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Stefan Stahlbaum – Direktkandidat von Bündnis 90/Die Grünen für die Brandenburger Landtagswahl im Wahlkreis 14

astahlHeute früh fühlte ich mich von „meiner Märkischen Oderzeitung“ für einige Sekunden bedroht. Aber eigentlich musste man sich vor Axel Schulz ja noch nie wirklich fürchten. Außerdem ist der „ehemalige Boxer“ dieser Tage in einer äußerst noblen Mission unterwegs und wirbt für die Teilnahme an den Wahlen. Hui, in 6 Tagen ist es also soweit. Deutschland wählt einen neuen Bundestag und (nicht nur) Brandenburg (mehr oder weniger) frisches Landtagspersonal.

Letztere Tatsache war der MOZ eine ganze Doppelseite mit Direktkandidatenportraits wert. Damit auch die wenigen Nicht-MOZ-Leser ein wenig daran teilhaben können stelle ich mal ganz uneigennützig meinen Text für Euch ein. Schon für Mathias Wiegand, der sich sonst sicher wieder beschwert, ich würde mich zuviel über die Konkurrenz auslassen.
Also…Ich möchte in den Landtag weil…

Brandenburg wesentlich mehr verdient als verfehlte Schulpolitik, überholte Wirtschaftskonzepte, „Braunkohlefetischisten“, Stagnation und ideenlose Langweiler. Ich bin direkt, kreativ und voll von (erneuerbarer) Energie.  Nicht nur weil ich Herausforderungen mag und gern an „dicken Brettern bohre“  bewerbe ich mich daher um das Direktmandat im Wahlkreis 14.

Es ist gefühlte 100.000 Jahre her, dass Bündnis 90/Die Grünen im parlamentarischen „Gerangel“ um Inhalte und Ziele für Brandenburg mitmischen konnte. Heute ist unsere ungewollte Abstinenz dem Land deutlich anzumerken. Eine „pomadige“ und offensichtlich selbstverliebte Landesregierung baut an Bildungswüsten, torpediert nachhaltige, wirtschaftliche Initiativen und gibt energiepolitisch eine Art „Freundeskreis der Vattenfall-AG e.V.“. Wir kennen diese und andere Probleme und haben in unserem Wahlprogramm Lösungswege und Interventionsstrategien aufgezeigt.
Ich gehöre den Grünen seit August 2004 an, bin seit gut drei Jahren Vorstandssprecher des Regionalverbandes Niederbarnim und übe die genannte Funktion stellvertretend im Kreisverband Barnim aus. Für mich besteht erfolgreiche, ergebnisorientierte Politik zu einem hohen Prozentsatz aus Kommunikation. Wissen ist Macht, trifft es aber auf „taube Ohren und verschränkte Arme“ läuft auch der schlaueste Plan zwangsläufig ins Leere. So sehe ich mich beruflich und politisch ständig mit der Notwendigkeit konfrontiert für neue Wege zu werben und scheinbar abwegige Gedanken zu „vermarkten“. Nicht nur diesen Teil der Arbeit traue ich mir zu.

Meine ersten politischen Gehversuche machte ich auf dem Gebiet des Umwelt- und Naturschutzes. Als Initiator verschiedener, erfolgreicher Aktionen habe ich einmal mehr festgestellt, dass sich Hartnäckigkeit auszahlt und man gut beraten ist an und in Netzwerken zu arbeiten. Bürgerschaftliches Engagement wird aber (auch in Brandenburg) noch immer von diversen gesetzlichen Hemmschuhen und Fallstricken behindert. Ich bin z.B.  fest davon überzeugt, dass das Volksbegehren „Keine neuen Tagebaue“ ein sehr viel günstigeres Ergebnis erzielt hätte, wären die Rahmenbedingungen etwas entgegenkommender gestaltet gewesen.

