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Bundestagsabgeordneter Markus Meckel (SPD) macht www.abgeordnetenwatch.de zur Farce

www.spdfraktion.de

Markus Meckel (Quelle: www.spdfraktion.de)

Die meisten Abgeordneten des Deutschen Bundestages besuchen www.abgeordnetenwatch.de regelmäßig, beantworten die Fragen der Bürgerinnen und Bürger fleißig und artig. Viele von ihnen machen sich diese Website als „Werbeplattform“ zur Vermittlung ihrer politischen Inhalte und Vorstellungen zu Nutzen.

Die MdBs Cornelia Behm (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Dagmar Enkelmann (DIE LINKE) und Jens Koeppen (CDU) beispielsweise haben bislang auf jede der ihnen gestellten Fragen geantwortet. Vorbildhaft! Petra Bierwirth (SPD) hingegen gilt als Negativbeispiel. Doch was sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Markus Meckel (Wahlkreis 57 Uckermark-Barnim I) auf Abgeordnetenwatch leistet, ist für mein Verständnis eine Frechheit.

Unabhängig vom Thema erhalten die fragenden Bürgerinnen und Bürger von diesem Volksvertreter die gleiche stereotype Antwort:

Sehr geehrte/r Frau/Herr …,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage über „abgeordnetenwatch.de“. Fragen, Hinweise und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger sind wichtig für Abgeordnete und für das Funktionieren der Demokratie.

Ihr Anliegen nehme ich ernst. Dennoch werde ich Ihnen nicht über „abgeordnetenwatch.de“ antworten. Vielmehr möchte ich selbst entscheiden, wann und zu welchen Themen ich mich in der Öffentlichkeit äußere. Dementsprechend gebe ich Presseerklärungen heraus oder äußere mich in Interviews. Darüber hinaus versuche ich auf meiner Website meine Arbeit im Deutschen Bundestag so transparent wie möglich darzulegen.

Gleichzeitig eignet sich nicht jede Frage für eine öffentliche Diskussion, da viele Probleme besser und individueller im direkten Kontakt zu klären sind. Dieser persönliche Kontakt mit Ihnen ist mir sehr wichtig. Dafür ist es aber erforderlich, dass Sie sich als Person erkennbar machen. Der bei „abgeordnetenwatch.de“ angegebene Name kann indes frei erfunden sein. Bitte haben Sie dafür Verständnis.

Senden Sie mir deshalb Ihre Frage nochmals unter Angabe Ihrer Anschrift und Rufnummer (für Rückfragen) per Post, Fax oder E-Mail an eines meiner Büros. Nur dann wird es mir möglich sein, mein Antwortschreiben persönlich an Sie zu richten und Ihrem konkreten Anliegen bestmöglich gerecht zu werden. Darüber hinaus können Sie sich gerne auch auf meiner Website www.markusmeckel.de über meine Positionen informieren oder natürlich bei Veranstaltungen mit mir in Kontakt treten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Markus Meckel, MdB

So wie Meckel kann nur jemand handeln, der seit der Wende im Bundestag sitzt und sich bis zur seiner Pensionierung dort wohl noch halten wird. Jemand, der Anstrengungen nicht mehr nötig hat. Der in seinem Wahlkreis weniger aufgrund seiner politischen Leistungen für die Region, sondern in einer Art Automatismus und nicht zuletzt wegen seines Bekanntheitsgrades (sowie vielleicht aufgrund fehlender personeller Alternativen politischer Mitbewerber?) immer und immer wiedergewählt wird.

In den Wirren der Wendezeit konnte der ehemalige Pfarrer Meckel als politischer Neuling im Zuge der Bekämpfung der abgewirtschafteten politischen Klasse der DDR nach oben schwimmen. Doch die politische Sturm- und Drangzeit des Hinterbänklers ist schon lange vorbei; inzwischen sogar einer zähen Angepasstheit gegenüber dem politischen Mainstream gewichen.

