web analytics

Langsames Internet in Schorfheide

Stellen Sie sich vor, Sie kaufen einen Liter Milch. Zuhause angekommen, öffnen Sie die Verpackung und entdecken, dass diese nur 500 statt der auf der Verpackung angegebenen 1000 Milliliter enthält. Sie beschweren sich bei Ihrem Einkaufsmarkt, doch der Marktleiter verweist auf das Kleingedruckte: „Bis zu einem Liter Milch“ enthält die Verpackung. Wo ist Ihr Problem?

Stellen Sie sich vor, Ihr neues Auto habe statt der angegebenen 100 PS nur 50. Ach ja, das Kleingedruckte… Nur „Bis zu 100 PS“ wurden Ihnen versprochen. „Dann fahre ich eben langsamer“, sagen Sie sich und fügen sich in Ihr Schicksal.

Wenn Sie für Milch und Auto nur die Hälfte dessen erhalten, für das Sie den vollen Preis bezahlt haben, beschweren Sie sich zu Recht.

Anders die Telekom.

Als mir aufgeht, dass mein Internet im Ortsteil Finowfurt nur maximal 3072 Kilobit pro Sekunde bringt, ich aber schon seit mehr als sieben Jahren den vollen Preis für mein T-DSL 6000 bezahle, biete ich der Telekom an, die Hälfte meiner Rechnung statt in guten Euros mit Fotokopien derselben zu bezahlen. Doch da versteht die Telekom keinen Spaß. Auf meine Beschwerde erhalte ich eine Antwort von info@telekom.de:

Unser Komplettpaket Call & Surf Comfort beinhaltet einen
DSL-Anschluss mit einer Geschwindigkeit von bis zu 6016
kbit/s. Das bedeutet, Geschwindigkeiten von 384 kbit/s bis
6016 kbit/s werden mit diesem Komplettpaket abgedeckt.
Somit profitieren Sie innerhalb dieser Bandbreiten von
allen Vorteilen dieses Komplettpaketes.
An Ihrem Anschluss nutzen Sie mit DSL 3000 bereits die
derzeit schnellstmögliche Variante.
Ob für Ihren Anschluss in Kürze eine höhere Geschwindigkeit
verfügbar ist, können wir im Moment nicht absehen.
Haben Sie weitere Fragen? Schreiben Sie uns gern erneut.
Sie erreichen uns jederzeit.

Wie bitte? Noch denke ich, die verscheißern mich, und bald kommen auch wir Schorfheider in den Genuss eines schnellen Internetzugangs, so wie er ja laut Ausbau-Auskunft in Eberswalde, Finow und Britz längst besteht.

DSL-Ausbau Schorfheide

Doch verschiedene Auskünfte seitens anderer Stellen der Telekom lassen meine Hoffnungen schwinden. Das Problem sei die lange Leitung vom nächstgelegenen DSL-Knoten bis zu unserem Hausanschluss. Abhilfe könne nur ein neuer DSL-Knoten bringen, für dessen Einrichtung die Telekom aber weder eine Zusage machen noch einen Termin nennen will.

Ein Techniker erklärt mir schließlich, dass nur der Druck seitens der Kunden die Telekom dazu bewegen kann, sich schleunigst um den weiteren Ausbau des Netzes zu bemühen.

Wenn Sie also wie ich der Meinung sind, dass auch in Schorfheide Telekom-Kunden leben, die sich nicht mit einer halben Leistung zum vollen Preis zufrieden geben, schreiben Sie der Telekom doch auch mal, was Sie davon halten. Die Adresse: DSL-Ausbau@telekom.de

Langsames Internet in Schorfheide auf Facebook teilen
Langsames Internet in Schorfheide auf Twitter teilen
Langsames Internet in Schorfheide auf Google Plus teilen

Ähnliche Artikel:

10 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Die gleiche Aussage trifft für den Ortsteil Sommerfelde zu. Eine teleonische Anfrage im tele-com Servicecentrum gab mir ein Mitarbeiter (leider habe ich mir den Namen nicht gemerkt) auf meine Anfrage die Auskunft: „Wenn ich von Eberswalde nach Sommerfelde ein Kabelgraben schippen würde, könnten wir evt noch einmal reden!!!“
    Sonst sei keine Aussicht auf Änderung. Was hilft?

