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Direktwahl Landrat Barnim: Das Volk darf entscheiden!

Wie ich soeben aus sicherer Quelle erfahren habe, hat sich gestern der Kreistag Barnim für die Direktwahl des Landrates ausgesprochen. Allerdings habe ich noch keine konkreten Informationen, wie das Abstimmungsergebnis ausgefallen ist. Nach den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen vermute ich aber, denkbar knapp.
Erstmalig nach der Wende dürfen nun die Bürgerinnen und Bürger über ihren Landrat entscheiden, so wie es in den Kommunen bei den Bürgermeistern und Ortsvorstehern schon üblich ist.
Ich beglückwünsche die Abgeordneten des Barnimer Kreistages, dass sich sich zu dieser klugen Entscheidung durch gerungen haben!

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Veröffentlicht von

Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik. Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB). Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht. Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

31 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Eine vernünftige und gleich mehrfach demokratische Entscheidung, die ja noch nicht einmal das zwangsläufige Ende der Ära Ihrke bedeutet (auch wenn ich mir persönlich frischen Wind im Amt erhoffe). Der momentane Landrat kann sich dem Wählervotum wie alle Anderen stellen, aber nicht einfach „intern durchgewunken“ werden.

  2. Die Enscheidung fiel, bei namentlicher Abstimmung, übrigens hauchdünn (28:27) aus. Besonderts Frau Bierwirth ließ wohl im Vorfeld keine Gelegenheit aus mutmaßlich Unentschlossene noch zur indirekten Wahl zu überreden.

  3. Jup ist ne feine Sache war auch echt ein Krimi gestern – Ergebnitt steht seit gestern übrigens auf meinem Blog.

    Grüße an die FDP – ERSTER!

  4. Übrigens hat Landrat Ihrke offenbar selbst das „Zünglein an der Waage gespielt“ und sich nicht an der Abstimmung beteiligt. Das liegt natürlich nahe, aber ich bin mir nicht sicher ob Andere in seiner Position genauso gehandelt hätten. Dafür, Herr Ihrke, Daumen hhoch.

  5. Ja dr Herr Ihrke hatte sich für befangen erklährt – das zeugt von Prinzipientreue. Hat mich positiv überrascht. Ich denke so ein Pluspunkt ist im späterem Wahlkampf nicht unerheblich. Ich meine er hat sich damit einen gewissen Respekt verdient.

  6. Das Verhalten von Petra Bierwirth wundert mich nicht. So kenne ich sie: Volksfern und abgehoben.

    Über die Enthaltung von Bodo Ihrke wundere ich mich ebenfalls nicht. Hierbei zeigt er wirklich Prinzipientreue. Als mich die SPD-Kreistagsfraktion seinerzeit wegen meines nicht gewünschten Engagements für die Allee Rüdnitz-Danewitz-L29 als Sachkundiger Einwohner aus dem Umweltausschuss des Kreistages abberufen hat, enthielt er sich auch als einziger der Stimme.

  7. So, entschieden. Nun sind alle aufgerufen einen Landrat zu wählen. Ich sage bewusst nicht „neuen Landrat“, weil der „alte“ ja auch der „neue“ sein kann. Man sollte vor dem Menschen schon Respekt haben, wer auch immer jetzt seinen Hut in den Ring wirft, sollte die nötige Erfahrung, den nötigen Weitblick und den nötigen Rückhalt haben. Einen Landkreis zu führen ist eben nicht einfach so eine Sache. Rumkrakelen und laut schreien wie schlecht alles ist und wird, und war und sein wird…… aber wirklich anpacken können, dass ist ja nun was anderes.

    So jetzt wird es ernst, wer sind die Kandidaten der Parteien?

