web analytics

20 Jahre Mauerfall – Wieviel Gedenken hätten Sie denn gern?

denkmalDas „Superwahljahr 2009 ist auch das „Supergedenkjahr“. Wir erinnern uns  in den kommenden Monaten u.a. an „60 Jahre Bundesrepublik Deutschland“ und „20 Jahre Mauerfall“. Wäre Letzterer nicht eingetreten stünden im Oktober „ 60 Jahre  DDR“ zur Debatte.

Auf Initiative von Dieter Schwertner (Bündnis Panketal) diskutieren Panketals Gemeindevertreter nun über die mögliche Erscheinungsformen des Gedenkens an die friedliche Revolution. Kristiane Spitz vom Bucher-Boten, der ersten Lokalzeitung für Buch, Karow, Panketal und Umgebung, hat nachgehakt und einige Ortspolitiker zu ihrer Meinung befragt. Dieter Schwertner, so „BB“:

„ist der Meinung, dass ein Denkmal dieses historische Datum auch für die Nachgeborenen sichtbar verewigen würde. (…) Ich denke es ist an der Zeit, diesen Tag ehren, heißt es in einem Schreiben an die Fraktionen“

Uwe Voss (SPD), ist mehr als angetan:

„Wir werden mit anderen interessierten Gemeindevertretern in einem Dialog zu Form und Inhalt des Denkmals treten erklärte er. Er selbst könne sich ein bildhauerisches Kunstwerk am Rathaus Panketal vorstellen. Es sollte, ähnlich wie der von mir seinerzeit zum 60. Jahrestag des Kriegsendes initiierte Stein am Dorfanger, in aller Eindringlichkeit die Bedeutung der 1989-er Revolution für unser Land und insbesondere für die Menschen in Panketal darstellen. Wir vergessen bei aller Bestürzung über die großen und kleinen Katastrophen des Alltags, dass es elementare Grundrechte sind, die unser Leben erträglich machen(…)“.


Ich selbst (Bündnis 90/Grüne) habe Frau Spitz erklärt, dass ich die Aufstellung eines Denkmals vor dem Rathaus nicht für die beste Lösung halte. „BB“ zitiert mich wie folgt:

„Demokratie muss nicht vor dem Rathaus in Stein gemeißelt sein, sondern sollte Tag für Tag im Rathaus gelebt werden, ist die Meinung der Grünen. Die Fraktion unterstützt gemeinsame Aktionen. Ein lebendiges Gedenken im Herbst, vielleicht mit einer „langen Nacht der Demokratie“- mit Gesprächen, Zeitzeugenberichten, Lesungen , Musik o.ä.- erscheint uns richtiger.(…)“.

Für Christel Zillmann (Die LINKE):

„stellt sich die Frage, ob ein Denkmal das beste Mittel ist, den Jahrestag zu begehen. Die Idee Dieter Schwertners, die Skulpturenlinie „Steine ohne Grenzen“ in die Überlegungen einzubeziehen, begrüße sie(…).“

Für die CDU-Fraktion äußerte sich Hans-Joachim Bernhard. Er

„plädiert dafür in den kommenden Wochen über die Art der Würdigung ins gemeinsame Gespräch zu kommen. Der 9. November ist einer der wichtigsten Tage der deutschen Geschichte“.

Von Peter Pick (FDP) ist leider nur seine grundsätzliche Zustimmung überliefert. Aber Peter liest und kommentiert hier ja mit und kann sich vielleicht noch selbst zu seinen Überlegungen äußern.
Für die kommende Woche hat Dieter Schwertner jedenfalls zu einem Treffen der Fraktionsvorsitzenden geladen. Das Barnim-Blog wird weiter berichten.

20 Jahre Mauerfall – Wieviel Gedenken hätten Sie denn gern? auf Facebook teilen
20 Jahre Mauerfall – Wieviel Gedenken hätten Sie denn gern? auf Twitter teilen
20 Jahre Mauerfall – Wieviel Gedenken hätten Sie denn gern? auf Google Plus teilen

Ähnliche Artikel:

Kommentare sind geschlossen.