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Die Mittelstraße in Schönow ist fertig

rotation-of-img_02971Heute früh um 9:30 Uhr wurde durch Infrastruktur-Minister  Dellmann die neu gebaute Mittelstraße in Schönow (Stadt Bernau bei Berlin)  dem Verkehr übergeben. Mit einem kleinen Straßenfest feierten die Schönower in der Mittelstraße zwischen Heinrich-Heine- und Waldstraße das Ende der Bauarbeiten. Auf 1100 m wurde die Straße auf 5,50 m Breite asphaltiert, links und rechts gibt es bequeme Fußwege und anstelle der 50 gefällten Bäume sind 73 neue Winterlinden gepflanzt worden, die nach den letzten Regenfällen auch kräftig ausschlagen. Die Investition kostete insgesamt 1,15 Millionen Euro, die von den Anwohnern, der Stadt Bernau sowie dem Land Brandenburg aufgebracht werden.

Neu am gesamten Bauprozess war, dass sich die Anwohner massiv gegen den Ausbau der Straße für  Tempo 50 km/h gewehrt hatten. Diese zulässige Geschwindigkeit  wäre  aber aufgrund der Richtlinien des Landes Brandenburg  Voraussetzung für die Ausreichung von Fördermitteln durch das  Infrastruktur-Ministerium gewesen.  Die Anwohner schafften es, das Ministerium zu einem Umdenkprozess zu bewegen. Wie Minister  Dellmann heute sagte, war dieser Prozeß  nicht einfach. Das gemeinsame Gespräch aller Beteiligten führte aber letztendlich dazu, dass es jetzt Fördermittel des Landes  auch für Tempo-30-Strecken geben kann.

Foto: Minister Dellmann im Gespräch mit Eberswalde – tv ( © fv 2009)

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Veröffentlicht von

Dr. Valentin ist ursprünglich Schönower, lebte aber 31 Jahre in Berlin, bevor er 1996 wieder in sein Heimatdorf zog und sich seitdem über die Kommunalpolitik wundert. Er ist promovierter Diplom-Ingenieur und betreibt eine kleine Firma mit dem Schwerpunkt Im- und Export von Medizintechnik für den operierenden Augen- und HNO-Arzt. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Sein allergrößtes Hobby ist zur Zeit sein privater Blog, über den er sich in fast jeder freien Minute Gedanken zur Themenauswahl macht. Im Urlaub und an den Wochenenden im Sommer findet man ihn meist mit dem Canadier auf den Brandenburger und Mecklenburger Gewässern. Wenn er in seiner restlichen Freizeit nicht mit seiner Frau und dem Hund lange Spaziergänge unternimmt, liest er sehr gern und hört fast alle Arten von Musik – von heavy metal bis Bach.

3 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Lieber Dr. Valentin!

    Wenn ich Ihren Text richtig verstehe, dann darf auf der Mittelstr. noch Tempo 50 gefahren werdem – der Umdenkungsprozeß ist nich nicht abgeschlossen –
    oder gab es eine Vorgriffsregelung ?

    Das ist der Fluch des Straßenbaus, dass er Verkehr generiert,
    und damit Temp, denn wenn die Gweschwindigkeit erhöht wird, fließt er schneler ab usw. , von den Kosten für die Anwohner ganz zu schweigen.

    Dellmann weiht gerne Straßen ein – vor allem, wenn es auf die Wahlen zugeht.
    Ein echter Infrastrukturminister! Ein Profi!

  2. Lieber Herr Lindner,
    auf eine Wertung habe ich bewußt verzichtet, ich wollte nur die nackte Nachricht bringen. Es ist gut, das Sie die richtigen Fragen stellen. Also, offiziell ist die Straße Tempo 30, es wird natürlich jetzt schon gerast und mehr Verkehr (gefühlt) gibt es auch. Kosten für die Anwohner sind immens. Nach dem Interview des Ministers hatte ich die Leute von eberswalde-tv gebeten, mit richtigen Anwohnern zu sprechen, die sich mir gegenüber sehr kritisch zum Straßenbau an sich und zurm Bau der Mittelstraße speziell geäußert hatten. Leider wollte niemand vor die Kamera! Also ist offiziell alles paletti und alle sind glücklich.

  3. Zitat Herr Lindner:
    „Das ist der Fluch des Straßenbaus, dass er Verkehr generiert,
    und damit Temp, denn wenn die Gweschwindigkeit erhöht wird, fließt er schneler ab usw. , von den Kosten für die Anwohner ganz zu schweigen.“

    Ich sehe das so:
    Eine Straße wird benutzt von Menschen. Menschen haben sich Regeln gegeben wie man sich miteinander verhält, in diesem Fall ist es die STVO. Wenn diese Regeln verletzt werden ist nicht der Straßenbau schuld.

    Wie zu lesen ist, ist die Mittelstraße jetzt mit 30km/h Höchstgeschwindigkeit beschildert. Wie kann da der Verkehr schneller abfließen wenn sich jeder an die allgemeingültigen Regel hält?

    Mit der Asphaltierung der Mittelstraße sinkt sicherlich der Lärmpegel, auf Gehwegen können Fußgänger sicher laufen, das Ortsbild wird aufgewertet.

    …. und für lau bekommt man heute nichts.