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Direktwahl des Landrates – Prignitz derzeit gespalten

Während wir Barnimer bereits  über Details nachdenken können und das Wundenlecken im Lager der „Royalisten“ (Lang lebe König Bodo) allmählich ausklingt wird im Landkreis Prignitz noch sehr intensiv um das zukünftige Wahlverfahren gestritten.

Die Positionen sind nahezu deckungsgleich verteilt Auch in Perleberg und Pritzwalk schwört die Partei des Amtsinhabers (in diesem Fall die CDU) auf die „indirekte Variante“, während z.B. die LINKE das Volk entscheiden lassen will. Die Prignitzer Sozialdemokraten scheinen noch mit sich zu ringen. Im Gegensatz zu Bodo Ihrke mangelt es Landrat Hans Lange aber ganz offensichtlich an einem gewissen „Sportsgeist“. Der bekundete nämlich bereits, dass er „nur kandidieren will, wenn die Stelle nicht ausgeschrieben und er im Kreistag bestätigt wird“. (Quelle: Märkische Allgemeine).

Was die Argumente für eine indirekte Wahl angeht gibt es an sich nichts Neues. „Never change a winnig team“ ist genauso vertreten wie das „Gespenst des wahlunwilligen Wählers“.
Wirkt alles ein bisschen wie Parolenrecycling aus „guter, alter Zeit“. Immerhin, Konrad Adenauer gelang mit „Keine Experimente“ beim Bundestagswahlkampf 1957 der bis heute größte Triumph einer Partei in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

13 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. @Stefan Stahlbaum
    Ihre „Abneigung“ gegen Herrn Ihrke kenne ich ja nun hinlänglich aus diesem Blog. Seien Seien Sie bitte nicht so „hart“ zu einem Menschen, der sich engagiert, ob er es nun gut oder schelcht macht sei dahingestellt. Herr Ihrke ist kein König, genau so wenig wie die DDR demokratisch war.

    Dass die „LINKE das Volk entscheiden“ lassen will, empfinde ich als Zumutung in der populitischen Wirkung dieser Aussage. Vom Saulus zum Paulus? Wie geht die „Linke“ mit dem Volk um? Ich nenne das Volksverdummung. Mit populistischen Phrasen, in Teilen sind die „LINKEN“ antisemitisch, reaktionär und extremistisch, sich als der „Heilsbringer“ darzustellen, werden die Menschen in unserem Land nicht zulassen. Eine nochmalige Diktatur kann und will sich Deutschland nicht leisten. So zu tun, als sei man eine demoktische Partei, naja, die Fälle Kaufmann und Brie lassen grüßen.

    Ich halte eine Direktwahl für gut. Vielleicht nehmen die Menschen diese Wahl ja an und gehen auch hin. Der Wahlspruch müsste wirklich heißen, „Geht zu Wahl – für unseren Landkreis“.

  2. @Mathias Wiegand:
    Sie irren, ich hege keine persönliche Abneigung gegen Herrn Ihrke. Im Gegenteil, wie ich bereits mehrfach betonte habe ich u.a. durchaus Respekt vor seiner Reaktion auf die „Direktwahl-Entscheidung“.

  3. @Stefan Stahlbaum
    Naja, gut, aber der Ausspruch „König Bodo“ und „Wundenlecken im Lager der Royalisten“, naja, ich halte das nicht für sachlich, eher für emotional. Und bitte bedenken Sie, auch ich gehöre zum „Lager“, bin aber überhaupt kein „Royalist“. Denn wer möchte schon den Deutschen Kaiser zurück? Ich will auch keine parlamentarische Monarchie in Deutschland. Und daher möchte ich mich auch nicht in diese AEcke gestellt sehen.

    Sei es drum. Die Entscheidung wird jetzt wohl im Januar getroffen werden.

