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Treffen zum Baumschutz in Eberswalde

Am 22. April trafen sich in der Freien Oberschule Finow Naturschützer mit Stadtverordneten und weiteren Interessenten, um über Möglichkeiten eines verbesserten Baumschutzes im Landkreis Barnim und in der Stadt Eberswalde zu beraten. Dr. Günter Riedel und Dr. Andreas Steiner von der AG Barnimer Baumschutzsatzung hatten zu diesem Treffen eingeladen.

Der Vorsitzende des Umweltausschusses des Kreistages, Dr. Michael Luthardt, stellte zunächst klar, dass von einer Verlängerung der landesweiten Baumschutzsatzung über den 31. Dezember 2009 hinaus für mindestens 2 Jahre ausgegangen werden kann. Somit besteht derzeit keine unmittelbare Gefahr, dass der gesetzliche Schutz für Bäume generell entfällt. Die bestehende Landessatzung bewerteten die Diskussionsteilnehmer allerdings als unzureichend für einen wirksamen Baumschutz.

Dr. Luthardt informierte außerdem darüber, dass im Umweltausschuss des Kreises bis zum Herbst ein Entwurf einer Rahmensatzung für den Baumschutz im Barnim erarbeitet wird, der dann im Kreistag beschlossen werden soll. Darin wird es eine Empfehlung an die Kommunen geben, eigene Baumschutzsatzungen zu erlassen, um die Rahmenregelung zu konkretisieren. Die Baumschützer beschlossen daraufhin, die Arbeit an einem eigenen Entwurf für eine Baumschutzsatzung fortzusetzen und diesen rechtzeitig in die Diskussion im Kreis und in der Stadt Eberswalde einzubringen. Noch offene fachliche Fragen zum Beispiel zu optimalen Zeitpunkten für Baumschnittmaßnahmen sollen bis dahin geklärt werden. Dr. Luthardt schlug vor, die Ergebnisse der Diskussionsrunde in den kreislichen Umweltausschuss einzubringen und bot der AG Barnimer Baumschutzverordnung an, dem Ausschuss in dieser Thematik beratend zur Seite zu stehen.

Mit der Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Eberswalder Stadtparlament, Karen Oehler, verständigte man sich darauf, zunächst die kreisliche Regelung abzuwarten, bevor in Eberswalde über einen Antrag für eine eigene Baumschutzsatzung abgestimmt wird.

Karen Oehler
Vorsitzende der Eberswalder Stadtfraktion B90/Die Grünen

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Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik.
Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB).
Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht.
Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

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  1. Wie ich am 1. Mai auf dem Eberswalder Marktplatz von der Landtagsabgeordneten Margitta Mächtig erfahren habe, wird am 15. Mai im Hauptausschuss des Brandenburger Landtages über die Verlängerung der Brandenburgischen Baumschutzverordnung diskutiert werden.