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Freie Wähler schließen Landesverband Brandenburg aus

Der Bundesvorstand der „Freien Wähler“ hat heute den Ausschluss der Landesverbände Bremen und Brandenburg beschlossen. Als Grund wurden rechtpopulistische Tendenzen in den jeweiligen Führungsriegen genannt.

Zur Situation in Brandenburg heißt es auf „Ad Hoc News“:

Auch in Brandenburg sind ehemalige Schill-Partei-Mitglieder im FW-Vorstand, darunter Manfred Ehlert aus Eberswalde. Grein sagte, Ehlert habe in Frankfurt ihm gegenüber von einem «früheren Fehler» gesprochen. Obwohl der Landesverband nun ausgeschlossen wurde, müsse die Entwicklung in Brandenburg, wo zwei Landesverbände konkurrieren, abgewartet werden. Ab sofort müssten in Aufnahmeanträgen für die Freien Wähler zurückliegende Parteimitgliedschaften angegeben werden, sagte Grein.

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

28 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. @chris
    Natürlich ziehen sie sich nur neue Kleider an. Sie müssen doch mit der Mode gehen. Der Politkarrierist Martin Hoeck (FDP) aus Eberswalde ist doch das beste Beispiel:
    Er war von 2001 bis 2005 Mitglied der rechtsextremen Deutschen Volksunion und DVU-Landtagskandidat 2004 (Nachrücker auf Listenplatz 11). Anschließend Mitglied der CDU bis zu seinem Rausschmiss 2006. Um wieder auf die Füße zu kommen (der RCDS in Potsdam trennte sich von ihm, die Konrad-Adenauer-Stiftung nahm das Stipendium zurück) kehrte er im neuen Gewand nach Eberswalde zurück wurde Vorsitzender des brachliegenden Kinder- und Jugendparlaments, spendeten an verschiedenste Vereine und wurde Mitglied in unterschiedlichen Organisationen. Im Herbst 2008 zog er als Spitzenkandidat der FDP in die Eberswalder SVV. Schon 2003 kandidierte M. Hoeck als „unabhängiger“ Kandidat bei den Kommunalwahlen in Eberswalde und verschwieg dabei sein DVU-Parteibuch. Der Einzug klappte damals nicht.
    Heute ist Martin Hoeck, Stadtverordneter, Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Bildung und Sport sowie Mitglied im Orts- bzw. Kreisvorstand der FDP.

  2. Ich glaube nicht das man dies so einfach vergleichen kann – ich kann einem recht jungem Menschen unbedachtheiten eher nachsehen als einem Mann mittleren Alters – und den Herrn Ehlert habe ich nun auch eher als erzkonservativ erlebt als irgendwie rechtsradikal.

    Die politisch sehr wechselhaften Lebensläufe hinterlassen natürlich einen bitteren Nachgeschmack. Was den Rückwärtsgang der Freien Wähler angeht so denke ich das hier die Negativpresse des BR einen nicht ganz unwesentlichen Einfluss hatte. Sicher hätte man hier vorher die Personalien abklopfen sollen um eben diese zu vermeiden. Aber so ist das wenn man zu schnell expandiert da werden schnell auch mal aus Unachtsamkeit Fehler gemacht die den eigenen Ruf durchaus beschädigen können. Ich glaube das ist der Grund warum hier die Reißleine gezogen wurde.

  3. @ Marco:

    Ist das zu Herr Hoeck wirklich wahr? Das kann ich mir bei einem so intelligenten jungen Mann einfach nicht vorstellen. Was hat ihn denn da geritten?

    @ Marc Büttner:

    Glaube auch, dass sich die Freien Wähler da von einigen Trittbrettfahrern befreit haben. Die dachten wohl, dass sich das Bayern-Ergebnis überall nachmachen lässt.
    Sind unsere Barnimer Spezies Weßlau, Vida & Strese auch dabeigewesen?

  4. @ Andreas Steiner:

    Habe mir gerade Hoecks Website angeschaut. Er steht ja dazu. Die FDP hatte früher viel mehr Rechte. also ich meine die 50er und 60er Jahre, aber in Berlin auch noch in den 90ern mit von Stahl.

    Sind Sie eigentlich auch Freier Wähler?

    Wissen Sie, wo die Barnimer Wählergruppen/ Bürgerinitiativen etc. stehen? Es gibt ja zwei Landesverbände der Freien Wähler.

