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Barnimer Kommunalpolitiker und Wirtschaftsförderer zum Erfahrungsaustausch in Niedersachsen

vorn von links: Vize-Landrat Carsten Bockhardt, Bürgermeister Dieter Decker, Rüdiger Platz, Vorsitzender Unternehmerverband Barnim, Mitte v. l.: Unternehmer Peter Heilmann, Rechtsanwalt Peter Mauel, WITO-Chef Rüdiger Thunemann hinten v. l.: Bürgermeister Friedhelm Boginski, Geschäftsführer Unternehmerverband Günter Pianka, Bürgermeister Hubert Handke, Amtsleiter Ronald Thiel, 1. Gemeinderat Günther Henkel (Pressefoto: WITO Barnim)

vorn von links: Vize-Landrat Carsten Bockhardt, Bürgermeister Dieter Decker, Rüdiger Platz, Vorsitzender Unternehmerverband Barnim, Mitte v. l.: Unternehmer Peter Heilmann, Rechtsanwalt Peter Mauel, WITO-Chef Rüdiger Thunemann hinten v. l.: Bürgermeister Friedhelm Boginski, Geschäftsführer Unternehmerverband Günter Pianka, Bürgermeister Hubert Handke, Amtsleiter Ronald Thiel, 1. Gemeinderat Günther Henkel (Pressefoto: WITO Barnim)

„Wir hätten auch gern solch eine Truppe wie Sie“
Schauen, wie es die Besten machen – mit diesem Ziel besuchte eine neunköpfige Barnimer Delegation von Unternehmern, Kommunalpolitikern und Wirtschaftsförderern kürzlich die niedersächsische Gemeinde Rastede. Der 20.000-Einwohnerort unweit von Oldenburg hat sich durch ein außergewöhnlich professionelles kommunales Management in der Wirtschaft einen Namen gemacht und füllt seit 1997 seine Gewerbegebiete kontinuierlich mit zur Region passenden Firmen.

Der Kontakt nach Rastede kam über den „Unternehmerverband Barnim e. V.“ und sein Vorstandsmitglied Rechtsanwalt Peter Mauel zustande. Verbands-Chef Rüdiger Platz freute sich über die hochkarätige Besetzung der Gruppe: „Wenn Vize-Landrat Carsten Bockhardt, die Bürgermeister der beiden großen Städte Eberswalde und Bernau, Friedhelm Boginski und Hubert Handke, WITO-Chef Rüdiger Thunemann und Amtsleiter Ronald Thiel gemeinsam mit uns Unternehmern auf eine solche Reise gehen, ist das für mich ein Zeichen, dass sich in der Wirtschaftsförderung im Barnim etwas positiv bewegt“, sagte er.

Und wie sich herausstellte, muss sich der Barnim auch keineswegs verstecken. Rastedes Bürgermeister Dieter Decker bedankte sich nach dem mehr als sechsstündigen Beratungs- und Besichtigungsprogramm ausdrücklich für einen „anregenden Erfahrungsaustausch“. Für ihn habe der Besuch eine Erfahrung bestätigt: „Sie, die es eigentlich gar nicht so nötig haben, Sie sind auf Tour und kümmern sich, es noch besser zu machen. Die anderen, die es dringend müssten, die sitzen zu Hause.“

Bürgermeister Decker und sein 1. Gemeinderat Günther Henkel hatten zuvor bereitwillig in ihren Instrumentenkasten schauen lassen. Sie berichteten, wie sie mit interessierten Unternehmen gemeinsam perfekt zugeschnittene Gewerbegebiete entwickeln, wie die Gemeinde ihre Selbstverwaltungskompetenz bis zur Schmerzgrenze übergeordneter Stellen wahrnimmt und wie dadurch für den Unternehmer schnell verlässliche Entscheidungen getroffen werden.

„Heute muss die Gemeinde nicht mehr viel Werbung machen. Es hat sich in der Wirtschaft herumgesprochen, dass wir gut sind, dass man hier gut betreut wird“, erklärte Henkel. Am Anfang des Weges habe aber viel Kleinarbeit gestanden. Dabei sei es der Verwaltungsspitze gelungen, die kommunalen Politiker davon zu überzeugen, dass es für die Gemeinde am sinnvollsten ist, konsequent Sachfragen in den Vordergrund zu rücken. „Die Politiker bekommen heute ständig alle Informationen, wir als Verwaltung erhalten dafür einen Vertrauensvorschuss, der es uns möglich macht, selbständig, schnell und unkompliziert zu handeln“, erläuterte Henkel.