  8. @Mathias Wiegand
    Ihren Worten schwingt ja fast Wehmut mit ;-)
    Das Führen eines Landkreises ist auch nichts großartig anderes als die Leitung eines mittelständischen Unternehmens. Mit der Ausnahme, dass ein guter Chef eines mittelständisches Unternehmens sich ab und zu auch mal „unten“ blicken lässt, sich die Sorgen und Nöte, aber auch erfreuliche Sachen der Mitarbeiter anhört, um sich ein eigenes Bild zu machen. Es ist doch Teil einer Unternehmenskultur alles zu fördern, dass sich die Angestellten wohl fühlen, so dass sie die Firma im optimalen Fall als eine große Familie betrachten und gern zur Arbeit gehen. So etwas erhöht doch die Produktivität und vermindert den Krankenstand. Dies alles aber wird vom derzeitigen Landrat nicht gefördert, ja Mobbing sogar geduldet (vielleicht sogar aktiviert nach dem Motto „Teile und Herrsche“), sicherlich aber einfach der Schwamm drüber gewischt.
    Kurioserweise ist es nach meinen Infos einzig und allein unser vielgescholtener „Kettensägenjonny“ Wirtschaftsdezernent Carsten Bockhardt, der in seiner Abteilung ein vorbildhaftes Betriebsklima schafft.
    Meines Wissens scheiden durchaus befähigte Leute a priori aus, weil sie nicht die gehobene Verwaltungslaufbahn durchlaufen haben. Nach der Wende war eben alles leichter, da hat man sein Amt bekommen und entsprechende Zertifikate in Kursen einfach nachgeholt. Ich befürchte, einige Parteien werden sich bei der Kandidatensuche wohl oder übel außerhalb des Landkreises umsehen müssen.

  9. [zur Löschung vorgemerkt: gefälschte Mail-Adresse}

    Es ist irgendwie traurig, dass hier in diesem blog eine monokultur an Meinungen herscht. Das macht mich sehr nachdenklich, vielleicht liegt es daran, dass man lieber meckert anstatt selber etwas zu tun. Jeder schimpft auf unseren Landrat Bodo Ihrke, jeder meint, dass er ein schlechter Landrat ist der nur auf Macht aus ist. Alle Meckerer, allen vorran Herr Steiner, sollten ersteinmal recherschieren was denn Bodo in den letzten 19 Jahren geschaffen hat. Meckern geht ja bekanntlich schneller als Loben und sich bedanken.
    Jetzt aber zum Thema. Ich finde die Dirketwahl nicht fürn angebracht in einem Landkreis, in dem sogar nur zur Kommunalwahl 45% gegangen sind. Demnach werden zur Wahl des Landrates noch weniger Leute gehen als zur Kommunalwahl letztes Jahr. Und da dann das Quorum nicht erreicht wird dürfen wir noch einmal zur Wahl antreten und dort werden noch weniger Leute zur Wahl gehen als beim ersten Wahlgang. Dann befinden wir uns ganz schnell dort wo dort wo am 1. April waren, nämlich im Kreistag und lassen den Landrat wieder durch die Abgeordneten wählen. Desweiteren ist der Termin auch ein sehr bescheidener, denn die beiden Wahlgänge (die stattfinden, weil niemand das Quorum erfüllen wird) müssen noch vordem 23.01.2010 stattfinden (bis dahin ist Bodo Ihrke noch im Amt). Also dürfen wir alle im Januar zur Wahl gehen, wass die Wahlbeteiligung noch weiter drückt. Desweiteren kann es sein, dass der dirketgewählte Hauptverwaltungsbeamte kaum noch einen Bezug zum Parlament, da er durch dieses nicht gewählt wurde. das beste Besispiel wäre der Eberswalder Bürgermeister Friedhelm Boginski. Auch ist die Abwahl durch das Parlament durch die dirket Wahl nicht mehr so einfach möglich, wie bei einer Wahl durch das Parlament, denn dazu ist es unteranderem vorhanden, um die Arbeit der Verwaltung und des Landrates zu kontrolieren.

  10. Ich finde es schade, dass die Grünen sich nicht klar für Basis-Demokratie im Kreistag ausgesprochen haben sondern gespalten waren.

  11. @Safa
    Liegt die Monokultur der Meinungen zu diesem Beitrag vielleicht daran, dass sich die Vertreter anderer Meinungen hier nicht zu Wort melden? Scheinbar haben die Ihrke-Getreuen nicht den Mut oder nicht das Interesse, sich hier öffentlich zu bekennen, dass sie unseren derzeitigen Landrat unterstützen bzw. weshalb sie es tun.
    Auch Sie arbeiten hier mit einer gefakten E-Mail-Adresse! Nach den Regeln des Barnimblogs, die Sie damit verletzten, könnte ich ihren Kommentar löschen. Ich werde es aber nicht tun, weil Sie niemanden diffamieren und Ihr Kommentar einen Beitrag zur Diskussion leistet. Sie können auch gerne Autor werden, dann mischen Sie hier direkt mit.
    Loben geht „schneller“ als Meckern? Schon eine merkwürdige Betrachtungsweise :-). Wenn Sie meine Artikel im Barnimblog lesen (http://www.bar-blog.de/author/andreas), dann sehen Sie, dass ich auch des öfteren Lob ausspreche. Jedenfalls gehöre ich nicht zu denen, die nur am Stammtisch meckern und keine besseren Lösungsvorschläge einbringen. Nicht umsonst betätige ich mich in der Kommunalpolitik.

