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Internetauftritt der Bürgerinitiative Biosphäre ohne Massentierhaltung eingerichtet

Die Bürgerinitiative Biosphäre ohne Massentierhaltung arbeitet derzeit an ihrem neuen Internetauftritt. Der Protest richtet sich gegen die geplante Erweiterung einer Milchviehanlage im Ortsteil Schmargendorf von Angermünde.
Hier plant ein holländischer Investor die Vergrößerung der Milchkuhhaltung auf 6fache Größe: Von jetzt 240 Rinder- und 60 Kälberplätzen auf 1.461 Rinder- und 198 Kälberplätze.
Nach Angaben der Bürgerinitiative, deren prominenter Vertreter der Leiter des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin i.R., Dr. Eberhard Henne, ist, steht diese Planung in krassem Widerspruch zur geplanten Entwicklung der Region, da Angermünde „Staatlich anerkannter Erholungsort“ werden möchte und der Grumsiner Forst als UNESCO Weltnaturerbe anerkannt werden soll. Auch soll das Kerngebiet des Geoparks „Eiszeitland am Oderland“ betroffen sein. Zudem besteht die Gefahr, dass durch diese Anlage die bestehende touristische Infrastruktur entwertet wird.

Als weitere Argument gegen diese Anlage gibt die BI an, dass es bereits ein Überangebot an Milch gibt, welches zu einem erbitterten Preiskampf geführt hat. Die niedrigen Preise ruinieren die bäuerlichen Betriebe, die ihre Milchwirtschaft aufgeben müssen. Dabei sollen mehr Arbeitsplätze verloren gehen als durch neue Massentierhaltung geschaffen werden.

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Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik.
Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB).
Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht.
Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

5 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Es ist einfach unglaublich – immer mehr Tierknäste, Es besteht ein Überangebot an Fleisch, Milch, Milchprodukten, dadurch bedingt ist ein für die Bauern ruinöser Preiskampf. Und nun soll noch vergrößtert werden? Überall schießen diese industriellen Tierknäste aus dem Boden.
    Muß man alles den Niedersachsen nachmachen? Wie sehen diese Folgen der Todsünde aus?
    Das Land hat unglaublich viel Natur eingebüßt dank des Maisanbaus.
    Die Weiden sind voller Milchviel, die Gülle dieser Tiere haben schon Seen, die noch vor Jahren klar waren, daß man auf den Grund schauen konnte, so überdüngt, daß die Algenbildung zum Badeverbot geführt hat.
    Bereits heute wird Eltern von Babys empfohlen wegen der hohen Nitratbelastung des Wassers die Babyflaschen mit Mineralwasser anzurichten. Die Bauern jammern u. verdienen an der Milch nichts mehr.
    Und man macht so weiter.
    Zum Schluß möchte ich nicht unerwähnt lassen, was sicher vielen Lesern als reine Gefühlsduselei aufstoßen mag: Es ist Tierquälerei, diese Massen in den Ställen zu halten,ihnen kein artgerechtes Sozialverhalten zu ermöglichen, durch Manipulationen in der Zucht unglaubliche Eutergrößen und Milchleistungen zu erreichen, daß es schon heißt – entweder die Kuh gibt Milch oder sie ist gesund. Bereits heute gebären viele Kühe nicht mehr ohne Hilfe oder ihr Stoffwechsel versagt nach der Kalbung. Und wir verzehren ohne nachzudenken diese ungesund produzierten und uns als ach soooooo gesund angepriesenen Nahrungsmittel? Wie lange wollen wir uns noch vergackeiern lassen von der Werbung der Interessenvertreter? Wie lange wollen wir die stinkenden Felder noch riechen?

  2. @Achim Stößer
    Ich will Ihnen ja nicht widersprechen, aber die Bürgerinitiative hat die Problematik fast ausschließlich mit Blick auf die Umweltbelastungen im Gebiet des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin beleuchtet.

  3. Da gibt es nur eine Alternative: Bio Produkte kaufen. Der Preis ist deswegen so hoch, weil es noch nicht genug Stammkunden gibt. Angebot bestimmt halt die Nachfrage. Dabei helfen Bioprodukte nicht nur der Umwelt, sondern sind auch ein Gegenhalt zum Monopol.

  4. Bio-Produkte kaufen ist nicht das Allheilmittel.
    Wenn neben dem Bio-Bauern der konventionell arbeitende Bauer seine Felder düngt und spritzt, gelangt dieser Chemiesegen auch auf die Biofelder. ganz ohne Absicht.
    Außerdem, der hohe Fleischkonsum im Lande ist anerkanntermaßen dafür entscheidend verantwortlich, daß es so viele Zivilisationskrankheiten – Gefäßverkalkung, Knorpelschäden, Diabetes, Übergewicht gibt.
    Nachweislich leben Vegetarier gesünder.

    Außerdem – Kein Tier trinkt über die Säuglingszeit hinaus Milch – nur der Mensch. Ob die Tiere nicht besser wissen, was gut für sie ist?
    (Wenn wir sie lassen!)
    Übrigens – in Holland kann man die Industriealisierung der Tierhaltung nicht mehr weiter betreiben wegen der Umweltschäden, die sie bereits an Boden Luft u. Wasser angerichtet haben, dort ist es bereits gesetzlich eingeschränkt.
    Und nun drängt es die Holländer das Gleiche hier zu veranstalten?