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„Call a Sozi“ – Brandenburger Sozialdemokraten liefern „Frei Haus“

asoziHungrig, aber zu lethargisch um selbst den Herd anzuwerfen oder das Haus zu verlassen? Hier hilft ein Lieferservice. Pizza Hawai, Tortellini Gorgonzola, chinesisch, indisch oder „gutbürgerlich“, auch in unserer Region ist die Palette inzwischen recht umfangreich.
Brandenburgs Sozialdemokraten liefern ab sofort eine besondere „Leckerei“, nämlich sich selbst. „Sozi Frei Haus…“ heißt die Aktion.

„Egal was sie bewegt: Wir kommen mit einer/m Landtagsabgeordneten zu Ihnen. Einzige Voraussetzung: Sie laden (mindestens) fünf Freunde, Bekannte oder Kollegen ein (…).“

Auch die Location ist offenbar frei wählbar. Ob am Stammtisch, auf der Kegelbahn oder in der guten Stube; „Wir sind überall“ ist ganz offensichtlich die Message. Mit etwas Phantasie kann sich da schnell ein spannendes Event für die ganze Familie entwickeln. Jagen mit Dietmar Woidke, ein Currywurst-Essen mit Reinhold Dellmann oder doch Saunieren mit Britta Stark und nebenbei ein kleiner Schwatz zum Klimawandel? Eins klingt verlockender als das Andere.

Bleiben im Prinzip nur noch  2 Fragen. Wie verhält es sich mit der aufopferungsvollen Bürgernähe wenn die Messen gesungen d.h. die Kandidaten gewählt sind
UND
bringen die Sozis zur Not auch Pizza mit?


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3 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Ich weiß ja nicht, ob das die Sozis durchhalten.
    Ich stelle mir mal vor, 5 Hartz-4-Empfänger laden einen Kandidaten ein und präsentieren ihm die von Sarrazin vorgeschlagene Diät zum Abendbrot, fragen nach dem Sozialticket, ob er kürzlich im Kino oder Theater war, ob seine Kinder auf Klassenfahrt waren…
    Vielleicht bitten Sie ihn auch um etwas Unterstützung beim Ausfüllen des einen oder anderen Antrags – da kann der Abend lang und die Nacht kurz werden…

    Vielleicht sind es aber auch 5 Trassengegner, die ihn oder sie etwas intensiver (es muss ja nicht gleich waterboarding sein, das liegt uns fern) auf die Haltung der SPD(Spitze) zur 380-kV-Freileitung befragen und warum ein Erdkabelgesetz in Brandenburg angeblich aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht sinnvoll ist – wenn sie sich da ein verfassungsrechtliches
    Proseminar anhören müssen, das kann auch ganz schön anstrengend sein – natürlich wäre der (pol.) Bildungswert enorm… aber der Abend ist zu kurz…

    Oder ein paar Umweltfreunde klären die fortschrittsgläubigen
    Genossen über die Möglichkeiten moderner Müllverbrennung auf und weshalb diese bei der Theo-Steil-Anlage nicht genuzt werden… das kann lange dauern, denn der Teufel sitzt im Detail und da mag sich plötzlich mancher Kandidat, der den Vorschlag „call a candidate“ ganz hip fand, plötzlich in der Hölle wähnen…

    Also Freunde heizt die Kessel an, wir wollen die Kandidaten gerne etwas abkochen oder grillen oder einfach zur Brust nehmen.

  2. @Hartmut
    Also wenn wir das so planen und durchziehen würden, bekämen die Genossen echte Probleme. Die können nur froh sein, dass Ihr leichtfertig gestelltes Angebot wahrscheinlich kaum genutzt werden wird :-).

  3. @H. Lindner
    Ich finde die Aktion erfrischend und gut. Für den Sportverein oder die Skatrunde in der Nachbarschaft ist es doch ein neue Möglichkeit mit der Politik in unmittelbaren Kontakt zu kommen. Die ewigen Diskussionen um fehlende Bürgernähe und Politik(erInnen)verdrossenheit sind uns doch allen in den Ohren und werden auch in diesem Forum hier gern angeprangert.