—————————-
Als Hintergrundinfo: www.abgeordnetenwatch.de ist als überparteiliche und institutionell unabhängige Internetplattform im Jahr 2004 ins Netz gegangen. Hier können Bürgerinnen und Bürger Abgeordnete online befragen. Die Fragen und Antworten sind ebenso wie das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten bei wichtigen Parlamentsentscheidungen öffentlich einsehbar. Laut der Betreiber wurden vom 8. Dezember 2006 bis zum 1. August 2007 für den Bundestag über 15.000 Fragen gestellt, von denen über 12.000 beantwortet wurden. Das entspricht einer Quote von 80 %. Täglich greifen über 10.000 Besucher auf die Seite zu.

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Veröffentlicht von

Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik. Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB). Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht. Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

36 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Lieber Andreas!

    Ich habe das heute bei einer Recherche nach Parteispenden von Vattenfall auch festgestellt und bin leicht schockiert, was sich der MdB Meckel da leistet. Hat der Mann keine Berater bzw. Mitarbeiter, die ihm dezent mal stecken, dass das überhaupt nicht geht. Hat er nur Anpasser und Sykophanten um sich?

    Es ist – so scheint es wirklich so, dass es nur noch ehemalige Bürgerrechtler im Beitrittsgebiet gibt. Meckel müßte es doch klar sein, dass eine Intenetseite wie www. abgeordnetenwatch.de ein Instrument demokratischer Kontrolle und nicht zum (gefürchteten) Abwatschen der Abgeordneten ist.
    Die Reaktion ist klar: Markus Meckel? Abwählen!

  2. @Hartmut Lindner
    Bezüglich http://www.abgeordnetenwatch.de würde ich sagen ist es vom Abgeordneten Meckel schlichtweg nur „Faulheit“, dass er die Fragen dort nicht inhaltlich beantworten will.
    Aber so richtig koscher erscheint der Mann mir ohnehin seit längerem nicht. Und nun las ich diese ddp-Pressemitteilung vom 27.01.2009:
    Neue Ermittlungen gegen Markus Meckel. Vorwurf der Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung

  3. Wer es nötig hat, so zu antworten, hat was zu verbergen oder seine Wähler sind es ihm nicht wert.
    Diese Wähler sollten dem Herrn in der nächsten Zeit unbedingt die entspr. Quittung verpassen!

  4. Satire an: Mir fällt bei derartigen Leuten immer Gamaschen-Colombo aus dem Film „Manche mögen’s heiß“ von Billy Wilder ein. Nun darf man einen Bundestagsabgeordneten – auch nicht einen, der hinten seine Diäten absitzt und nie etwas Wesentliches zu sagen hat – natürlich nicht mit einem Mafiosi vergleichen. Aber auch MM ist offensichtlich „zu groß geworden für seine Gamaschen“. Es ist also am Wähler, ihn wieder auf sein Normalmaß zurecht zu stutzen. Damit er wieder in seine Gamaschen passt ! Satire aus.

  5. Lieber Andreas,

    die Unsitte derartiger Nichtantworten scheint sich bei den „Möchtegern-Gamaschen-Clombos“ großer Beliebtheit zu erfreuen. Weiter unten das Beispiel des CDU-Abgeordneten aus meinem Wahlkreis. Gleichwohl bleibt es ein Skandal.

    Herzliche Grüße
    Rudolf Homann
    (Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD)

    „grundsätzlich versuche ich alle Bürgeranfragen aus meinem Wahlkreis zu beantworten.

    Gerne möchte ich deshalb versuchen auch auf die von Ihnen gestellten Fragen zu antworten.

    Damit dies im Rahmen eines persönlichen Dialoges geschehen kann, möchte ich Sie bitten Ihre Fragen an meine Mailadresse ( dieter-peter.jahr@bundestag.de ) oder aber an mein Wahlkreisbüro (Obergasse 7 in 09217 Burgstädt) zu richten.

    Damit wird es dann möglich sein Ihnen direkt ein Antwortschreiben zukommen zu lassen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Jahr“

  6. …danke für den Hinweis, Rudi. Sind von Dr. Jahr ja nahezu die gleichen Standardsätze.
    Vielleicht gibt es noch andere Kumpanen/ Kumpaninnen an Bundestagsabgeordneten, die ähnlich bürgerfern agieren? Für weitere Hinweise wäre ich der Öffentlichkeit dankbar!

