogs ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2010 !

    Lieber Herr Peukert, lieber Herr Wiegand,

    nochmals vielen Dank für Ihre Anmerkungen zu meinem Wahlprogram. Nachdem ich mit meiner Familie Weihnachten gefeiert und zwischen den Feiertagen meinem Sohn beim Unzug geholfen habe, komme ich nun dazu,zu Ihren Anmerkungen Stellung zu nehmen. Vorweg möchte ich Ihnen persönlich zunächst noch ein frohes Neues Jahr wünschen. Ich hoffe,Sie hatten auch ein paar besinnliche Tage mit Ihren Lieben.

    Als Anwohner des Flughafens Finowfurt betrachte ich grundsätzlich die Bürgerinnen und Bürgerin, die in den betroffenden Gemeinden Ihren ständigen Wohnsitz haben. Darüber hinaus ist in dem speziellen Fall des Flughafenausbaus der Anwohner mit dem betroffenen Nachbarn im Sinne des § 3 Abs. 1 BImschG (Bundesimissionsschutzgesetz) gleichzusetzen. Die Kriterien einer immissionrechtlichen Gefährdungen durch Flugbetriebimmissionen für die Anwohner und die umliegenden Orte bestimmen sich nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts und den gesetzlichen Regelung zum Immissionsschutz. Bei dieser Frage ist es demnach außerordentlich wichtig, einen verhältnismäßigen Ausgleich zwischen den Interessen der Betroffenen und der Allgemeinheit auf Grundlage der gesetzlichen Regelungen herzustellen.

    Wieviele Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund, die nicht im Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft sind und ihren ständigen Wohnsitz im Landkreis haben, können Sie bei Ausländeramt des Landkreises Barnim oder beim statistischen Landesamt in Potsdam erfahren.

    Im Koalitionsvertrag der Bundestagssfraktionen CDU/CSU und FDP vom 24. Oktober 2009 ist ausgeführt, dass beim erlassenen Anbauverbot für die gentechnisch veränderte Maissorte MON810 der Ausgang des Gerichtsverfahrens abzuwarten ist. Ferner unterstützen die Koalitionspartner den Anbau der gentechnisch veränderten Stärkekartoffel Amflora für eine kommerzielle, industrielle Verwertung (Seite 42). Die Zuständigkeit für die Zulassung von gentechnisch verändertem Saatgut liegt beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die Ausführung des Vorgaben des Bundesministeriums liegt in der Zuständigkeit des Landes Brandenburg. Soweit Zuständigkeiten in diesem Bereich an die Kreisverwaltungen übertragen sind, werde ich diese nach den in meinem Wahlprogramm dargelegten Grundsätzen wahrnehmen.

    Die plebiszitären Elemente der Brandenburgischen Kommunalverfassung sollten nach meinen Vorstellungen bei wichtigen, das Allgemeinwohl und das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger betreffenden Angelegenheiten soviel und soweit wie möglich ausgenutzt werden.

    Die auf den Innovationsgipfel zwischen dem Brandenburgischen Wirtschaftsminister Ralf Christoffers und dem Berliner Wirtschaftssenator Harald Wolf am 9. September 2009 getroffenen Festlegungen beinhalten die entwickelten strategischen Grundzüge und die in meinem Wahlprogramm genannten fünf wirtschaftlichen, zu fördernden Zukunftsfelder. Auf dieser Grundlage soll in der Hauptstadtregion eine Erweiterung zu einer integrierten Innovationsstrategie erfolgen. Hier sehe ich eine große Chance für die Entwicklung des Landkreises Barnim zu einer zukunftsfähigen Technologieregion.

    In Abstimmung mit den Gemeinden werde ich mich dafür einsetzen, dass die Alleen als besonderes, das Landschaftsbild betimmendes und einmaliges Merkmal des Barnims in möglichst vielen Kommunen und an den Straßen im Landkreis erhalten bleiben.

    Bei den im meinem Wahlprogramm vorgeschlagenen Reformen der Landkreisverwaltung handelt es sich im überwiegenden Maße um arbeitsorganisatorische Maßnahmen, mit denen keine zusätzlichen Belastungen des Haushalts verbunden sind. Erhebliche zusätzliche Belastungen des Kreishaushaltes werden sich aber aus heutiger Sicht vor allem aus der durch die Bundesregierung betriebenen Neuorganisation der Jobcenter ergeben.

    Ich bedanke mich für nochmals für Ihr Engagement.

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