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Startschuss für Volksinitiative „Rettet Brandenburgs Alleen“

Allee Rüdnitz-Danewitz-L29 am Morgen

Morgenstimmung an der Allee Rüdnitz-Danewitz-L29

Heute, am 17.08.2009, und zwar genau in diesen Minuten, startet eine neue Volksinitiative im Land Brandenburg, die Volksinitiative „Rettet Brandenburgs Alleen“. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung werden die Initiatoren nahe des Brandenburger Tores in Potsdam mit einer spektakulären Aktion die Gefährdung der Alleen bildhaft darstellen. Die Veranstalter informieren über über die Problematik „Alleenschutz in Brandenburg“ es wird sicherlich mit Kritik an der derzeitigen Landespolitik in Sachen „Alleenschutz“ nicht gespart werden. Zudem werden Hintergründe und Ziele der Volksinitiative vorgestellt und an einem Info-Stand die ersten Unterschriften eingesammelt.
Eine Homepage geht zeitgleich ins Netz, die unter abrufbar ist. Hier können die Unterschriftslisten runtergeladen werden.

Getragen wird die Volksinitiative von Umweltverbänden wie dem NABU, Robin Wood, Die Naturfreunde, GRÜNE LIGA, BUND, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) als auch dem Verkehrsclub Deutschland (VCD).
Nachfolgend die offizielle Pressemitteilung zur Auftaktveranstaltung:

Volksinitiative „Rettet Brandenburgs Alleen“
c/o NABU Brandenburg, Lindenstraße 34, 14467 Potsdam, info@rettet-brandenburgs-alleen.de
Achtung: Sperrfrist 17.8.2009, 11.00 Uhr
Potsdam, den 13.8.2009

Einladung zur Presseaktion
Start der Volksinitiative „Rettet Brandenburgs Alleen“

Brandenburgs Alleen sind in akuter Gefahr. In den nächsten Jahren sollen tausende Bäume jährlich gefällt werden. Die brandenburgische Landesregierung hat eine „Alleenkonzeption“ beschlossen, die die Nachpflanzung von neuen Alleebäumen so stark einschränkt, dass in den nächsten 20 Jahren 100.000 Alleebäume – das ist etwa ein Drittel des Gesamtbestandes – an Bundes- und Landesstraßen ohne Ersatz verschwinden werden.
Nachdem alle Bemühungen ergebnislos verlaufen sind, bei den Behördenvertretern und Umweltpolitikern eine Änderung der Alleenpolitik zu erreichen, rufen die brandenburgischen Umweltverbände zu einer neuen Volksinitiative auf: „Rettet Brandenburgs Alleen!“
Wir wollen innerhalb eines Jahres 20.000 Unterschriften sammeln und so den Landtag aufrufen, den jetzigen Alleenbestand dauerhaft und kontinuierlich zu erhalten. Zum Auftakt der Volksinitiative werden wir mit einer Aktion die Gefährdung der Alleen bildhaft darstellen. Zugleich informieren wir Sie über die Hintergründe und Ziele der Volksinitiative.

Zeit: Montag, 17.8.2009, 11.00 Uhr
Ort: Potsdam, Brandenburger Straße
(am Brandenburger Tor)
Rückfragen an: Wolfgang Mädlow, NABU Brandenburg, Tel. 0331/2015570

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Veröffentlicht von

Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik. Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB). Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht. Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

14 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Hallo zusammen, ich finde wir müssen uns stark machen und dürfen auf keinen Fall klein bei geben!

  2. Hallo Dr. Steiner,

    guter Start denke ich. Die Alleen sollten dort erhalten werden, wo sinnvoll und machbar und von den Anwohnern gewollt. Wo wirtschaftliche (also auch die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer) den Umweltschutzinteressen gegenüber stehen, müssen Wege des Ausgleichs gefunden oder geschaffen werden. Der Anspruch der Initiative halte ich daher für gerechtfertigt und tragbar. Meine Stimme habt Ihr.

