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Einschränkungen bei der ODEG zwischen Eberswalde und Berlin

Zug der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft beim Halt in Bernau

Zug der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft beim Halt in Bernau

Die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft ODEG hat am Dienstagmorgen elf Fahrzeuge vom Typ RegioShuttle des Herstellers Stadler Pankow GmbH außer Betrieb genommen, nachdem das Eisenbahnbundesamt (EBA) eine Allgemeinverfügung erlassen hatte, die alle Betreiber von Triebwagen des Typs RegioShuttle RS1 betrifft. Die Allgemeinverfügung steht im Zusammenhang mit den Tauschintervallen der Abgasturbolader und Brandereignissen anderer Verkehrsunternehmen. Die ODEG hatte nach Kenntnis der Brände bei anderen Betreibern zusätzliche Kontrollen durchgeführt und den vorsorglichen Austausch der Turbolader geplant. ODEG-Geschäftsführerin Ute Flügge sagte dazu:

Bei der ODEG wurden die RS 1-Fahrzeuge seit Inbetriebnahme im Jahr 2002 gemäß den Herstellervorgaben gewartet und Instand gehalten. Es gab weder Auffälligkeiten an den Abgasturboladern noch Brände bei der ODEG. Auch wenn wir keine aktuelle Gefährdung unserer Fahrgäste gesehen haben, sind wir aktiv geworden und haben mit der Außerbetriebnahme der Allgemeinverfügung des EBA entsprochen.

Regionalbahnen halten zusätzlich in Rüdnitz, Biesenthal und Melchow
Auf allen Linien der ODEG wird es noch die ganze Woche bis zum 19. Juli 2009 zu Einschränkungen kommen, da vorübergehend nur ein Triebwagen pro Zug verkehren kann. Auf der Strecke OE60 (Eberswalde – Bernau) hält der RE3 der DB Regio täglich stündlich zusätzlich in Rüdnitz, Biesenthal und Melchow. Die Maßnahme bleibt, so lange die ODEG nur mit einem Fahrzeug pro Zug verkehren kann. Die ODEG informiert auf ihrer Website www.odeg.info und unter der Servicenummer 030/514 88 88 88.

Was meinen Sie zu der schnellen Reaktion der ODEG, zur Information der Pendler und zu den Anordnungen des Eisenbahn-Bundesamtes? Schreiben Sie Ihre Meinung unten in den Kommentaren. Jede Meinung wird veröffentlicht.

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5 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Auch wenn es Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste bringt, ist mir die Sicherheit mit einem intakten Zug zu fahren lieber. Ich habe Bilder vom Brand des Prignitz RS in Nassenheide gesehen. Ein Glück, dass es da keine Verletzten gab.
    Die offene und schnelle Reaktion der ODEG verdient Respekt.
    Klar ist, ob ODEG, Prignitzer Eisenbahn DB-AG, keiner hat eine so großen Ersatzwagenpark zur Verfügung, dass ein Drittel aller Fahrzeuge sofort ausgetauscht werden kann. Bleibt nur Schienenersatzverkehr. Diesen hat die ODEG im Gegensatz zum Mitbewerber gut organisiert.

  2. Für die Fahrgäste aus Melchow, Biesenthal und Rüdnitz ist es gut, doch für die Pendler, die in Schwedt oder Eberswalde einsteigen und pünktlich nach Berlin zur Arbeit kommen müssen, eine weitere Zumutung. Sie müssen ggf. hetzten, damit sie Ihre S-Bahnen bekommen. Zum Beispiel die S2, die nur alle 20 Minuten fährt, morgens zu Stoßzeiten um 06.27 Uhr ab Gesundbrunnen etwa.
    Heute Nachmittag konnte ich feststellen, dass nur wenige Männeken in diesen Dörfern aussteigen. Solidarprinzip gegenüber einer Minderheit zuungunsten der Mehrheit, so könnte man es ausdrücken.
    Das Berlin-Brandenburger-Verkehrskonzept muss dringend den zunehmenden Pendlerströmen angepasst werden. Das hat die Politik jahrelang verschlafen.

  3. Auto ist nun auch keine Alternative. Der Zugang zur Autobahnauffahrt Finowfurt ist ab 16.7. für mindestens vier Wochen voll gesperrt.

  4. @ Hartmut Ginnow-Merkert

    Es ist aber nur die Zu- und Abfahrt auf Finowfurter Seite gesperrt.
    Ausweichmöglichkeiten gibt es genug um auf die Autobahn zu kommen, z.B. Lanke A 11, Werbellinsee A 11, B 168/B158 Blumberg A 10.

  5. Pingback: Ostdeutsche Eisenbahn (ODEG) wieder im Takt - RE3 hält nicht mehr in Rüdnitz, Biesenthal und Melchow - Von Karl-Heinz Wenzlaff