Als Gemeindevertreter Panketals absolviere ich seit Oktober 2008 eine Art „Crashkurs“ in parlamentarischer Arbeit, gehöre drei Ausschüssen an und überschreite, auf der Suche nach Verbündeten, oft und gern Parteigrenzen.
In Zeiten der wirtschaftlichen Krise ändert sich fast zwangsläufig die Gewichtung politischer Themenschwerpunkte. Ich finde es in diesem Zusammenhang selbstverständlich, dass Bündnis 90/Die Grünen die wachsenden Existenzängste nicht ausblenden oder sich  auf Schönfärberei bzw. „Vogel-Strauß-Politik“ zurückziehen. Ich selbst bin kein Finanzexperte. Aus über 10-jähriger Berufspraxis als Sozialarbeiter weiß ich allerdings ziemlich genau, was Menschen bewegt, die auf Grund von Krankheit, Behinderung oder Sucht vom Arbeitsmarkt „ausgespuckt wurden“ und wie adäquate und würdige Eingliederungsmöglichkeiten gestaltet werden können. Auch für diesen „Teil des Ganzen“ habe ich fundierte Argumente und Vorschläge.

Wer nach weiteren Infos dürstet, hier der Link zu einem früheren Portrait de s Bucher-Boten.
Und da gibt`s auch noch Dies & Das zum Kandidaten.

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12 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Lieber Stefan,
    Danke für den Beitrag mit einem „Schmunzler“ in meine Richtung.

    Ich finde Deine Vorstellung im gesamten Gut. Du stellst Dich mit Deinen Ansprüchen zur Wahl. Das ist gut. Immer auch der Mensch und nicht nur ein Programm oder Partei.

    Dein „Wandeln“ über Parteigrenzen hinweg ist gut, ich selbst halte es manchmal auch so und bin bisher damit im politischen Rahmen gut gefahren.

    Kleine Anmerkung:
    Der Satz „Heute ist unsere ungewollte Abstinenz dem Land deutlich anzumerken.“ ist inhaltlich richtig, nur: Wer hat Euch zur Abstinenz verurteilt? Ich denke der Wähler war es. Warum? Frage die Wähler.

    Wie schon einmal gesagt, die Linken haben nicht die Sozialpolitik und die Grünen nicht die Umweltpolitik gepachtet.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg (das ist mein voller Ernst) bei der Landtagswahl am nächsten Sonntag.

    Für mich ganz wichtig und da unterstütze ich das Statement von Axxxxxelll Schuuuuuuuuulz (Michael Buffer lässt grüßen). Leute geht zur Wahl. Damit wir freie Wahlen haben, haben Menschen gekämpft und ihr Leben gelassen. Geht hin und wählt.

  2. Hi Hartmut,

    ist ja schön dass Du dich auch mal wieder meldest.
    Vielleicht bin ja manchmal doch ein bißchen schüchtern (kicher).
    Aber gut:
    Initiert (nicht ausschließlich als Grüner sondern der Mensch der ich bin)habe ich z.B. das Bürgerbegehren Breitscheidtstraße/Thälmannstraße, die Rüdnitz-Allee-Rettung und die Panketaler Bürgersolaranlage (Letztere wurde später von Anderen weitergeführt). Ich muss wohl nicht extra betonen , dass die Erfolge der Aktionen letzten Endes auf das gemeinsame Engagement vieler Menschen (an dieser Stelle z.B. ein herzliches WinkeWinke an Karl-heinz, Andreas, Katharina undundund) zurückzuführen sind.

    In unserer Grünen-Gemeindevertretungsfraktion haben wir u.a. erfolgreiche Anträge zur Stärkung von Bürgerrechten (Senkung des Qourums für Einwohneranträge, Briefwahlrecht bei Bürgerentscheiden) eingebracht (teils in Kooperation) Das einige Offensiven (u.a. Gentechnikfreie Gemeinde, Einzelhandelskonzeption) nicht auf Anhieb funktionierten ist zwar schade, sollte mich (uns) aber nicht umwerfen.