    Mich wundert nur, dass die SED/PDS/LINKE diese Volksinitiative nicht missbraucht…ähhh….unterstützt. Die sind sich doch sonst zu so etwas nie zu schade, nach dem Motto, „…was ich im Landtag nicht ansprechen/umsetzen kann, versuche ich populistisch über Volksinitiativen rauszukrakelen…“

  3. Lieber Mathias,
    herzlichen Dank für Deine ermunternden Worte!
    Im Vorfeld konnte diese Volksinitiative nicht politisch „missbraucht“ werden, weil wir Initiatoren sie bis zum Start zur „geheimen Kommandosache“ gemacht hatten.

  4. Finde es sehr gut, daß Sie an die Öffentlichkeit gegangen sind. Auch ich möchte gern einen Beitrag zur Rettung der Alleen leisten. Mein Motto: „Gemeinsam sind wir stark“!

  5. Meine Stimme habt ihr auf jeden Fall! Gerade zu Zeiten von Wirtschaftkrise und Haushaltslöchern wird oft leider an der falschen Stelle gespart. Darunter leiden dann vor allem die schönen Dinge dieser Welt, wie zum Bespiel die Alleen Brandenburgs, nur weil man sie nicht direkt vom Regierungsviertel oder Rathaus sehen kann. Ich hoffe ihr erfahrt noch mehr Unterstützung, sodass die Initiative ein Erfolg wird. Es gibt viel zu wenige Initiativen dieser Art!

  6. Gleich 3 Einschränkungen in 2 Sätzen! Mathias, ich muss sagen Du enttäuschst mich.
    Nach Deiner Version darf es demnach nur noch dort Alleen geben wo die geplanten Straßenprofile es erlauben, wo Nachbarn dem „drohenden Laubbefall“ gelassen entgegen sehen und vor allem da wo keine konkurrierenden, wirtschaftlichen Interessen bestehen?
    Mein lieber Mann, ein konkreteres Statement gegen den Alleenschutz habe ich wirklich selten gelesen.

  7. @Stefan
    Warum enttäusche ich Dich. Das ist meine Überzeugung. Politisch Aktive sollten auch konkrete Äußerungen machen. Das ist nicht falsch, sondern richtig und von den Menschen gewollt.

    Und…wirtschafliche Interessen sind mit den Arbeitnehmer/innen Interessen abzustimmen. Das meine ich Ernst.

    In Hamburg hat die GAL (Grüne Alternative Liste) schließlich auch der Erweiterung des Airbus Werkes zugestimmt, trotzdem dort ein Schutzgebiet platt gemacht wurde.

  8. @Matthias:
    Nein, ein hoch auf die freie Meinungsäußerung. Ich finde vielmehr Du hättest noch deutlicher herausarbeiten müssen dass ökologische Apspekte für Dich ganz am Ende der Handlungskette stehen und erst dann zum Tragen kommen wenn alle Anderen ihre Interessen befriedigt haben. Das allerdings deckt sich dann tatsächlich 100%ig mit der „steinzeitlichen“ Wirtschafts- und Umweltpolitik der CDU.
    Nicht das wir befürchten müssen Du wärst in der falschen Partei und hättest es nur noch nicht gemerkt.

  9. @Stefan Stahlbaum: Ich finde, er hat das völlig korrekt geschrieben >>“.. müssen Wege des Ausgleichs gefunden oder geschaffen werden…“ Ich lese da keine Priorität raus, vielmehr die Aussage, dass eine Durchsetzung von Maximalforderungen, jedweder Seite, kein Ansatz sein kann, sondern vielmehr ein Interessenausgleich erforderlich ist.

  10. @Stefan
    Wenn Du die MOZ (Lokalausgabe Bernau) zum Thema Biosgasanlage in Werneuche gelesen hast, dann müsstest Du sehen, dass meine Ansichten zum Naturschutz klar sind. Es MUSS ein Ausgleich zwischen den Interessen geben (danke Michael Peuckert, ja so habe ich es geschrieben, weil so gemeint). Also bitte sachte. Keinen Ausgliech zu schaffen bedeutet, die Interessen Einzelner nicht ernst zu nehmen. Will das eine Demokratie?

    Wie ist nun Deine Meinung zum AirbusDeal der GAL in Hamburg?

  11. Pingback: Aktion “Blogs für Bäume” – Rettet Brandenburgs Alleen! – Von Stefan Stahlbaum

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