  5. @Achim Pätzold
    Ja, stimmt. Ist auch das Beste, wenn er sich zu seiner Vergangenheit bekennt. Unter den Teppich kehren kann man so etwa auf Dauer sowieso nicht, das kommt nicht gut an.
    Wo die Freien Wähler im Barnim stehen? Nun ja, auf der bürgerlich-konservativen Seite, würde ich mal sagen. Mit Argwohn gegen zu viel Staat und Bürokratie. Kämpfer für die sozial Schwachen sind sie nicht gerade ;-). Ich wüsste jetzt keinen von denen, der von Erwerbslosigkeit betroffen ist. Im Übrigen muss der Begriff Bürgerinitiative weit gefasst werden, denn die meisten gehören nicht zu den Freien Wählern!

  6. … achso, nein ich bin kein „Freier Wähler“, sondern in der Stadtverordnetenversammlung Eberswalde parteilos für die Grünen tätig. Vor etwa einem Jahr hatte ich meinen Austritt aus der SPD erklärt: Link

  7. 16.04. gelöscht wegen Benutzung einer fremdem E-Mail-Adresse

  8. @ Günther Werden

    das Statement find ich nun überzogen

    Klar eine partei kann so eine Kritik die eine zusammenarbeit mit einem kandiaten mit bewegter Vergangenheit einfacher aussitzen.

    eine aufstrebende Kraft wie die Freien wähler werden aber schnell zur Zielscheibe der Medialen Negativbericherstattung. Deswegen wir es zu dieser Handlung durch die freien Wähler gekommen sein. Einen Landesverband wegen eines Mitglieds auszuschließen ist eine recht nervöse wenn nicht gar panische Reaktion.

    zumal ich wie gesagt den Herrn Ehlert nicht als Rechtspopulisten erlebt habe sonder als eher konservativen bürgerlichen Menschen. Sicher war nun nicht gleich jeder Bei der Schillpartei ein rechtspopulist aber es passt in ein stereotyp der öffentlichen Warnehmung zu eberswalde und die verkauft sich gut.

    Misstrauen gegenüber kandidaten mit derart bewegter Vergangeheit kann jedoch wohl jeder nachvollziehen wenn er es auch nicht teilt.

    Die Freien wähler hätten trotzdem Vorab prüfen müssen ob sie mit Herrn Ehlert ein Problem haben. Soweit ich weiß war denen damals auch bekannt das er einmal bei der Offensive/Schill war. Nun nach der ersten schlechten Presse kickt man gleich den gesamten Landesverband raus. Ob das bessere Presse bringt ?

  9. @ Günther Werden:

    Mir scheint das mit Herrn Hoeck eine Integrationsleistung der FDP zu sein. Er muss sich doch wohl geändert haben, damit er bei den Liberalen mitmachen kann. Es ist gut, wenn Leute in das demokratische System integriert werden, die sich mal verlaufen haben.

    Bei den sogenannten „Freien Wählern“ in Brandenburg ist es etwas anders. Da wollten wohl Leute unter neuer Flagge antreten ohne mit offenen Karten dabei zu spielen. Klar, nur weil irgendjemand mal bei der Schill-Partei war, kann er nicht für alle Zeiten vom politischen Geschehen ausgeschlossen werden.

    Aber was steckte wirklich hinter der plötzlichen Gründung der Freien Wähler in Brandenburg? Welche Absichten wurden damit verfolgt?
    Wer waren die Leute hinter den Kulissen?

    Für mich ist Transparenz ein Gebot der Stunde für die Freien Wähler in Brandenburg! Solange Herr Ehlert und die anderen das nicht verstanden haben, müssen sie sich über Mißtrauen nicht wundern.

  10. Guten Abend!

    Ich war gerade etwas überrascht, als ich mir die Kommentare zu den Freien Wählern anschauen wollte, dass ich hier selbst Thema bin. Aber die Kommentare waren auch für mich sehr erfrischend. Ich würde gerne kurz darauf antworten und hier jedem sagen, dass ich auch für persönliche Gespräche zum Thema selbstverständlich zur Verfügung stehe.

    @ Andreas Steiner: Vielen Dank für deine Unterstützung.

    @ Achim Pätzold: Ich weiß leider nicht, ob ich Sie kenne, aber vielen Dank, dass Sie mich für intelligent halten. Selbst wenn dies stimmt, kann ich Ihnen sagen, dass Intelligenz nicht vor Fehlern bewahrt. Aber vielleicht kommt wahre Intelligenz ja auch erst mit der Einsicht von Fehlern zum Ausdruck. Wer weiß das schon?