    @Frank: Finde ich persönlich auch bedauerlich, doch die betreffenden Abgeordneten haben ihre Gründe dargelegt. Letztendlich ist jeder Abgeordnete nur seiner Wählerschaft (und sich selbst, also seinem Gewissen) verantwortlich und kann entscheiden wie er will (oder sie will). Dass es bei B`90/Die Grünen keinen Fraktionszwang gibt, halte ich schon für sehr wichtig.

  12. Wer ist eigentlich an so furchtbar geringer Wahlbeteiligung schuld – ist es nicht so das vor allen Verhaltensweisen wie die unserer Volkparteien in dieser Sache das Vertauen in die Kandidaten und somit den Sinn von Wahlen bei den Bürgern erschüttern noch vor den Kommunalwahlenverspricht man sich für die Direktwaahl des Landrates einzusetzen und nun da man dieses Versprechen erfüllen könnte stimmt man geschlossen dasgegen.

    Das erweckt den Eindruck von Klüngelei und Postengeilheit – auch wenn es nicht so ist so hinterlässt man mit einer sochen Art der Politik einen Nachgeschmack. So langsam sollte sich einjeder mal klar werden das er Verantwortung für unsere Demokratie hat die er mit Füssen tritt wenn er sich so verhält – gesagt wie getan – Intergrität das scheint generell eher ein Schimpfwort zu sein.

    Geringe Wahlbeteiligung verantworten die Politiker – weil sie den Sinn von Wahlen in Frage stellen da sie ihre Versprechen nicht halten.

  13. @Marc Büttner
    Sehe ich genauso wie Sie mit der Anmerkung, dass es nicht nur den Eindruck von Klüngelei und Postengeilheit vermittelt, sondern dem auch so ist.
    Und so allzu gering war die Wahlbeteiligung zur Eberswalder Bürgermeisterwahl doch gar nicht. Warum sollte dies zur Landratswahl anders sein? Unter den Bürgerinnen und Bürgern war man froh, dass der alte Bürgermeister Reinhard Schulz weg war und der Weg für eine neue Bürgermeisterpolitik in Eberswalde frei geworden ist. Die Gefahr besteht eher darin, dass man wieder in alte Gleise einfährt und sich der anfänglich frische Wind zu einem miefigen Lüftchen wandelt. Will ich aber nicht hoffen.

  14. Ich hatte in der zurück liegenden Diskussion den Eindruck, dass es den meisten Akteuren, die sich für ein direktes Wahlverfahren aussprechen, nicht um das Wahlprozedere an sich, sondern um die Person Ihrke geht. Die Protagonisten verstecken sich hinter den Schlagworten „mehr Demokratie“ und „Bürgernähe“ wollen aber tatsächlich nur Ihrke aus dem Amt jagen. A. Triller hat das ja vor dem Kreistag offen, nur nicht in einem Brief, bestätigt. Hier geht es also aus meiner Sicht weniger um das Verfahren, sondern um die Chance Ihrke (endlich) loszuwerden. Das finde ich sehr traurig und vor allem verlogen!!

    Unter dem Deckmantel von „Bürgernähe“ und „Transparenz“ soll ein/e neue/r Landrat/-rätin vom „Volk“ (politisch sehr belasteter Begriff) direkt gewählt werden. Abwahl wegen Unfähigkeit und Unzufriedenheit des „Volkes“ inklusive. Nach Jahren des „Bürgermeisterkegelns“ in Brandenburg kann das „Volk“ nun endlich auch Landräte abwählen! Ich freu mich drauf!
    Wenn die (Anti-)Stimmung zu Politikerinnen und Politikern im ganzen Barnim so ist, wie hier zumeist im Blog, dann wird es wohl eine ausgesprochen geringe Wahlbeteiligung geben. Nach der schief gelaufenen Stichwahl im März 2010 kann der Kreistag das dann wieder richten… Kritik im Barnimblog inklusive.

