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Initiative „Pro Reli“ gescheitert

areliDa auch wir Barnimer, sei es als Pendler oder „Berlin-Touristen“, an den „Pro Reli-“ oder „Anti-Pro-Reli-Plakaten“ kaum vorbeikamen erlaube ich mir an dieser Stelle eine grenzüberschreitende Meldung. Nach aktuellen Pressemitteilungen ist der Volksentscheid deutlich gescheitert. Die Berliner Morgenpost schreibt:

„In Berlin wird Religion weiterhin kein reguläres Schulfach sein. Der Volksentscheid für ein Wahlpflichtfach Religion als Alternative zum Fach Ethik ist deutlich gescheitert. Um 18 Uhr schlossen die rund 1200 Wahllokale. Die Wahlvorstände begannen mit der Stimmenauszählung. Rund 2,4 Millionen Berliner hatten abstimmen können, doch nach bisherigen Schätzungen des Amt für Statistik Berlin-Brandenburg kamen nur 29 Prozent davon.“

„Die Mehrheit der Abstimmenden sprach sich nach Auszählung von mehr als 95 Prozent der Wahllokale gegen die Initiative „Pro Reli“ aus, teilte Landeswahlleiter Andreas Schmidt von Puskás kurz vor 20 Uhr mit. Damit ist es unmöglich, dass die benötigte Zahl von 611.422 Ja-Stimmen (25 Prozent der Wahlberechtigten) noch erreicht wird. „

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

14 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. „Gott sei Dank!“ möchte ich über 200 Jahre nach Beginn der Aufklärung ausrufen. Jedes andere Ergebnis hätte mich auch stark gewundert.

  2. Schade. Die Gleichmacherei der „SED-Schergen“ wird somit in Berlin weiter Bestand haben.

  3. @Mathias: Mit Gleichmacherei hat der Ethik-Unterricht und auch LER hier in Brandenburg wenig zu tun. Vielfalt ist nicht Gleichmacherei. Und ich glaube nicht, dass das Abstimmungsergebnis in Berlin irgendwas mit SED zu tun hat. Die Toleranz und Weltoffenheit der Berliner hat hier einer Initiative, die anderen ihr Weltbild überstülpen wollte, eine Abfuhr erteilt.

  4. Ich hätte „Pro-Reli“ in der „realexistierenden Version“ auch nicht unterstützt, halte aber Relegionsunterricht für ein an sich sinnvolles Angebot. In meinen Jahren als West-Berliner“ habe ich ca. 1 1/2Jahre „Reli genossen und war schon rein strukturell immer der Arsch. Als zusätzliches Unterrichtsanhängsel lagen die Stunden fast grundsätzlich vor Sonnenaufgang oder der gute, alte Mond schien bereits vom Himmel (ich übertreibe hier mal ein wenig).
    Religiöse Zwangsverpflichtung? Nein!
    Einiger Maßen gleichberechtigte Ausgangsbedingungen hat „das Fach“ aber durchaus verdient.

  5. @Lieber Herr Wenzlaff, ich habe 2 Kinder , 14 und 15 Jahre alt. Was LER in Brandeburg bedeuten kann, haben wir erfahren müssen. Wenn alte Stasi, entschuldigung Staatsbürgerkundelehrer/innen, heute LER geben……
    …und ich halte einen Teil der in Berlin Regierenden für alte SED-Schergen.

    Nach 1945 sollten ja auch keine Nazi-Lehrer mehr an die Schulen.

  6. Die Berliner haben sich erfreulich aufgeklärt entschieden – sowohl die, die gewählt haben als auch die, die erst gar kein Kreuz setzen wollten und der Wahl fern geblieben sind. Ich bin froh über diesen Ausgang:

    link

    Godwi

  7. @Godwi:

    Sehr geehrter Herr Dr. Lentwojt,

    Danke für Ihren Kommentar und den Link. Bei uns ist es üblich, mit vollem bürgerlichen Namen zu kommentieren. Bitte künftig beachten.

    Herzliche Grüße
    Karl-Heinz Wenzlaff

  8. @Mathias Wiegand: Auch meine Tochter ist im Barnim zur Schule gegangen. Ich kann Ihre Schilderung des LER-Unterrichts und die Aussagen über die Lehrer nicht bestätigen. Und bitte keine Geschichtsklitterung. Staatsbürgerkundelehrer wurden nach 1990 nicht in den Schuldienst übernommen.

  9. Religion als Pflichtfach ist anachronistisch und gehört aus dem Grundgesetz gestrichen! Insofern ist das Scheitern von Pro-Reli nur zu begrüßen. Wem es an der Religion gelegen ist, dem bieten die Kirchen sicher genug Möglichkeiten zu lernen. Die Kostruktion des Ethikunterrichts bietet genug Freiheiten um der ganzen Klasse ( inkl. Muslime ) die Grundzüge der Religionen zu vermitteln.
    Übrigens ist Religion ebenso wie gutes Benehmen etwas das man zu Hause erfährt. Die Schule ist da die falsche Institution.

    Beste Grüße
    Thomas Ebert

  10. Auch wenn sich unsere Politiker gern auf das die Traditionen des „christlichen Abendlandes“ berufen hat nach meiner Überzeugung ein konfessionell gebundener Religionsunterrich in Schulen eines Landes mit Religionsfreiheit nichts zu suchen. Dies wird sogar in Ländern so gesehen in denen Religiösität viel ausgeprägter verbreitet ist als bei uns (z.b. USA,Türkei).
    Meine Kinder besuchen Nachmittags ausserschulisch die Christenlehre bzw den Konfirmandenunterricht der Kirchgemeinde (auch wenn dann manchmal der Mond schon scheint) Ich kann darin keine Beschneidung der Wahlfreiheit erkennen.

  11. @Matthias Kuhnt
    Darauf berufen sich nicht nur Politiker, auch einfach Menschen, die sich nicht in der Politik angagieren. Politiker sind auch nur Menschen von nebenan.

    Ansonsten KÖNNTE ich mich Ihnen anschließen, wenn der Staat aufhören würde im Fach Lebensgestaltung, Ethik und Religion, die Religion „zu lehren“. Dann soll nur noch Lebensgestaltung und Ethik gelehrt werden. Religion ist, so wie die Gegener von Pro-Reli betonen, dann wirklich Privatsache.

    Meine Tochter machts auch so.

  12. @mathias wiegand: Wie fast immer hier im Blog betreiben Sie nur eitle Selbstdarstellung. Ich frage mich wirklich, warum Sie nicht auswandern oder mal zum Arzt gehen. Ihre Stasi-Phobie ist ja schon krankhaft.

  13. @matthias wiegand: ich finde die Darstellung der Religionen in LER durchaus wichtig….denn nur in einem koffesionslosen und potenziell neutralen Fach ist eine gleichberechtigte Behandlung überhaupt möglich.
    Danach kann dann jeder ausserschulisch gemäß seinen Neigungen/seinem Glauben sein Wissen in der jeweiligen Richtung beliebig vertiefen. Nochmal die Frage: was soll daran schlecht sein (außer im Einzelfall vielleicht die Umsetzung)