    @ Marc Büttner: Ich gebe dir Recht, dass wechselhafte politische Lebensläufe immer ihren bitteren Beigeschmack haben. Allerdings macht es ja auch keinen Sinn in einer Partei zu bleiben, in der man offentsichtlich falsch ist oder wenn die Partei eben nicht (mehr) für die eigenen Interessen steht. Oder aber, wenn sich die eigene Meinung eben verändert. Ich denke schon, dass ich seit ich mich mit 16 Jahren politisch engagiert habe, auch verändert und dazugelernt habe. Aus heutiger Sicht kann ich ganz klar sagen, würde ich gleich Mitglied der FDP werden und hätte die anderen Erfahrungen/Experimente erst gar nicht gebraucht. Leider hatte ich vor acht Jahren noch nicht dieses Wissen.

    @ chris: Danke für die kurze Skizzierung meines politischen Lebenslaufes. Auf kleinere Fehler in der Darstellung möchte ich hier nicht eingehen. Der grobe Ablauf ist jedenfalls richtig. Was ich schade finde ist, dass in Ihrem Beitrag eher der Eindruck für mich entsteht, dass ein Finden zu demokratischen Parteien etwas ganz Schlechtes ist. Klar war es ein Fehler bei der DVU gewesen zu sein. Aber danach bei demokratischen Parteien gewesen zu sein eben aus meiner Sicht nicht. Ich wurde bei der CDU übrigens nicht rausgeschmissen, sondern bin selbst ausgetreten. Und danach habe ich endlich das Richtige gemacht und mir Zeit gelassen, bevor ich einer Partei beitrete. Das kann ich übrigens auch nur allen Jugendlichen raten. Und genau aus diesem Grund habe ich mich dann im Kinder- und Jugendparlament engagiert, um mich politisch unabhängig weiter zu engagieren und mir auch selbst klarzuwerden, welche Partei und ob überhaupt eine Partei denn für mich in Frage käme. Jedenfalls sehe ich meine Entwicklung mit Freude und halte dies für einen Sieg der Demokratie. Es macht doch keinen Sinn Jugendlichen, die sich für einen „Ausstieg“ aus extremen linken und rechten Parteien entscheiden, die komplette Zukunft zu verbauen oder wie sehen Sie das?

  11. @Martin Hoeck
    Viele, die sich politisch engagieren, machen Fehler, die auch persönliche Folgen haben können. Davor ist keiner geschützt und hinterher ist man immer schlauer.
    Ich z.B. habe im Nachhinein meinen Eintritt in die SPD bereut und werde mich deshalb keinen festen Parteistrukturen mehr unterordnen. Es ist eine Illusion, dass man als einfaches Mitglied eine Partei auf den „richtigen“ Weg bringen kann. Das ist verschwendete Zeit.
    Allerdings habe ich in diesen Jahren viel im Umgang mit dem politischen Handwerkszeug dazu gelernt.

  12. @ Andreas Steiner:
    Deine Aussage kann ich nur unterstreichen! Und die Entscheidung, Mitglied der FDP zu werden war auch bei mir eine Grundsatzentscheidung, ob ich überhaupt noch einmal Mitglied einer Partei werden wollte.
    Ich habe mich schließlich dafür entschieden, weil ich für mich entschieden habe, wenn ich für eine Partei kandidiere, möchte ich auch Mitglied dieser sein und bei den Entscheidungen der Partei (die auch aus meiner Sicht nicht immer richtig sein müssen) aber wenigstens mitzuentscheiden.

  13. @ martin

    klar wer viel tut macht auch Fehler, ich denke das eine gewachsene Partei einfach mit den Zweifeln oder auch kritischen Äußerungen die aus einer Personalie mit bewegter Vergangenheit einhergehen besser entkräften kann, da diese ja ein gefestigtes Image haben und bei Bürgerbewegungen die hier noch recht frisch sind kann eine Negativberichterstattung oder auf kommunaler Ebene reichen ja Gerüchte schnell ersthaft beschädigt werden.