    Jedenfalls werde ich Markus Meckel auf http://www.abgeordnetenwatch.de diesbezüglich gleich mehrere Fragen stellen.

  7. @andreas: hast du mal versucht deine Fragen direkt an MM zu richten? Erst wenn darauf auch keine Antwort kommt darf aus meiner Sicht der Vorwurf der Faulheit o.ä. gelten.
    Auch wenn wir das ggf anders sehen ist kein Abgeordneter dazu verpflichtet von Seiten wie Abgeordnetenwatch.de begeistert zu sein.
    Im übrigen wird auch auf dieser Plattform(bar-blog) darauf Wert gelegt, daß Kritik möglichst nicht anonym veröffentlicht wird. Wie du siehst bin auch ich nach längerer Zeit dazu übergegangen meinen vollen Namen zu nennen…:)

  8. Lieber Matthias,
    ich fahre jetzt zweigleisig. Einerseits habe ich soeben meine Fragen an MM auf http://www.abgeordnetenwatch.de plaziert. Die werden nach Freischaltung in Kürze dort erscheinen.
    Andererseits schon vorgebeugt, wenn ich auch eine Standardantwort erhalte (was anzunehmen ist), und zwar mit diesem Satz (entsprechend Frage 5):
    5. Wenn ich auf meine Fragen an dieser Stelle keine Antwort von Ihnen erhalten sollte, so bitte ich Sie schon jetzt, diese mir an meine E-Mail Adresse drandreassteiner@googlemail.com zu senden.

    Ich weiß von Markus Meckel, dass er auf an ihn persönlich adressierte Fragen auch nicht antwortet. Ein Beispiel war vor etwa zwei Jahren eine Anfrage der Bürgerinitiative für eine gesunde Umwelt – Schorfheide e.V. (BI-S), deren Vertreter sich an ihn bezüglich der geplanten Sondermüllverbrennungsanlage erwartungsvoll gewandt haben.

  9. Das ist doch alles ganz anders.
    Der Markus M. liebt einfach, wie er ja auch in seiner „Antwort“ schreibt, den persönlichen Kontakt und ist ein Feind aller modernen Informationstechnologie (IT), was ja bei der Störanfälligkeit und dem rasanten Veraltungstempo dieser Geräte gut nachvollziehbar ist.
    Natürlich kann er beim alten Kurbeltelephon, das bein ihm auf dem Land noch immer im Betrieb ist, immer nur mit einer Person kommunizieren, weshalb schon mal öfters das Belegt-Zeichen zu hören ist. Man muss sich also gedulden. Das ist in unseren schnelllebigen Zeiten nicht so populär.
    Viele schätzen so wie Markus M. auch das Telephon nicht und suchen das unmittelbare persönliche Gespräch mit ihrem Abgeordneten, das er ausführlich pflegt und das deshalb auch so beliebt ist bei seinen Wählern. Da ist das Wartezimmer immer gesteckt voll, da braucht man Geduld. Der vielgefragte Abgeordnete hat schon einen Anbau für das Wartezimmer in Auftrag gegeben, damit die Leute nicht auf der Straße Schlange stehen müssen.
    Erste Würstchenbuden und Getränkestützpunkte wurden schon errichtet, um das Publikum zu verköstigen, ein Dixiclo stinkt in seinem Vorgarten vor sich hin – das führt natürlich zu Konflikten mit den Nachbarn, dem Umweltamt usw. und das alles, nur weil der Abgeordnete ein IT-Muffel ist. Und jetzt häufen sich die Aufforderungen, ihn einfach abzuwählen im kommenden Herbst . Die Welt ist ungerecht. So darf man nicht mit seiner politischen Elite schlittenfahren.

  10. @Hartmut Lindner
    Doch welche Rolle in dieser Geschichte spielt der Lattenzaun? Der darf doch nicht außen vor gehalten werden, sonst ist er traurig. ;-)

    The Final Countdown für das MdB im Herbst? Für mich überfällig.
    Ich hoffe, die Wählerinnen und Wähler der Uckermark und des Oberbarnim werden es genauso sehen.

