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Bürgermeisterwahl Bernau 2009: Handke, Kupitz oder Vida? – Das ist hier die Frage

In der kommenden Woche bestimmen die Bernauer ihren neuen Bürgermeister oder bestätigen den bisherigen Amtsinhaber. Handke, Kupitz oder Vida – Diese Frage wird der Wähler in 7 Tagen zu beantworten haben. Wie bereits erwähnt, haben wir seitens der Niederbarnimer Grünen am 13. Oktober ein öffentliches Wahlhearing mit Lutz Kupitz veranstaltet. Grund: Von allen Bewerbern war er uns die größte „Unbekannte“.

Im Ergebnis der Befragung ließen sich einige Übereinstimmungen feststellen. Bezüglich der geplanten Ortsumgehung teilt Kupitz im Wesentlichen unsere Positionen. Zudem hält er wenig von „überbordendem Lokalpatriotismus und Kleinstaaterei.  Regionale Herausforderungen können nicht im Mikrokosmos einer einzelnen Kommune bewältigt werden. Die Position seiner Panketaler Parteifreunde in Fragen der Wasser- bzw. Abwasserproblematik  wurde von ihm kritisiert. Eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit anderen Städten und Gemeinden hat er sich fest vorgenommen.

Neue Projekte, wie das von Klaus Labod in die SVV Bernau eingebrachte Projekt der Solarstadt Bernau, fallen bei ihm eigenem Bekunden, auf fruchtbaren Boden.
Für ihn seien Ideen nicht deswegen schon grundsätzlich schlecht, weil sie von einer „falschen“ Partei kommen. Eine Grenze sieht er dabei allerdings bei rechtsextremen Vorstellungen.

Bernau so Kupitz sinngemäß, hat kompetente Verwaltungsmitarbeiter die unter dem derzeitigen Rathauschef allerdings nicht ihr volles Potential entfalten können. Motivation zur bzw. Förderung  von Eigeninitiative scheinen ihm wichtig.
Auf die Frage, welche Verwaltungsbereiche und kommunale Einrichtungen aus seiner Sicht einen erhöhten Personalbedarf haben nannte Kupitz zunächst das Bauamt, dann das Ordnungsamt und schließlich die Kindertagesstätten.

Das es ihm an praktischer Erfahrung als Verwaltungschef mangelt ist unstrittig. Hier wird Lutz Kupitz im Erfolgsfall umfassend und möglichst schnell dazulernen müssen. Die soziale Kompetenz für das angestrebte Amt glaubt er allerdings mitzubringen. Auch im Vorsitz einer Partei, meint der Kreisvorsitzende der LINKEN, seien „Soft Skills“ wie Durchsetzungsvermögen und Streitkultur von entscheidender Bedeutung.
Wenn das wirklich zu seinen Stärken gehört, wäre er zumindest im Vergleich zu Mitbewerber Peter Vida entscheidend im Vorteil, der sich aus meiner Sicht besonders hinsichtlich letzterer Komponente noch gewaltig steigern muss.

Zusammenfasst ist zumindest Eines sicher. Am 01. November 2009 finden die Bernauer Bürgermeisterwahlen statt und einer der 3 eingangs genannten Akteure wird letztendlich „das Rennen machen“. Nach derzeitigem Stand der Dinge können sich die Mitglieder unseres Regionalvorstandes Lutz Kupitz am Ehesten als neuen Bürgermeister vorstellen. Begeisterung mag anders klingen, aber schließlich sind Wahlen auch eher selten ein Wunschkonzert.

Dabei habe ich ein gewisses Verständnis für Alle die ,angesichts des „erstaunlichen  Meinungswandels“ der LINKEN innerhalb der Brandenburgischen Koalitionsverhandlungen, gegenüber Wahlversprechungen und Kandidatenaussagen eher misstrauisch reagieren.
Auch im Falle der Bürgermeisterwahlen wird man erst im Nachhinein wirklich merken, was das Wort des Siegers (wer immer das auch sein mag) wert gewesen ist.
1:1 vergleichen kann man die beschriebenen Vorgänge allerdings nicht.

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  1. Nach 21 von 36 Wahllokalen hat Hubert Handke mehr als 50 % der Stimmen auf sich vereinen können. Lutz Kupitz liegt bei 36 % und Peter Vida bei 11.