  4. Also ich verfolge diesen Blog schon eine weile und finde es mitzunehmender Dauer des Betrachtens traurig, dass es laut Steffen Stahlbaum und Andreas Steiner unserem schönen Landkreis immer schlechter geht. Herr Stahlbaum, ihr Ausdruck, dass das „Lager der Royalisten“ noch die „Wunden leckt“ und „König Bodo“ erfasse ich als eine dirkete Beleidigung auch gegen mich. Ich gehöre auch zu diesem Lager, bin auch kein Roylaist, denn dies würde das Schlimmste sein, was uns passieren könnte. Auch ist König Bodo Ihrke eine ware Verleumnung. Er ist auf keinen Fall jemand, der wie ein Monarch den Landkreis führ. Also machen sie langsam mit ihren unpassenden Bemerkungen schluss und bringen sie mal konstruktive Vorschläge.
    @ Thema:
    Ich hoffe die Prignitz wird ihre eigene richtige Entscheidung finden. Wenn man eine Wahlbeteiligung über 70% hat, sollte man ruhig Dirketwählen. Wenn nicht denke ich ist die Indirekrewahl durch den Kreistag besser, denn dieser spiegelt die Bevölkerung besser wieder, als so eine geringe Wahlbeteiligung

  5. @Mathias & Eric:
    Das BAR-Blog ist keine Tageszeitung oder rein politische Diskussionsplattform. Ich (z.B.) gebe hier meine subjektiven Meinungen und Empfindungen wieder. Da ich eher dem kreativen Schreiben zugeneigt bin (gibt es übrigens noch Überlebende des Zirkels schreibender Schüler Bernau 1981-1984?) nehme ich mir die Freiheit meine Sätze mit (für mich passenden) Vergleichen u.ä. zu schmücken. Die Anführungsstrichelchen um den Begriff „Royalisten“ stehen übrigens nicht umsonst da (Karl-Heinz meckert ja noch immer, ich würde zu viele von den Dingern setzen).
    Im übrigen ist mir bekannt, dass es im Barnim derzeit keine Monarchie gibt.

    Einstweilen Beste Grüße

    Stefan Stahlbaum

  6. @Stefan Stahlbaum
    Nein, eine Tagezeitung soll es nicht sein. Und auch möchte den kreativen Schreiber nicht verdrängen. Aber nicht ich (oder andere) haben das sehr politische Thema „Landratswahl“ aus dem Nähköfferchen geholt. Nein, eine Gastschreiberin, Frau Mächtig, Ihres Zeichens MdL in Brandenburg und Fraktionschefin der „LINKEN“ im Kreistag.

    Nun müssen also doch mal Kommentare, auch gegenteilige, möglich und richtig sein. Ich denke der Austausch von unterschiedlichen Argumenten und Meinungen stehen hier im Bolg im Vordergrund. Das soll so bleiben, nur sachlich denke ist ist besser, obwohl die „Schmerzgrenze“ jedes Einzelnen da sicherlich eine andere ist.

    Ich finde den Bar-Blog sehr gut. Auch die Protagonisten sind ganz gut dabei. Mir persönlich schießen sie nur manchmal zu weit übers Zeil hinaus. Aber, naja, sei es drum.

    Das Ausreinadersetzen mit den inhaltlichen, teils auch subjektiven, Äußerungen sollte doch im Vordergrund stehen, oder sehe ich da was falsch. Da heißt es dann aber auch mal, Farbe bekennen.

  7. @ Mathias Wiegand,

    vielen Dank für die vielen lobenden Worte für das Barnim-Blog und seine Autoren!. Warum wir dieses Blog betreiben, haben wir vor über zwei Jahren aufgeschrieben. Persönliche Erfahrungen der Autoren gehören zum tragenden Konzept dieses Placeblogs. Daran hat sich in diesen 30 Monaten nichts geändert, auch wenn in Zeiten von Wahlen das Polit-Ressort etwas mehr Platz auf dem Barnim-Blog eingeräumt bekommt. Bisher sind nur 119 von 840 Beiträgen aus der Poltik-Kategorie gekommen, Umwelt (200), Vermischtes (156) und Kultur (132) liegen deutlich davor.
    Und eine rege Diskussion, gern auch kontrovers im Rahmen der über dem Kommentarfeld nachzulesenden „Hausordnung“, ist natürlich ausdrücklich erwünscht

