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Protest gegen die 380-kV-Freileitung auf dem Taubenberg

Demonstration gegen die geplante 380-KV-Freileitung von Vattenfall

Demonstration gegen die geplante 380-KV-Freileitung von Vattenfall

Eine beachtliche Resonanz hat der gemeinsame Aufruf der Bürgerinitiative “Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat”, des Alpakahofes Schorfheide und des Ökodorf Brodowin e.V. zur 1. Protestwanderung von Serwest zum Taubenberg bei Buchholz gefunden, dem sich auch der Naturfreunde e.V. angeschlossen haben.
Über 30 Personen aus Brodowin, Chorin, Großziethen, Senftenhütte, Serwest und Eberswalde und vier Alpakas hatten sich heute Nachmittag vor der Gaststätte Aquamarin eingefunden, um den Protest gegen die von Vattenfall geplante 380-kV-Freileitung an die geplante Trasse zu tragen. Dabei wurden sie von drei Landtagsabgeordneten, Gregor Beyer (FDP), Dr. Michael Luthardt (DIE LINKE) und Axel Vogel (Bündnis 90/Grüne) und dem Eberswalder Stadtverordneten Dr. Andreas Steiner (Bündnis 90 / Grüne) unterstützt, die sich darin einig sind, dass der Trassenprotest wirklich ein parteiübergreifendes Anliegen ist.

Der Ortsvorsteher von Serwest, Reinhard Gesse und Annemarie Kruppke, Mitglied des Ortsbeirats von Chorin repräsentierten die trassenkritischen kommunalen Mandatsträger. Die Gemeindevertretung von Chorin hatte sich im Dezember 2008 ebenso wie die Stadtverordnetenversammlung von Eberswalde und der Kreistag Barnim gegen den geplanten Freileitungsbau ausgesprochen.

Auch Petrus meinte es mit den Protestwanderern gut, denn als man kurz nach 14.00 Uhr in Serwest aufbrach, klarte der Himmel auf und als der Zug den Taubenberg bei Buchholz erreichte, lag die schöne Endmoränenlandschaft in klarem Licht, so dass der Blick weit schweifen konnte. Am Horizont sah man die Windkraftanlagen von Lüdersdorf, die Serwester Kirche und unterhalb des Taubenbergs auch die bestehende 110-kV-Freileitung, die sich von Schmargendorf kommend unterhalb der Kernberge nach Buchholz und dann weiter nach Senftenhütte schwingt. An dieser Trasse orientieren sich, dem Prinzip der Trassenbündelung folgend die Planer von Vattenfall.

Allerdings sind die Masten der geplanten Vattenfall-Freileitung doppelt bis dreimal so hoch wie die der bestehenden 110-kV-Freileitung, so dass ihre Masten die Kernberge überragen und weithin sichtbar sein werden.
Das ist ein durch keine Ausgleichsmaßnahme zu kompensierender Eingriff in das Landschaftsbild, denn es ist die Zerstörung dieses Landschaftsbildes.
Allein schon deshalb darf diese Planung, die das Biosphärenreservat gefährdet, nicht genehmigt werden.

In den Gesprächen auf dem Taubenberg wurden noch einmal alle Argumente, die gegen diese Trassenplanung sprechen, thematisiert. Aspekte des Landschafts- und Naturschutzes, vor allem des Vogelschutzes, aber auch die gesundheitlichen Risiken und die negativen Auswirkungen auf den Tourismus sind von der BI auf vielen Diskussionsrunden immer wieder dargestellt worden.

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1 Kommentar » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Beim Datentransfer ging ein Teil des Textes verloren, deshalb mein „Kommentar“ zum eigenen Text:

    Die Teilnahme des Alpakahofes war ein deutliches Signal, dass die Projekte des sanften Tourismus durch den Bau der “Uckermarkleitung” gefährdet werden.

    Axel Vogel betonte, dass die Begründung von Vattenfall, die geplante “Uckermarkleitung” diene der Einspeisung von erneuerbarer Energie, vor allem aus den künftigen Off-Shore-Windfeldern in der Ostsee, nur vorgeschoben sei, in Wirklichkeit gehe es bei dieser Leitung um die Anbindung an das polnische Stromnetz mit der Option den Strom aus dem geplanten AKW-Gryfino im Bundesgebiet zu vermarkten. Diese Höchstspannungstrasse ist eine Voraussetzung für den Bau des AKW-Gryfino. Deshalb muss man, wenn man den Bau des AKW-Gryfino verhindern will, zunächst den Bau dieser Trasse verhindern.

    Die Bürgerinitiative setzt dabei auf ein breites Bündnis von allen Vertretern kommunaler Belange und der Bürger im bevorstehenden Planfeststellungsverfahren. Jeder Bürger sollte seine Beteiligungsrechte im Planfeststellungsverfahren wahrnehmen und die Träger kommunaler Belange sollten durch klare und fachlich gut begründete Stellungnahmen die Nichtgenehmigungsfähigkeit der Vattenfallplanung herausarbeiten.

    “Nicht über unsere Köpfe – keine Freileitung durchs Reservat und Wohngebiete” steht auf dem Transparent, das während der Protestwanderung auf dem Taubenberg entfaltet wurde.