Peter Heilmann, Geschäftsführer der „arxes Information Design Berlin GmbH“ und Mitglied des Vorstandes des Barnimer Unternehmerverbandes, war am Ende beeindruckt. „Hier ist der Unternehmer ein Kunde, hier wird Service für die Firmen groß geschrieben“, sagte er. „Sie leben das. Sie führen ihre Gemeinde wie ein Geschäftsführer seine Firma. Kompliment“.

Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski bedankte sich für „sehr interessante Stunden“. „Ich habe mir viel notiert. Manches hat mich bestätigt, manches war ein neuer Denkansatz“, sagte er. Bernaus Bürgermeister Hubert Handke betonte, dass auch er manche Anregung mit nach Bernau nehme. „Die Situation unserer Kommunen ist natürlich nicht direkt vergleichbar, aber die Effizienz der Verwaltung und Wirtschaftsförderung hier ist noch manche Überlegung wert“, sagte er. Boginski und Handke luden das Rasteder Führungsduo zu einem Gegenbesuch in den Barnim ein.

Als interessante Anregung aus dem Barnim nahmen die Rasteder übrigens die Arbeit des Unternehmerverbandes auf. „Das gibt es bei uns so nicht. Wir wären glücklich, wenn wir solch eine Truppe wie Sie hätten“, meinte Gemeinderat Henkel bei der Verabschiedung.

Quelle: ungekürzter Pressetext von Rüdiger Thunemann, WITO Barnim

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8 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Naja, und? Die gleiche Lobhudelei kann ich auch in der MOZ nachlesen. Ich weiß nicht die Beweggründe, dieses hier noch einmal reinzustellen. Sollen wir jetzt darauf kritisch kommentieren? ;-)

  2. @Andreas: Du hast Recht. Rastede, der Heimatort des deutschen Astronauten Thomas Reiter, hat vermutlich schon andere Sternstunden erlebt als diesen Freundschaftbesuch. Hier die Beweggründe für den „Abdruck“:
    – Dank des gut gepflegten Presseverteilers der WITO haben wir dieses Kleinod journalistischer Kunst bereits VOR der Märkischen Oderzeitung auf der Website.
    – Wenn ein ehemaliger Journalist sich in Public Relations versucht, hat das immer so etwas rührend Unbeholfenes.
    – Dass unsere Honoratioren nach Niedersachsen fahren, um zu lernen, dort aber als Lehrmeister gefeiert werden (zumindest nach dieser Pressemitteilung), ist aufschlussreich.
    – Alles zusammen ist es ein Dokument der Zeitgeschichte, das einfach zu schade für den Papierkorb ist und auf dem Barnim-Blog der Nachwelt erhalten bleiben soll.

    Gruss,
    Karl-Heinz

  3. Ich hoffe der Besuch diente nicht nur der Kosmetik (gugt ma hier wir machen was) der Inhalt zeigt die kommunalpolitiker scheinen etwas gelernt zu haben –

    kein wort davon das die WITO auch was mitgenommen hat – die werden sich wohl weiter auf das sinnfreie verheitzen von Fördermitteln konzentrieren – was die machen ist doch Planwirtschaft 2.0 – eher Beamtenmetalität statt moderner Dienstleister. Aber das wurde schon oft geschrieben.

    Ich hoffe die Kommunalpolitiker werden nun auch in der WITO die nötigen Veränderungen anschieben. Denn Ohne das alle die wenigen vorhandenen Energien in die richtige Richtung investiert werden wird der Barnim in Sachen Wirtschaftsansiedlung weiterhin nicht gerade Spitze sein.