  11. Liebes bar-blog,

    ohne das SPD-Bashing kannst du wohl leider nicht leben. Kaum ist Petra Bierwirth in Afrika wird hier gleich gegen Markus Meckel gewettert. Das finde ich als Barnimer sehr traurig.

    Es sollte doch einem Abgeordneten selbst überlassen bleiben, wie es sich öffentlich äußert. Das Mandat ist frei! Das gilt auch für abgordnetenwatch.de wie ich finde. Und nur weil ab März 09 alle MdBs auf Facebook sind, muss doch Dr. Andreas Steiner als enttäuschter Ex-Sozi nicht eingeschnappt sein, wenn MM ihn nicht zum Freund haben will. Herr Steiner, Sie haben doch mit der SPD abgerechnet, nun (be-)nutzen sie doch nicht dieses Forum, um auf Boulevard-Niveau gegen engagierte Politikerinnen und Politiker zu schießen (Neu-Deutsch: bashen).

  12. @Marco
    Ich kann Ihnen leider nicht beipflichten, wenn Sie die besagten Personen als „engagierte“ Politikerinnen und Politiker bezeichnen.
    Wenn Sie meinen, dass ich allein gegen SPD-Politiker schieße, dann haben Sie sich geirrt. Bitte machen Sie sich hierfür ein bisschen in meinem Artikel-Archiv kundig. Bei mir bekommt, unabhängig von der Parteizugehörigkeit, jede/r sein Fett ab, aber auch jede/r Lob, wenn es angebracht ist. ;-)
    So etwas nennt man freien Journalismus. Die kritische Berichterstattung und Bewertung der regionalen Politik ist eine von vielen Themenbereichen des Barnimblogs und für mich der Schwerpunkt.

  13. Lieber Andreas!
    Na klar, der Lattenzaun, der wurde ein Opfer des Massenandrangs zur persönlichen Sprechstunde – da steht schon wieder Ärger mit der Gräfin ins Haus, eine Geschichte ohne Ende. Ich möchte nicht in der Haut von MM stecken. Aber er trägt es mit Gelassenheit, ist die Ruhe selbst im persönlichen Gespräch, dessen Vertraulichkeit wir respektieren…

  14. Mails und auch Briefe nicht mehr zu beantworten, ist eine weit verbreitete Unsitte des gesamten öffentlichen Dienstes geworden. Es war einmal anders, wann es hier im Lande eingerissenen ist, keine Ahnung, muss schon lange her sein. Von Parteien und Polikern erwarte ich nichts anderes, bis auf eine rühmliche Ausnahme, habe ich nie etwas anderes erlebt. Vielleicht ist es aber auch zuviel verlangt, die ungeheuren Berge von Post abzuarbeiten und gleichzeitig noch einen guten Job zu machen.
    Gruß Bernd

  15. @Bernd
    Theoretisch bräuchte MM sich gar nicht an seine Tippleiste setzen und die Antworten selbst formulieren. Dafür hat er seine Mitarbeiter. Was er nach Erstellen einer Antwort lediglich machen müsste, ist, kontrollieren, ob alles stimmig ist und ob er dann seinen Kaiser Wilhelm drunter setzen kann.

    Mir kommen immer die Tränen, wenn befürchet wird, dass sich die Politiker der zweiten Reihe überarbeiten. Die sollten sich, nur für eine Stunde mal, ans Fließband stellen!

  16. @Dr. Steiner
    In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, wann Sie das letzte Mal am Fließband standen?

    Wenn Sie schon den Anspruch haben, journalistisch über die Region zu berichten, was ich sehr gut und wichtig finde, dann sollten Sie sich aber auch an die üblichen Regeln halten – bspw. Trennung von Bericht und Kommentar. Aber wahrscheinlich spielen bei Ihnen aber auch viele Enttäuschungen eine gewisse Rolle bei Ihrer journalistischen Arbeit. Vielleicht schreiben Sie auch hier mal etwas über die Arbeit von Markus Meckel in der Parlamentarischen Versammlung der NATO, wo er immerhin stellv. Vorsitzender ist oder über seine Tätigkeit im Auswärtigen Ausschuss? Wahrscheinlich ist diese zeit- und reiseintensive Arbeit aber nicht mit den Erwartungen in BAR/UM vereinbar…

    und um Ihren unschönen Vorwurf noch zu entkräften, dass „der Mann nicht koscher“ ist:

    + + +
    Keine Ermittlungen gegen Abgeordneten Markus Meckel

    Neuruppin (dpa/bb) – Gegen den Bundestagsabgeordneten Markus Meckel (SPD) wird im Zusammenhang mit einem Nachbarschaftsstreit nicht ermittelt. Dies stellte die Neuruppiner Staatsanwaltschaft am Mittwoch klar. «Wir sehen auch keinen Anlass für ein Verfahren», sagte Oberstaatsanwältin Lolita Lodenkämper am Mittwoch. Dies wäre jedoch die Voraussetzung, um eine Aufhebung der Immunität des Abgeordneten zu beantragen. Meckel und eine Nachbarin hatten sich gegenseitig angezeigt. «Nach derzeitigem Erkenntnisstand sind die Darstellungen Meckels glaubhafter.» Gegen die Nachbarin werde wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.
    © Die Welt erschienen am 28.01.2009 um 14:44 Uhr

  17. wenn MM so ein Guter ist, warum verheizen wir unsere Truppen eigentlich immer noch in Afghanistan ? Woran liegt es, dass dieser Typ als kleiner fieser Möchtegern-Rechthaber rüberkommt, der ganz genau weiss, dass man ihm wegen seiner Immunität kaum was anheben kann? Und woran liegt es, dass die Staatsanwaltschaft gegen jeden Normalbürger sofort und wegen jedem Scheiss ermittelt, aber bei Großkopfeten immer den Arsch zukneift ? Tut mir Leid, ich empfinde sowohl MM und sein Pendant Reiche als arrogant und abgehoben und schon viel zu lange in diesem Job. Allerdings wird das mit dem Fließband wohl nicht klappen.

  18. @Marko
    Sie begründen sich in Ihrem Vorwurf der Vermengung von Bericht und Kommentar auf journalistische Regeln, die ich angeblich nicht eingehalten haben soll. Eine solche Trennung ist für Blog-Artikel nicht vorgesehen, die interessant, provokant und extrahiert formuliert werden sollten. Wir messen uns hier nicht mit der Zeit o.ä. Zeitungen. Diesen Anspruch haben wir nicht. Im Übrigen halten SIE sich doch wohl nicht an die Regeln des Barnimblogs, indem Sie eine ungültige E-Mail-Adresse angeben. Ich könnte Ihren Kommentar deshalb sofort löschen, werde es aber nicht tun, weil er interessante Aspekte wiedergibt und die Diskussion über MM befruchtet.

    Es ist schon etwas her, dass ich am Fließband in einer Molkerei stand. Das war zu meinen Studienzeiten in den Semesterferien. Zumindest kann ich davon reden, weil ich weiß, wie anstrengend und schlecht bezahlt eine solche Arbeit ist und wie leicht andere im Vergleich dazu ihr Geld verdienen.

    Was macht MM in der Parlamentarischen Versammlung der NATO so „Positives“? Ein Büttel der NATO zu sein, sprich der USA? Als Pfarrer und Abgeordneter im Bundestag die Kampfeinsätze (Verlängerung Kosovo-Einsatz, Verlängerung Afghanistan-Einsatz, etc.) abzusegnen, spricht doch eine deutliche Sprache, wie der Mann tickt.

    Wenn Sie so ein MM-Fan sind, können Sie die Vorwürfe gern entkräften, indem Sie ihn in Schutz nehmen und an dieser Stelle Positives über seine Arbeit berichten.

    Und zum Zaunlattenstreit und dessen Nachwehen gehören immer mindestens zwei Parteien. Ich bin mal gespannt, wie sich die Angelegenheit weiter entwickelt.

    @Reinhard Pichel
    Da gehe ich mit Ihnen mit.