    Herzlichst
    Karl-Heinz Wenzlaff

  8. @ Mathias Wiegand
    Die (deutsche) Geschichte zeigt anhand zahlreicher Beispiele namhafter Persönlichkeiten, dass nur solche Forderungen sich in Zukunft zumindest im Ansatz umsetzen lassen, die über das Ziel hinausschießen und vehement, teils emotional vorgebracht werden. Das ist doch lebendige Politik. Progressivität bedeutet immer auch Provokation. Ich möchte nur an Martin Luther erinnern, wie er mit den katholischen Pfeffersäcken verbal umgesprungen ist. Der hat kein Blatt vor dem Mund genommen. Und das ist schon ein paar Jahrhunderte her.
    Und solche Begriffe wie „König Bodo“ und „Royalisten“ sind doch nun alles andere als beleidigend, sondern für Bodo Ihrke vielleicht sogar noch eine kleine Bauchpinselung. Also seien wir doch nicht so fürcherterlich starr.

  9. @“Eric Rabitz“
    Warum bleiben Sie eigentlich in Deckung und bekennen sich nicht persönlich? Wir leben schließlich nicht mehr in einem Staat, wo Sie am gleichen Tag wegen missfälliger Meinung abgeholt und in ein Lager gesteckt werden. Kurzum: Ich vermisse Euren Mut zum offenen Bekenntnis, liebe Ihrke-Getreuen! Deswegen Hut ab vor Mathias Wiegand, der trotz seines regionalen Bekanntheitsgrades hier im Blog mit seinem Namen auftritt!

  10. @ Mathias:
    Ihrer Beobachtung, nach der besonders die LINKE das Thema „Landratswahl“ politisch aufgegriffen hat kann ich nicht zustimmen. So finden sie z.B. hier auf dem Blog ein Positionspapier von Albrecht Triller, das mindestens so deutlich formuliert, aber etwas älteren Datums ist.
    Zusätzlich empfehle ich Ihnen einen meiner Artikel mit dem Titel „Bodo währt am längsten“, der aus Juli 2007 datiert und einen Kommentar unseres Grünen Landesvorsitzenden Axel Vogel (seit gestern übrigens offizieller Direktkandidat im Wahlkreis 15) zum Inhalt hat.
    Link

    Beim „Gehacke gegen die LINKE“ (der ich übrigens unverändert nicht beitreten könnte)zeigt sich meines Erachtens ein „gedeckelter Kern“ der Diskusssion. Eigentlich geht es Vielen gar nicht um die viellleicht zu geringe Wahlbeteiligung.
    Vielmehr sehe ich grade die sogenannten Volksparteien(mag sein das ich mich irre) von der Angst gepeinigt, jeder linke Kandidat wäre (im Direktwahlverfahren) in der Lage die Konkurrenz deutlich zu übertrumpfen. Ich würde den „Anderen“ hier zu mehr Selbstbewusstsein raten.

  11. @ Andreas Steiner
    Ich weis nicht wie sie darauf kommen, dass ich nicht mit meinem richtigen Namen auftrete. Man muss doch nicht bekannt sein wie ein Bunter Hund um hier mitschreiben zu dürfen.

  12. @Stafan Stahlbaum
    Gut, Sie und Herr Triller haben sich bereits früher positioniert, öffentlich hat die „LINKE“ als Partei das Thema populistisch „missbraucht“, für mich nach dem Dafürhalten, „Nur ein durch die Bürgerinnen und Bürger gewählter KandidatIn, ist ein guter (fachlich) Landrat/rätin.“

    Es geht mir nur darum
    1. die Direktwahl bringt nicht mehr Demokratie, wie die „LINKEN“ und auch andere behaupten
    2. die Direktwahl führt nicht automatisch zu einer Verbesserung in der Qualität der Arbeit auf dem Posten des Landrates

    @Dr. Steiner
    Danke für das „Kompliment“. Sollte ich wirklich so regional bekannt sein? Das ist einem manchmal wohl selbst nicht bewusst. Nichts für ungut. Ihr Abschied aus den Finowfurter SPD Kreisen ist mir noch in Erinnerung.

    Ich werde mich auch künftig hier „herumtreiben“, ich denke Austausch in der Sache, trägt zum Vertratuen bei.