    Ach so , dann hab ich auch noch ein paar Online-Beiträge (im geringeren Maße auch Pressemitteilungen) veröffentlicht die zu einem nicht unerheblichenTeil ebenfalls „grüne Werte“ transportierten (oder was ich dafür halte) und der Information/Diskussion dienen sollten. Ich kleb aber nicht überall den Parteistempel rauf und werde das auch weiter so halten.

    Unsere letzten Wahlergebnisse (z.B. Kommunalwahl) in der Region waren übrigens ganz wacker.

    Wenn Du mich allerdings für einen Schwätzer halten willst möchte ich Dir da nichts ausreden. Du wirst schon wissen woran Du Deine Urteile misst und welche Substanz sie haben (grins).

    Beste Grüße und eine gute Wahl (oder biste jetzt zu den Nichtwählern übergetreten?) am Sonntag wünscht Dir

    Stefan

    PS: Ob Engagement und Inhalte die allein ausschlaggebenden Kriterien für Wahlerfolge sind stelle ich übrigens voller Vorfreude mal zur Diskussion.

  3. Lieber Stefan,
    dein Text klingt wie eine Job-Bewerbung. Zu einer Bewerbung gehört aber auch ein Hinweis auf die Dinge, die man in der Vergangenheit geleistet hat. Wenn die Wähler bisher die Arbeit der Grünen in Brandenburg mit einer extrem niedrigen Stimmenzahl „honoriert“ haben, dann liegt das wohl u.A. daran, dass die Arbeit der Grünen hier nicht besonders sichtbar ist. Schon gar nicht in Eberswalde, meiner Region.
    Sag‘ doch mal, was du als Grüner seit 2004 initiiert, geleistet und erreicht hast. Natürlich hat Brandenburg „mehr verdient“, aber, Mensch, mit hohlen Phrasen werden wir doch auch so schon rechts und links der Straße und überall in den Medien zugepflastert.
    Substanz bitte.
    Herzliche Grüße,
    Hartmut Ginnow-Merkert

  4. Herr Ginnow-Merkert hat sich leider schlecht informiert.
    Die politischen Aktivitäten der bündnisgrünen Fraktion in der Eberswalder Stadtversammlung und der gemeinsamen Fraktion Grüne/Demokratisches Bündnis im Kreistag Barnim sind mehr als wahrnehmbar und vielseitig. Sie reichen vom Naturschutz, und hierbei insbesondere dem Baumschutz, über Verkehrsentwicklungskonzepte für Eberswalde und Umland bis hin zu Erneurerbaren Energien.
    Ich möchte Herrn Ginnow-Merkert einladen, sich aktiv an unserer Arbeit zu beteiligen. Dazu braucht er kein Mitglied der Grünen zu sein. Für konstruktive Ideen und Vorschläge haben wir immer ein offenes Ohr und sind dankbar.

    @Stefan Stahlbaum: Ich wünsche Dir maximale Erfolge zur Wahl!!!

  5. @Hartmut Ginnow-Merkert
    …und dass wir beide in Sachen Flugplatz Finow grundsätzlich nicht gleicher Meinung sind, dürfte einer Zusammenarbeit nicht entgegenstehen. Es geht hier ja nicht um eine 100%ige Deckungsgleichheit der Auffassungen.

  6. @Andreas Steiner:
    Natürlich braucht grünes Engagement nicht zwingend ein Parteibuch. In diesem Sinne vielen Dank für Deine Arbeit (deren Intensität und Qualität ich durch die vielen gemeinsamen Aktionen ganz gut einschätzen kann).
    Mit Meinungsverschiedenheiten (die zum Flughafenthema ja durchaus auch zwischen uns bestehen) müssen wir uns eben auseinandersetzen.

    Ach ja,

    und natürlich auch Dir vielen Dank für die guten Wünsche.