    @dr.steiner
    Bei der Eberswalder Bürgermeisterwahl am 29.10. waren von 35.535 Wahlberechtigten Eberswalder/innen sind 12.913 zur Wahl gegangen. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 36,34%. Bei der Stichwahl am 19.11. beteiligten sich von 35.524 Wahlberechtigen 11.578. Das entspricht einer Beteiligung von 32,59%. Bleiben wir also besser bei den Fakten Herr Steiner: die Beteiligung war wirklich schlecht!
    Bei der Landratswahl wird sie allein schon deshalb niedriger ausfallen, weil die Barnimer/innen im Vergleich wahlmüdere Bürger/innen sind und die Identifikation mit einem/r Landrat/-rätin vor allem im ländlichen Bereich viel geringer ausfällt als beim Bürgermeister einer Kommune. Direkte Demokratie wird gern und oft gefordert, doch aktiv beteiligen wollen sich doch die wenigsten.

  15. @Marco
    Schauen Sie sich mal in anderen Kommunen um und vergleichen Sie die Wahlergebnisse, dann wissen Sie, was eine schlechte Wahlbeteiligung ist! Oder bei den Ortsvorsteherwahlen. Nach Ihren Argumenten müsste man alle Wahlen abschaffen, weil sowieso keiner mehr hingeht. Sie sollten sich lieber an den Argumenten von Marc Büttner orientieren, der den Nagel auf den Kopf trifft.

  16. @drsteiner
    Klar kann ich mich in anderen Kommunen umsehen, doch im Barnim soll der nun Landrat vom „Volk“ gewählt werden. D.h. nur die Wahlbeteiligung bei den letzten Wahlen im Barnim kann als Grundlage für eine Einschätzung genommen werden.
    Ich kann Ihnen gern weitere Zahlen nennen: 30,8% der wahlberechtigten Eberswalder/innen haben sich an der Wahl zum Kreistag Barnim im Sept. 2008 beteiligt. Das sind noch weniger als bei der Bürgermeister(stich)wahl zuvor.
    Und danke für das Stichwort Ortsvorsteherwahlen: Wie sicher auch Sie noch wissen müssten, wurden für die Ortsteile Brandenburgisches Viertel, Eberswalde 1und Eberswalde 2 nach den gescheiterte Stichwahlen die Wahlen in der SVV durchgeführt.

    Ich lasse mir im Übrigen von Ihnen nicht unterstellen, dass ich für die Abschaffung aller Wahlen bin! Ich sehe nur die Diskussion um die Wahl des Landrates sehr kritisch.
    Und zum Argument von M. Büttner: Geringe Wahlbeteiligung verantworten in erster Linie nicht Politiker/innen, sondern zuerst einmal die Wahlberechtigten selbst. Demokratie lebt von mitmachen. Jede/r hat ein aktives und passives Teilnahmerecht. Jede/r kann wählen gehen und vor allem auch gewählt werden.

  17. Ich kann nur begrüßen, dass das Thema hier so differenziert beleuchtet wird, denn mit der „großen ideologischen Keule“ allein ist es nicht getan. Mag auch sein, dass es einigen Befürwortern der „indirekten Landtagswahl“ nicht ausschließlich um Postengeschacher ging. Andererseits kann es für mich niemals der Weg sein den Wähler schrittweise zu entmündigen weil er die in ihn gesetzten Erwartungen (Stichwort Wahlbeteiligung) nicht „zur Zufriedenheit“ erfüllt. Das wäre , um mal ein Zitat unserer Kreistagsabgeordneten Ute Krakau aufzugreifen, dann tatsächlich irgendwann „das Ende aller Wahlen“.

    Sehr geärgert habe ich mich über die doch sehr offensichtlichen Bestrebungen nach „Besitzstandswahrung“ speziell aus der Ecke von SPD (zu Frau Bierwirth gehen mir langsam aber sicher die grade noch vertretbaren Kommentare aus) und CDU.
    Das gilt auch für das (offensichtlich tatsächlich gebrauchte) Argument , nur mit Ihrke und Bockhardt seien wir in der Lage den Herausforderungen der Wirtschaftskrise adäquat zu begegnen.
    Da hilft dann fürs Erste nur ne Tasse Kamillentee und danach 3 mal ums Haus rennen.