  19. Richtig finde ich die Aussage, das ein/e Abgeordnerte/r nicht jedes Medium bzw. Forum nutzen muss, das zur Verfügung steht, um sich der Öffentlichkeit zu stellen. Das kann kein Mensch durchhalten. Besonders dann nicht, wenn derjenige/diejenige nicht nur Kommunikation betreiben will, sondern auch was „reißen“ will.
    Richtig finde ich aber auch, dass MM keine gute Figur als Bundestagsabgeortner macht. (Weder reißt er etwas, noch kommuniziert er.) Man hat das Gefühl, das Politik zu seinem Beruf geworden ist und ihm die Leidenschaft dafür abhanden gekommen ist. Ärgerlich ist aber auch, dass so gut wie klar ist, dass er wieder gewählt wird, weil einfach niemand anderes da ist.

  20. @Ariane
    Jedes Medium bräuchten die Abgeordneten des Deutschen Bundestages ja auch nicht zu nutzen. Doch abgeordnetenwatch.de ist nicht jedes Medium, sondern im Internet mittlerweile DAS MEDIUM für Abgeordnetenpräsenz. Wenn MM ein bisschen auf Draht wäre, und nicht so selbstgefällig und selbstsicher im Parlamentssessel sitzend, dann würde er diese Internetplattform vorzüglich für seine Wahlkampfzwecke (be)nutzen.
    Und so viele Fragen bekommt der Meckel nun auch nicht auf den Tisch. Seine Sprechstunden gähnen vor Leere. Dr. Dagmar Enkelmann kriegt es auf abgeordnetenwatch.de ja auch organisiert, und die bekommt wesentlich mehr Anfragen.
    Zudem frage ich mich, was MM eigentlich reißt? Die Hand zu alledem zu heben, was einem von den Fraktionsgrößen vorgekaut wird, ist keine Kunst. Dazu braucht man sich inhaltlich mit den Themen der Sitzungen weder zu beschäftigen noch auseinander zu setzen. Ja, man bräuchte sogar das Gehirn nicht einschalten (bzw. lediglich die energiesparsame Motorik-Funktion des Hirns für „Arm und Hand“ aktivieren).

    Ich kann Dir sagen, wie ich als Abgeordneter handeln würde: Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern (insbesondere meines Wahlkreises) würde bei mir an erster Stelle stehen. Dahingehend würde ich meine Politik ausrichten und meine Mitarbeiter beauftragen, mich diesbezüglich arbeitstechnisch zu unterstützen und zu entlasten.

  21. Leider muss ich erkennen, dass Markus Meckel schwerwiegend beratungsresistent ist. Zu meinen beiden Anfragen auf abgeordnetenwatch.de (zum Thema Demokratie und Bürgerrechte v. 20.02.09 sowie zur geplanten Eberswalder Sondermüllverbrennungsanlage Theo Steil v. 22.09.09) hat er ebenfalls mit dem selben einfältigen Standardtext geantwortet.

    Vor diesem Hintergrund möchte ich allen wahlberechtigten Oberbarnimerinnen und Oberbarnimern als auch Uckermärkerinnen und Uckermärker empfehlen:
    Gehen Sie bitte am 27.09.09 zur Bundestagswahl und wählen Sie Herrn Meckel ab!

  22. Hallo Andreas,
    tritt Herr Meckel denn überhaupt noch an? Vielleicht ist der ja längst satt und hat gar keine Lust mehr. Da macht er sich vielleicht nur ein Vergnügen daraus, seine Wähler mit diesem arroganten Verhalten zu brüskieren?

  23. @Karl-Heinz
    Mir ist nicht bekannt, dass er nicht noch einmal antreten möchte.
    Aber vielleicht könnte die Lokalpresse diesbezüglich mal bei ihm ganz offiziell nachfragen?

  24. Um die Fairness gegenüber Markus Meckel zu wahren und um die Leserinnen und Leser des Barnimblogs möglichst objektiv und umfassend in der Sache zu informieren, möchte ich mitteilen, dass ich bereits gestern um 13.17 Uhr eine E-Mail von dem MdB erhielt, die ich leider erst jetzt gelesen habe. Darin schreibt er:

    Sehr geehrter Herr Dr. Steiner,

    haben Sie vielen Dank für Ihre Fragen über „abgeordnetenwatch.de“. Auch Ihren Beitrag auf dem Barnim-Blog habe ich zur Kenntnis genommen.