  4. Was die Kommunalpolitiker von den Niedersachsen auch hätten lernen können, ist die Kunst der Erdverkabelung von Höchstspannungsfreileitungen.
    Die Niedersachsen haben es nämlich geschafft, drei Höchstspannungstrassen als Pilotprojekte zur Erdverkabelung in das Energieleitungsausbaugesetz (EnLaG) reinzuschreiben. Das ging natürlich nur, weil es in Niedersachsen eine sehr rege Auseinandersetzung um die geplanten Freileitungen und selbstbewußte kommunale Mandatsträger gibt, die den Protest gegen die geplanten Freileitungen unterstützen und nicht während des Raumordnungsverfahrens alles verschlafen oder müde abnicken. Auch die nieders. Landesregierung hat sich mit einem eigenen (vorbildlichen) Erdkabelgesetz deutlich positioniert.

    Am 7.Mai wird im Bundestag über das EnLaG abgestimmt.
    Mal sehen, ob die „Uckermarkleitung“, die eigentlich auch einen „Barnimleitung“ ist, bei den Erdverkabelungsprojekten dabei ist. Die BI „Biosphäre unter Strom – keine Freileiting durchs Reservat“ hat sich darum ja in den letzten 10 Monaten sehr engagiert bemüht.
    Die Unterstützung seitens der Eberswalder Stadtverwaltung und vor allen durch den Bürgermeister ist leider nicht sichtbar geworden. Hier warten die Bürger von Finow und Brandenburgischem Viertel heute noch auf ein klares Wort von Herrn Boginski.

  5. Lieber Hartmut, die Standverordnetenversammlung Eberswalde hat sich aber klar positioniert, und zwar für die Erdverkabelung!
    Wie Mandatsträger darüber hinaus noch weiter tätig werden könnten, dazu brauchen wir auch das fachliche Know-How der BI. Der Wille allein reicht meist nicht.

  6. …vielleicht bin ich jetzt mit meiner Ansicht ein bisschen realitätsfern blauäugig, aaaaber die Stadtverwaltung hat das konsequent umzusetzen, was die Stadtverordnetenversammlung beschlossen hat.
    Habt Ihr als BI Vorschläge, welche Anstrengungen von der Stadtverwaltung im Sinne der Erdverkabelung unternommen werden könnten? Ich könnte solche Arbeitsaufträge an die Verwaltung als Anträge in die StVV reinbringen. Dafür bin ich gewählt worden.

  7. Vor einigen Jahren, waren zwei junge Geschäftsführer bei der Stadt Bernau vorstellig. Beide wollten das Ehemalige Objekt im Gewerbegebiet Ladeburg (Alberthofer Chaussee), das Kongesszentrum modernisieren und wieder beleben, da die Bausubstanz ok war und das Objekt als ausreichen schien und evtl. noch ein Anbau später nötig wäre, wäre dieses Objekt am Wochenende als Diskotek ( mit dem Betreiber des Zeltes zusammen) und in der Woche als Schulungzentrum für Firmen gedacht. Der Umbau sollte nach Ingenieutschätzung und Aufstellung der arbeiten über 3 mio. Euro als erachtet werden.
    So wurden die Zeichnungen des Objekts von der Bauregie Bernau GmbH organisiert und das 2. OG aufgemessen und geplant.

    Da dieses Objekt zum Abriss stand, dies aber erst im Juni nächtsen Jahres, sollte es in einen halben Jahr möglich sein Investroren zu fnden.

    Das Konzept stand, mit der Stadt wurde verhandelt, es würden ca. 10 – 20 neue Jobs dafür veranschlagt. Gepalnt wudre auch ein neuses Restaurant (Inhaber trägt Ausstattung und würde den Mietvertrag akzeptieren). Plözlich hieß es das im Dezember das Fianzierungkonzept stehen muß, weil auf einmal, statt im Juni nun schon Anfang Januar abgerissen würde. Da im Dez. kaum verhandlungen mit Microsoft, Alacatel, Sisco Systems möglich waren, WEGEN BILANZ ABSCHLUSS! Ist es mit 950.000 Euro zugesichertes Inestorengeld gescheitert.
    Dank der Bauregie Bernau GmbH, die daruf drängte den Abriss zu machen, so schnell wie möglich und heut noch fleißig für die Stadt arbeiten.
    Konsequenzen für das Bauamt, die über die Absprachen mit Stadtverordneten und Kenntnis des Bürgermeisters handelten (die ja begeistert waren und liebend gern zustimmten) keine!

    Dann soll man den Bürgermeister der sich ja so für Arbeitsplätze und Leute einsetzt wieder wählen?
    Wohl eher nicht!!