  18. @Marco
    Ein schönes Argument, was immer so leicht von den Lippen geht: „Demokratie lebt vom Mitmachen“.
    Kann es sein, dass vielleicht ein Familienvater, der den ganzen Tag und darüber hinaus arbeitet und seine Frau und die Kinder vom Niedriglohn ernähren muss, gar keine Zeit hat, politisch mitzugestalten? Kann es vielleicht auch sein, dass derjenige auch gar nicht weiß, wie es es „anpacken“ könnte, damit sich in dieser Gesellschaft etwas zum Besseren wendet? Wir sollten nicht immer aus unseren Blickwinkeln alles betrachten.
    Nein, nein und nochmal nein: Politik in diesem Staat muss so selbständig funktionieren, dass ein gerechter Ausgleich geschaffen wird damit die Schere zwischen Arm und Reich nicht weiter auseinander geht. Hier tragen die Politiker sehr wohl die Verantwortung.
    Wenn der Frust aber größer wird, die Hoffnungslosigkeit wächst und alles scheinbar gar keinen Sinn mehr macht, an welche Stelle man sein Kreuz setzt, dann werden die Wahlbeteiligungen zukünftig noch schlechter werden.

  19. @Dr. Steiner
    Nein, Wehmut nicht.

    Die Entscheidung ist gefallen. Wie ich bereits im Artikel „Mächtig“ gesagt habe, Vorschlag rein in den Kreistag und aus die Maus.

    Wie bereits hier geäußert habe ich aber den Eindruck, dass es einigen Protagonisten nur darum geht Herrn Ihrke und/oder Herrn Bockhardt nicht wieder zu wählen weil (Mächtig: …frischer Wind…) Neues besser sein soll.

    Jetzt warte ich auf die PersonalvVorschläge anderer Parteien oder Vereinigungen. Dann kann man ja sehen. Es gibt ein altes Sprichwort, „Was ich habe weiß ich, was ich bekomme, weiß ich nicht“.

    Im Übrigen. Ich halte es genau so. Nicht die „Politiker“ sind schuld an mangelnder Wahlbeteiligung, sondern die Menschen selbst. Ich selbst lasse mir nicht nachsagen, ich sei „schuld“ wenn in meinem Wohnort die Menschen nicht zur Wahl gehen. Menschen engagieren sich, oder sie tun es nicht. Manchmal nur wegen eines Themas (Gentechnik), manchnmal nur, weil die Familie betroffen ist (Elternsprecher). Vielen Menschen ist das Engagement, das ständige in einem „politischen Amt“ als Stadtverordneter o.ä. einfach zu lästig und zu zeitaufwändig. Dass dann poltische Entscheidungen weit weg sind, ist klar.

    Unsere Demokratie funktioniert nur nach diesem Prinzip. Das Prinzip der persönlichen Verantwortung. Jeder einzelne Mensch für sich und für die Gemeinschaft.

    Drum lasst uns in den „Wahlkampf“ ziehen und unsere Argumente austauschen.

    Wir streiten im Übrigen nicht um das Ziel, sondern um den Weg.

  20. @MWiegand
    Danke für Ihren Beitrag, der mein(e) Kommentar(e) weiter oben unterstützt!

    Ihrem Aufruf in den Wahlkampf zu ziehen, werden sicher bald alle Akteure (nach der Landtagswahl) folgen, nur bin ich davon überzeugt, dass nur die großen Parteien einen Wahlkampf überhaupt führen können.
    Hat sich eigentlich jemand von den Direktwahl-Befürwortern jemals gefragt, wer diese Wahlkämpfe bezahlen soll? Wahlplakate im gesamten Landkreis, Faltblätter in jeden Haushalt, Anzeigen in jedes Blatt … da kommen schnell mal 15-20 Tsd. Euro zusammen. Die kleinen Fraktionen oder Parteien werden dieses Geld so einfach nicht aufbringen können. Viel Spaß mit der Klingelbüchse in der Fußgängerzone!

  21. Die Bemerkung mit dem Klingelbeutel ist daneben kleine Fraktionen als Bettler abzutun ist die Einstellung mit der unsere Volkspartein solche Beliebtheit beim kleinen Mann erhaschen.

    Stimmt Wahlkampf ist teuer – wenn man mit der Stumpfen Penetration der Argumente diesen Mehr gewicht verleihen lässt.

    Lassen Sie uns politisch aktiven eine Vereinbarung treffen. Wir stellen auf einer Doppelseite eines Anzeigenblattes – welches kostenlos an jeden Haushalt geht. Alle kandidaten und Ihre Kompetenzen für den Job vor.

