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Den Protest an die Trasse tragen – 1.Protestwanderung der BI-Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat!

Die Bürgerinitiative „Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat“, der Alpakahof Schorfheide und der Ökodorf Brodowin e.V. laden für den 17.10.09 zur 1. Protestwanderung gegen die von Vattenfall geplante 380-kV-Freileitung durch das Biosphärenreservat Schorheide – Chorin ein.

Treffpunkt ist um 14.00 Uhr  der Parkplatz vor der Gaststätte Aquamarin in Serwest, Ecke Buchholzer Str. /Bundesstr. 2  am Ortseingang von Serwest. Auf der Buchholzer Str. geht es dann nach Buchholz auf den Taubenberg, von dem aus man einen herrlichen Blick in die schöne Endmoränenlandschaft und auf die geplante Freileitungstrasse hat. Nach einer kurzen Kundgebung und  einem Picknick geht es zurück nach Serwest.

Spätestens um 17.00 Uhr wird die Protestwanderung beendet sein.

Die geplante Trasse zerstört das Landschaftsbild, gefährdet die vielfältige Vogelwelt, ruiniert die wirtschaftliche Entwicklung des sanften Tourismus in unserer Region und stellt ein besonderes Gesundheitsrisiko für die Trassenanwohner und vor allem für deren Kinder dar.

Die BI möchte im Vorfeld des Planfeststellungsverfahrens durch diese Aktion die Öffentlichkeit für die Problematik dieser Trassenplanung sensibilisieren und den Protest dagegen organisieren.

In öffentlichen Podiumsdiskussionen am 3.9. in der Altstadthalle in Angermünde und am 17.9. in der Aula der FH-Eberswalde wurde die Fragwürdigkeit der Vattenfallplanung herausgearbeitet.

Teilnehmer der Wanderung von Serwest nach Buchholz auf den Taubenberg werden besser verstehen, weshalb diese Planung im anstehenden Planfeststellungsverfahren zu Fall gebracht werden muß.

Die BI appelliert an die Träger öffentlicher Belange und alle Bürger ihre Beteiligungsrechte im Planfeststellungsverfahren wahrzunehmen und ihre Interessen zur Geltung zu bringen.

Nicht über unsere Köpfe!

Keine Freileitung durchs Reservat und Wohngebiete!

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Veröffentlicht von

Hartmut Lindner lebt als (Un)Ruheständler in Berlin und Senftenhütte. Bis 2006 arbeitete er als Lehrer für Deutsch, Geschichte und Politische Weltkunde in Berlin. 1993 kam er als Wochenendler nach Senftenhütte, einem idyllischen Ort auf dem Endmoränenbogen. Er engagiert sich in der Bürgerinitiative Biosphäre unter Strom - keine Freileitung durchs Reservat und lokalen Initiativen, vor allem dem Keramikhütte e.V. in Senftenhütte und ist seit Jahren begeisterter Leser der Barnimer Bürgerpost.

5 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Wie ich bei Wikipedia lesen kann, gilt Vattenfall laut Greenpeace-Studie als klimaschädlichster Stromerzeuger in Deutschland. Vattenfall betreibt das Atomkraftwerk Krümmel und hat sich für diverse Störfälle dort und in Schweden zu verantworten, die das Unternehmen aber stets herunterspielt. Laut „Spiegel“ verklagt Vattenfall die Bundesrepublik Deutschland auf milliardenschweren Schadenersatz, wegen der Umweltauflagen im Zusammenhang mit dem Kohlekraftwerk Moorburg. In unserem schönen Oderbruch will Vattenfall Millionen von Tonnen Co2-Gas unterirdisch verpressen, gegen alle Widerstände der Bürger. Da passt eine Stromtrasse mitten durch eine unserer schönsten Naturlandschaften perfekt in das miserable Bild, das sich dieses Unternehmen inzwischen bereits geschaffen hat. Bei kann man sich informieren, welche Volksvertreter gleichzeitig im Aufsichtsrat von Vattenfall in Cottbus aktiv sind. Vattenfall ist besonders in den neuen Bundesländern vertreten, vielleicht weil hier die Protestkultur noch überschaubar scheint?

    Mich würde interessieren, wie wir Verbraucher durch unser Verhalten – etwa Stromanbieterwechsel – dazu beitragen können, dass Vattenfall seine Profite nicht auf unsere Kosten und zum Schaden unserer Region in die Höhe treibt.

    Ich wünsche der BI regen Zulauf und die Kraft, sich gegen den neuerlichen Angriff des Unternehmens auf erfolgreich zu wehren.

    P.S.: Welche Politiker engagieren sich denn hier für die Stromleitung?

  2. Hallo,
    danke an Dr. Valentin für den zusätzlichen Beitrag – wirklich sehr interessant, wie auch die Darstellung im eigentlichen Artikel. Man kann manche Handlungen als Verbraucher einfach nicht nachvollziehen. Ändern wird sich aber auch in Zukunft nichts, da bin ich mir ziemlich sicher.

    Gruß Berti

  3. Zu Berti:

    Wenn ich nicht die Hoffnunbg hätte, dass man doch etwas bewegen kann, würde ich mich nicht in der BI engagieren.
    Ob sich etwas bewegen läßt, kann man nur herausfinden, indem man sich selbst bewegt und nach Kooperationspartnern sucht.
    Die BI Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat hat es immerhin geschafft, dass über die Vattenfallpläne diskutiert werden muss, dass der Kreistag Barnim, die Stadtverordnetenversammlung Eberswalde, die Gemeindevertretung Chorin und die Stadtverordnetenversammlung von Angermünde Beschlüsse gefaßt haben, in denen die Freileitung abgelehnt wird. Auch die Otsvorsteher von „Trassengemeinden“ haben sich zu Wort gemeldet.
    Die Landesregierung hat sich der Forderung angeschlossen, die Leitung erdzuverkabeln, ist aber im Bundestag damit gescheitert, weil Vattenfall ganze Lobbyarbeit gemacht hat. Von der Landesregierung hätte mehr getan werden können, um die „Uckermarkleitung“ in die Liste der Erdkabelpilotprojekte aufzunehmen. Da ist viel verschlafen worden.
    Aber jetzt ist eine neue Koalition an der Regierung und da gibt es den Bremser CDU nicht mehr, hinter dem man sich verstecken kann.
    Vielleicht haben die Beamten in den Planungsbehörden ja auch mehr Rückgrat, wenn ihnen von politischer Seite der Rücken gesträrkt wird.
    Also nur Mut. Alle am Planfeststellungsverfahren Beteiligten sollten angstfrei ihre Ablehnung der umwelt- und menschenfeindlichen 380-kV-Freileitung aussprechen und ihren Sachverstand nutzen, um die Ablehnung klar zu begründen. Also keine Halbheiten und Hintertürchen dulden.

    Der Verbraucher sollte auch von seinen Möglichkeiten, den Stromanbieter zu wechseln Gebrauch machen. Im Internet gint es dazu nützliceh Infos.

  4. Hallo Hartmut,
    dein Engagement ist wirklich bermerkswert. Davon sollte sich andere „eine Scheibe abschneiden“.

    Viele Grüße Tini