    Wichtig ist auch Politik wird von Menschen gemacht und ob der Stempel den Ihr Parteiname ja nun mal ist passt muss jeder für sich entscheiden da sind es sicher nicht wenige die sich dann mal umentscheiden da sie sich anders entwickelt haben als ihre Dachmarke und sich mit dieser nicht mehr wohlfühlen.

    So ein Wechsel ist also völlig in Ordnung um jetzt nochmal den Bogen zu den Freien Wählern zu schlagen – wenn man jemand aufnimmt sollte man sich auch mit dessen Vergangenheit auseinandersetzen und diese ist entweder für mich ok und dann steh ich dazu oder ich nehme ihn halt nicht auf.

  14. @Martin:
    Mich würde dann doch noch interessieren was Dich so lange an die DVU gebunden hat. Wir sprechen hier immerhin über mehre Jahre (offensichtlich aktiver) Mitgliedschaft und keine versehentlich abgegebene Unterschrift (ups ich bin ja DVU-Mitglied, das wollte ich doch gar nicht) die wenig später widerrufen wurde. Mit einem „Verführungseffekt“ der auf „jugendlichem Leichtsinn“ stieß ist das für mich nicht schlüssig begründet.
    Welche „Inhalte“ Deiner ehemaligen Partei fandest Du unterstützenswert oder ging es damals doch eher um eine Art „Kariereplan“ in dem Inhalte keine wirklich Rolle spielten?

  15. @ Marc Büttner:

    Ich sehe das genauso wie du und habe ja auch eingesehen, dass man zu seinen Fehlern stehen muss. Vor allem die Auseinandersetzung ist schon sehr wichtig. Bevor eine Partei/Wählergruppe jemanden aufnimmt, sollte sie sich mit der Person (soweit möglich) auseinandersetzen. Und noch eine kleine Anmerkung sei mir an dieser Stelle erlaubt. Neben der FDP hatten mich noch zwei Wählergruppen und zwei weitere Parteien angesprochen, ob ich bei Ihnen kandidieren wolle.

    @ Stefan Stahlbaum:

    Gerne kann ich dazu nochmal Stellung nehmen. Ich bitte aber um Verständnis, dass ich es hier nur kurz mache und nicht seitenweise schreibe. Wenn es dir dann immer noch zu wenig ist, können wir uns auch gerne noch persönlich dazu unterhalten.
    Nun, es waren insgesamt vier Jahre Mitgliedschaft in der DVU. Ob das nun viel oder wenig ist, ist auf jeden Fall sehr relativ und muss jeder für sich entscheiden. Immerhin bin ich nun schon vier Jahre auch nicht mehr Mitglied!
    Klar, dass die Mitgliedschaft auch nach sehr aktiver Mitgliedschaft aussieht. Vor allem schließen dies viele aus dem Listenplatz 11 zur Landtagswahl. Dabei wird aber anscheinend verkannt, dass es in so einer Partei nicht besonders schwer ist, einen solchen Listenplatz zu bekommen. Zum Einen hat die DVU ohnehin Personalprobleme, zweitens haben sie kaum junge Leute und drittens haben sie auch nicht allzu viele „vorzeigbare“ Kandidaten. So dass es für einen 19-jährigen engagierten jungen Mann keine große Hürde darstellte, diesen unwichtigen Platz zu bekommen. Ich denke, es ist kein Geheimnis, dass Platz 11 ohnehin keine realistisce Chance hatte, also auch mit Karriereplan das aus meiner Sicht nicht viel zu tun hatt.
    Weiterhin kann ich nur sagen, dass ich die ersten gut zwei Jahre aus meiner Sicht gar nicht aktiv war. Ich nahm an keinerlei Veranstaltungen teil, weil ich ja auch einfach nicht mobil war und die DVU nun einmal in der Fläche nicht existent ist. Meine „aktive“ Zeit kam dann erst nach der Kommunalwahl 2003. Dort kandidierte ich (siehe obigen Beitrag von Marco) nicht unabhängig, aber als Einzelkandidat. Und bei dieser Kandidatur war mein „Parteibuch“ für mich auch vollkommen egal, da ich eh alleine meinen Wahlkampf zu bestehen hatte. Ich war in der DVU weder aktiv, noch hatte sie hier kandidiert. Wie dem auch sei, nach dieser Kommunalwahl stand für mich fest, dass Politik super spannend und enorm wichtig ist und ich mich in dem Bereich engagieren möchte. Und dann war ich also etwas über einem Jahr in der DVU „aktiv“. Und dies bedeutete im Wesentlichen, dass ich zu Parteiveranstaltungen fuhr. Und genau diese Teilnahmen und besonders auch die Kandidatur zur Landtagswahl waren die Gründe, die mich auch von der DVU wegführten, da ich bei diesen Gelegenheiten erst wirklich die Partei und ihre Mitglieder kennenlernte. Es gab dann auch noch konkrete Ereignisse, die ich hier aus Zeit- und Platzgründen nicht näher ausführen möchte.
    Jetzt wirst du dich eventuell fragen, warum ich meine erst so spät die „wirkliche“ und „wahre“ Partei kennengelernt zu haben. Das rührt u.a. daher, dass ich nicht eine Partei pauschal verurteile, wenn die Medien schreiben, sie sei rechtsextrem oder- radikal. Gleiches gilt by the way auch für Wählergruppen, um den Bogen zum eigentlichen Thema noch einmal zu spannen. Dazu kam, dass nach der Landtagswahl 1999 die gewählten Abgeordneten der DVU und die Partei selbst auf eine Weise durch den Schmutz gezogen wurden, die ich als damals 14-jähriger nicht nachvollziehen konnte. Für mich waren diese fünf Abgeordneten genauso gewählt, wie alle anderen 83 im Landtag. Warum also wurde gegen sie demonstriert, randaliert und sogar gedroht. Gerade solche Aktionen machten damals die DVU für mich erst interessant. Irgendetwas musste die Partei ja an sich haben, dass sie auf einmal im Fokus der Berichterstattung stand. Zum Inhaltlichen, um darauf auch noch kurz zu antworten, kann ich nur sagen, dass ich damals fand, dass die anderen Parteien sich nicht genügend um Deutschland und seine Bürger kümmerten. Ich wollte eine Partei unterstützen, die genau das in ihrem Programm hatte. Heute bzw. seit meinem Austritt aus der DVU sehe ich, dass die Zusammenhänge in der Welt viel komplexer sind, dass Demokratie und Politik nicht einfach ist und das Lösungen eben nicht darin liegen, dass man sagt „Arbeit zuerst für Deutsche“. Leider habe ich das erst später erkannt. Aber ich bin froh, dass ich es überhaupt erkannt habe und ich danke auch allen, die mich dabei unterstützt haben.
    Heute sehe ich es eher positiv. Ich würde es zwar nicht noch einmal tun, aber freue mich dennoch über meine politischen Erfahrungen. Heute kann ich aus eigener Erfahrung den Jugendlichen von der DVU und allen anderen extremen Parteien abraten und sagen, dass es sinnvoll ist, sich zunächst unabhängig in einem Jugendparlament, -beirat oder -forum zu engagieren. Und meine Entwicklung zeigt mir, dass die Demokratie doch stärker ist, als extreme Parteiansichten. Und einen Appell kann ich an dieser Stelle nur allen demokratischen Kräften geben. Verurteilt nicht gleich jeden, der sich mal in einer anderen, vielleicht auch extremen Partei engagiert hat. Ich gehe davon aus, dass unser aller Ansinnen doch genau darin liegt, solche Personen von dort wegzuholen und in die Demokratie einzubinden. Wenn wir sie nach ihrem Austritt aus extrem rechten oder linken Parteien nur noch verurteilen und ihnen die Zukunft verbauen (wie die CDU-Potsdam es bei mir versuchte, siehe ebenfalls obigen Beitrag von Marco), ist das erstens wenig demokratisch und zweitens führen wir damit jedes Programm, welches Jugendliche beispielsweise von rechten Parteien wegbringen soll ad absurdum.

    Ich hoffe das reicht an dieser Stelle erst einmal. Ansonsten steht mein Angebot zu einem persönlichen Gespräch selbstverständlich.

  16. Hier reiten einige auf einer DVU-Mitgliedschaft rum. Lächerlich!
    Wenn sich ein junger Mensch besinnt? Gut.
    Hier scheint niemand die Frage zu stellen, ob es denn verwerflich ist, „gestern“ noch strammer „SED Genosse“ gewesen zu sein, und heute den Demoktaten zu mimen.

  17. @Mathias Wiegand: Doch, doch. Die Frage des Kontinuums KPD/SPD -> SED -> PDS -> Linke wurde hier auch schon mehr als einmal diskutiert, und gern wieder. Wäre aber besser, wenn wir jetzt hier mal wieder zum Thema „Freie Wähler“ zurückkehrten.