    Wir hängen Plakate auf mit dem einhelligen Spruch – geht wählen –
    wir sparen den Wahlkampf wegen der Finanzkriese.

    Das wäre mal ein Spaß.

    Politiker haben die Verantwortung für die Wahlbeteiligung weil sie es ebend nicht schaffen einfach zu tun was sie sagen und daher jedem aufdrängen jetzt herausfinden zu müssen wer sie nun weniger neppt.

  22. @Marco
    Ich merke es, dass Sie uns immer noch gern Salz in die Suppe der Direktwahl streuen möchten… ;-)
    Demokratie ist eben teuer, und keine Demokratie käme uns noch teurer zu stehen. Außerdem kommt es nicht auf die kostenpflichtigen Wahlwerbungen an. Charismatische Kandidaten/innen mit einem guten Programm setzen sich immer durch. Das Kopfplakat an der Ecke ist ohnehin uneffektiv, das zeigen die Auswertungen.

  23. @drsteiner
    Seit heute lesen es ja alle schwarz auf weiß in der MOZ: neben den Kosten für die Wahlwerbung muss der Landkreis für die Wahl mind. 65.000 Euro (ohne die wahrscheinliche Stichwahl) ausgeben. Was hätte man mit dem Geld alles machen können…

    Es kommt nicht auf die kostenpflichtige Werbung an? Wie soll denn aber ein Herr Geißler, Herr Stahl oder Frau Kraukau Landrat/rätin werden – die sind doch allesamt außerhalb des politischen Raums völlig unbekannt (nicht nur der Amtsinhaber, wie Sie es ja gern hier und in der BBP genüsslich ausführen). Eine Landratswahl kommt ohne Werbung nicht aus! Und das weiter Verfahren ist doch offensichtlich – alle Parteien warten die Landtagswahl ab und benennen dann ihre Bewerber/innen: Könnte ja sein, dass der ein oder andere Kandidat am 27.09. nicht nach Potsdam darf.

    Könnten Sie noch so nett sein und mir die Quelle für die „Auswertung“ nennen, die Sie ob als Argument anführen? Das wäre mir etwas „handfester“.

  24. @Marco
    Was meinen Sie wie viele Gelder in unnütze Vorhaben fließen? Da ist das Geld dort noch gut angelegt, wenn es um mehr Demokratie geht.

    Zu den Quellen: Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und zusätzliche Leistungen sind auch bei mir honorarpflichtig. Ich nehme Ihnen doch nicht die Arbeit ab, selbst zu recherchieren!

  25. @Dr. Steiner
    Ja, ich denke wir bekommen nicht mehr oder weniger „Demokratie“ durch die Direktwahl.

    Gleichwohl ist eine intensivere Mitbestimmung, ein mehr an plebiszitären Elementen in unserem Land, gut.

    Ob dadurch die Qualität der Entscheidungen, egal in welchem Thema, egal durch wen oder was, steigt, ist fraglich. Die Frage ist, rechtfertigt der Aufwand den Nutzen. In unserem Landkreis und unserem Bundesland, in unserem Vaterland. Brauchen wir, um unser Land/Landkreis/Stadt o.ä. voranzubringen, mehr solcher Elemente?

    Ich denke, wenn sich einfach mehr Menschen für die Sachthemen einsetzen (in Parteien, Verbänden, Initiativen etc.) dann reichen die Elemente die wir haben aus. Wir sind nun mal eine indirekte, parlamentarische Demokratie. Es muss den Menschen nur klar sein, wie es richtig eingesetzt wird.

    Ich halte daher das Fach politische Bildung für sehr gut. Schule kann nur nicht alles, die Eltern müssen ihren Kindern den Wert von Freiheit schon beibringen und die Wahrnehmung der eigenen Rechte (Wahlen und Abstimmungen) als eine Grundfeste unserer Demokratie vorleben.

  26. @barblog

    Könnten Sie bitte Sie freundlich sein und mir mitteilen, warum mein letztes Kommentar hier zunächst „moderiert“ und dann nicht veröffentlicht wurde? Ich bin mit nicht im Klaren darüber, gegen welche Regel ich verstoßen haben sollte.

  27. @Marco: Ich habe Ihnen das dreimal persönlich per E-Mail geschrieben, zuletzt gestern. Lesen Sie einfach diese E-Mails und die Regeln oberhalb des Kommentarfeldes, dann verstehen Sie, warum ich so handeln musste.