  7. Ich kann das schlechte Wahlergebnis der Grünen in meiner Region nicht anders interpretieren, als dass es den Grünen hier nicht gelungen ist, die von (gefühlter) Existenzangst und Bildungsdefizit geplagten Bewohner auf ihrem Niveau abzuholen. Fünf komma irgendwas ist einfach nur die Hälfte des Bundesergebnisses, es zieht das Gesamtergebnis nach unten, egal wie man das nun interpretieren will.
    Natürlich sind Alleen unendlich wichtig, genau so wie andere Aspekte von Naturerhalt und Lebensqualität, doch scheinen die Leute hier mit diesem Thema noch nicht viel anfangen zu können. Dabei gäbe es grüne Themen satt: Vattenfall, CO2-Verpressung im Oderbruch, Gen-Anbau… Gerade unsere Region wird zum Abladeplatz für anderswo unerwünschten Müll (dazu gehört auch der Flughafen, nach dem wegen des nicht vorhandenen Nachtflugverbots manch ein Fracht- und Billigflugunternehmen längst begierig die Hände ausstrecken).
    Ich würde gern bei den Grünen mitarbeiten (hab‘ ich etwa andere Parteien kontaktiert?), habe aber keine Lust, mich in einem aussichtlosen Kampf gegen die interne Lethargie aufzureiben. Wenn da mal ein frischerer Wind weht, mit neuen Leuten, die was bewegen wollen – jederzeit gern.

  8. Moment mal, Hartmut. Die Grünen haben überall im Barnim zugelegt, sind deutlich über der 5-Prozent-Hürde und nach 15 Jahren endlich wieder im Brandenburger Landtag. Was ist daran ein schlechtes Wahlergebnis?

  9. Wir wollen was bewegen, Herr Ginnow-Merkert, und Sie rennen bei uns offene Türen ein.
    Leider nur ist die politische Realität mit festgefahrenen politischen Strukturen eine andere; in einer Region, wo die Farbe der Coladosen für den Wahlsieg die Hälfte der Miete ist.

  10. Wenn die Grünen irgendwo von 5 auf 6 Prozent zugelegt haben, dann ist das eine Steigerung um sagenhafte 20 Prozent. Absolut gesehen ist das weiterhin Bedeutungslosigkeit. Und ein anderes Wort für Zufriedenheit über ein solches Ergebnis heißt, sich in der Bedeutungslosigkeit einrichten.
    Mich würde interessieren, mit welchen Aktivitäten die Grünen örtlich zum Beispiel in Schluft und Werbellin ein deutlich besseres Ergebnis erielt haben. Vielleicht kann man davon etwas lernen.
    Gab es in Eberswalde eigentlich irgendwelche Aktivitäten im Vorfeld der Bundestagswahl? Ich hatte das Gefühl, dass die Bundestags- und Landtagswahlen bei den Grünen in EW gar kein Thema waren. Und schaut euch doch nur mal die Geschäftsstelle in EW an. Wer würde sich da eingeladen fühlen, mal vorbeizuschauen?

  11. Hallo Hartmut,

    über die Verhältnismäßigkeit von „nackten Zahlen“ und ihrer prozentualen Wirkung sollten wir uns bei Gelegenheit vielleicht mal ausführlicher unterhalten.
    Natürlich freue ich mich (bezüglich der Landtagswahlen) über jeden einzelnen der 7 Schlufter Wähler(bei insgesamt 57 Stimmen) und die ensprechenden 12,3%. Irgendwie mag sich bei mir dennoch keine Trauer breit machen wenn wir z.B. in Panketal 787 Wähler (bei einer Gesamtzahl von fast 7000) erreichen aber „nur“ 8,1 % zu Buche stehen. Im Vergleich zu 2004 sind das + 2,6% (=Stimmverdopplung).

    Was den inhaltlichen Part angeht:
    Die Auswertung unserer Barnimer Wahlergebnisse erfolgt u.a. am 6 Oktober 2009 ab 19:30 Uhr. Als „intimer Kenner unserer unwirtlichen“ , Eberswalder Geschäftsstelle wirst Du den Weg dorthin (so Du Zeit hast) vermutlich fast blind finden.