  2. Das Problem ist doch aber wohl hinlänglich bekannt.
    Das ist weder ein konkretes Problem der Telekom, noch juristisch unzulässig.

  3. by the way…. DSL 3000 ist doch nicht langsam. Man hat gerade erst durchgesetzt, dass endlich ganz Brandenburg zumindest über Funk mit DSL versorgt wird. Mit DSL 3000 ist man doch ganz gut bedient. Kleiner Tipp: Evtl. zu Alice wechseln. Der Ausbaustatus ist in Eberswalde sehr gut, so dass man z.B. im BV locker auf 10000 KBit/s und mehr kommen kann.

  4. Laut inoffizieller Auskunft eines DTAG Mitarbeiters sollen im Vorwahlbereich 033xxx innerhalb der nächsten 12 Monate ca. 652 Outdoor DSLAMs (ausgelagerte „DSL-Knoten“) aufgebaut werden, so bisher die Planung.

    Im Bereich Bernau sollen es ca. 30 Outdoor-DSLAMs werden.

    Alle Angaben ohne Gewähr, die Ausbauplanung kann sich ohne Vorankündigung noch komplett zum Negativen ändern.

  5. Am besten wäre es, wenn es einen zusätzlichen Internet Anbieter für Schorfheide gäbe neben Telekom. Ein bisschen Konkurenz schadet denen gar nichts!

  6. @hartmut ginnow merkert: unabhängig davon ob dsl3000 nun als langsam zu beurteilen ist oder im Vergleich mit dem durchschnittlich bestehenden DSL-Ausbaustatus in Brandenburg schon ganz gut, sind Deine/Ihre Fähigkeiten einen Sachverhalt „plastisch“ darzustellen einfach großartig…bitte mehr davon !!!

  7. Ich bin auch mal gespannt, wie lange es noch dauert, bis wir in Lichterfelde DSL haben. In einem Schorfheidekurier und einem Amtsblatt stand glaube ich mal drinne, dass es bis Ende 2009 Verfügbar sein soll.

  8. Bisher heißt es seitens der Telekom immer nur „vielleicht“, „irgendwann“ und „inoffiziell“. Irgendwo muss es da doch auch so etwas wie eine Planung geben, dachte ich. Wenn ihr alle mal an die oben angegebene Adresse schreibt, merken die vielleicht, dass es auch in Lichterfelde Menschen mit Computern gibt :-)

    Und wer wider Erwarten eine konkretere Auskunft von der Telekom erhält, könnte das ja wieder hier einstellen.

    Etwas Konkurrenz würde garantiert Wunder wirken, aber wie soll das gehen, wenn die „letzte Meile“ Draht der Telekom gehört?

  9. Die anderen Anbieter können doch die letzte Meile anmieten, wenn sie eigene Technik in der Vermittelungsstelle haben, aber die stellen dort erst rein, wenn sie denken, dass sie genug Kundenpotenzial im Gebiet haben.

    Ganz anders siehts in Glasfaser-Gebiet aus, dort ist der Preis für die letzte Meile (teilweise in GF) nicht genau definiert, bzw. bestimmt durch die Telekom anstatt BNetzA.

    Übrigens wenn mehr als DSL 1000 verfügbar ist, ist die Chance auf Ausbau niedrig, selbst dann, bedarfs es meist der Initiative eines Einzelnen, der die Interessen der Interessenten bündelt, Unterschriften sammelt und Briefe und E-Mails an Unternehmen und Politik schreibt.

    Trotzdem gibt es dort auch keine Erfolgsgarantie, da liegt es an den Leuten vor Ort und den Kommunalpolitikern, die anscheinend sich im Landkreis Barnim nicht mit dem Problem beschäftigen möchten.