  18. 16.04. gelöscht wegen Benutzung einer fremdem E-Mail-Adresse

  19. Lieber Herr „Günther Werden“,
    wenn Sie doch endlich Ihre eigene Larve vom Gesicht nähmen und wie alle anderen hier unter Ihrem bürgerlichen Namen diskutieren würden, würden Sie als Debattant sicher ernst genommen werden. Das, was Sie hier treiben, heißt in der deutschen Sprache „hinterhältig“. Und ich werde es künftig löschen, so wie ich es am 31. März angekündigt habe.

  20. @Günther Werden
    Was meinen Sie, wenn ich jetzt all denjenigen pauschal meine politische Zusammenarbeit versagen würde, die hier auf dem Territorium der Ex-DDR eine einschläge Parteivergangenheit haben? Als Wessi könnte ich ja immer den moralischen Hartliner spielen.
    Doch so kommen wir nicht weiter. Mir geht es um Sachthemen und hierzu lade ich alle ein, mit denen ich an einem Strang ziehen kann.
    Man muss Menschen auch immer Wandlungsfähigkeit zugestehen.
    Aber gestatten Sie mir bitte eine Frage: Wie sozial und ökologisch sind die „Freien Wähler“ eigentlich aufgestellt?

  21. Nachtrag: Politisch bekämpfen tue ich aber alle Ewiggestrigen, die in den bürgerlichen Parteien nach der Wende Unterschlupf gefunden haben und von Ihrer Denke immer noch ewiggestrig sind. Die Personen, die ich meine, sollten landläufig bekannt sein. Dazu gehören auch ehemalige Mitläufer des DDR-Staates ohne Parteibuch, die sich vorzüglich eingepasst haben – sich unter allen politischen Vorzeichen einpassen würden.

  22. `@Dr. Andreas Steiner:
    „Mir geht es um Sachthemen…“
    Hihi, Du zahlst einen Euro ins „Phrasen-Schwein“

    Was die Freien Wähler zum Thema Ökologie und Sozialpolitik zu sagen haben ist allerdings tatsächlich interessant,

  23. @Stefan Stahlbaum
    Den zahle ich doch gern ein, wenn es sich wirklich um eine Phrase handeln sollte. Dies glaube ich aber nicht. Ich möchte Dir hierzu zwei Beispiele nennen, wo es Politikern nicht auf Sachfragen ankommt, sondern wo parteipolitische Taktierereien im Vordergrund stehen.
    1. Im Bereich der Eberswalder Kommunalpolitik hat während der letzten Wahlperiode die heimliche große Koalition aus SPD und CDU jahrelang die Politik der ungeliebten PDS torpediert. Von ihr konnten noch so gute Vorschläge kommen, sie wurden von Kikow & Co. durch die Bank abgelehnt.
    2. Im Bereich der Bundespolitik hätten wir in Deutschland schon längst einen gesetzlichen Mindestlohn. Die Mehrheiten in der letzten rot-grünen Koalition wären dafür da gewesen. Doch stattdessen wurde dann sogar noch ein Antrag der Linkspartei auf gesetzliche Mindestlöhne abgelehnt. Nun zieht die gleiche SPD in den diesjährigen Bundeswahlkampf mit dem Zugpferd gesetzlicher Mindestlohn in Deutschland.

  24. Ich schlage vor, die Spökenkiekerei zu beenden. Jeder, der sich für die Arbeit der Unabhängigen in Bernau und im Kreis Barnim interessiert, kann als Bürger an den Sitzungen des Kreistages, der Bernauer Stadtverordnetenversammlung und ihrer Ausschüsse oder bei den Gemeindevertreterversammlungen von Wandlitz, Panketal oder Ahrensfelde teilnehmen. Da sitzen diese Leute nämlich und arbeiten mit – und immer erfolgreicher, wie man der Presse entnehmen kann. Die stärkere Teilnahme von Bürgern an den Sitzungen z.B. in Bernau würde der parlamentarischen Arbeit gut tun. Man kann bei diesen Sitzungen sogar Sachfragen stellen. Und sprechen Sie doch bitte Herrn Vida, Herrn Dr. Weßlau, Herrn Strese (um nur einige zu nennen) direkt an. Alles andere – auch Einiges hier in der Diskussion – erinnert doch zu sehr an den berüchtigten Klatsch zwischen Waschweibern.

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