    Ihre Anliegen nehme ich ernst. Dennoch werde ich Ihnen auch in diesen beiden Fällen nicht über „abgeordnetenwatch.de“ antworten. Aus den in meiner Antwort genannten Gründen lehne ich die öffentliche Kommunikation über Bürgeranliegen auf der Plattform „abgeordnetenwatch.de“ ab, zumal sie auch noch durch Dritte moderiert wird.

    Darüber hinaus versuche ich auf meiner Website http://www.markusmeckel.de meine Arbeit im Deutschen Bundestag so transparent wie möglich darzulegen. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann sich persönlich an mich wenden und erhält dann eine ebenso persönliche Antwort von mir erhalten.

    Gerne antworte ich Ihnen also persönlich auf die sehr grundsätzlichen Fragen bzgl. „abgeordnetenwatch.de“ sowie auf Ihre Fragen zur geplanten Sondermüllverbrennungsanlage in Eberswalde. Eine entsprechende Nachricht geht Ihnen baldmöglichst zu.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Markus Meckel, MdB

    Diese Antworten, wenn ich sie denn erhalte, werde ich dann hier ins Forum stellen, denn ich bin immer noch der Meinung, dass es nicht „im stillen Kämmerlein“ verbleiben sollte, weil die Öffentlichkeit ein Recht auf solche Informationen hat.

  25. Und wieder ging ein Tag dahin und wieder mussten wir auf die Erleuchtung aus dem Hause Markus Meckel verzichten. Wo wir doch so nach Wahrheit dürsten…
    Es muss doch wohl Ursachen haben, warum er weder öffentlich noch im intimen Rahmen antwortet. Langsam denke ich, er hat gar nichts zu sagen ! Kann das denn sein ?

  26. @Dr. Valentin
    Nach dieser E-Mail an mich samt Ankündigung der Stellungnahmen habe ich wieder Hoffnung, dass MM der Welt doch noch was zu sagen hat.
    Auf Antworten in diesem Stil verzichte ich aber gern.

  27. Ich glaube, ich bin da auf etwas gestoßen:
    MM´s wahre Identität? Man beachte die Überschneidung der Initialien. Würde mich nicht wundern, wenn Markus Meckel noch „Jens“ oder „Jochen“ als weiteren Vornamen führen würde… ;-)

  28. @Andreas Gläßer: Wir diskutieren hier also über ein Phantom? Alles virtuell? Ist etwa sogar die Bundesregierung nur ein Hologramm ? Oder etwa Bin Laden? Jetzt wundert mich gar nichts mehr…

  29. Hallo,Barnim-Blog ,eine prima Sache !! Vielleicht heisst MM oder sein Schreiber aber auch Marco (s.oben) Auch ich habe noch keine Antwort erhalten, trotzdem sein MA extra angefagt hatte,da meine volle Adr. eher bei ihm war als mein Beitrag freigeschaltet werden sollte.( Ist aber nicht freigeschaltet, weil er wohl keine ausformulierte Frage enthielt )Ist mir auch inzwischen egal. Ich kenne aber hier in der schönen Uckermark einige, die MM direkt gewählt haben sollen . Na, denn schaun wir mal ,wie die sich neu orientieren. Dürfte ja nicht so schwer sein, Herr MM !! Neues Thema : Ich wünschte, wir hätten auch in der UM so einen Blog . Grüsse in den Barnim

  30. @Dr. Valentin
    Mit Eingabe des Begriffes „Bin Laden“ werden wir jetzt bestimmt auch noch vom Verfassungsschutz beobachtet ;-)

    @Georg Albrecht
    Den UM-Blog gibt es schon. Frag doch einfach mal unseren Admin Karl-Heinz. Er sucht noch Autoren für die riesengroße Uckermark.

  31. Vor etwa zwei Wochen habe ich einen Brief von Markus Meckel erhalten, in dem er auf die Sachverhalte zu Abgeordnetenwatch.de und zur Sondermüllverbrennungsanlage Eberswalde eingeht.
    Ich habe ihn daraufhin angeschrieben, weil ich seinen Brief hier im Barnimblog gern veröffentlichen wollte. Doch Fehlanzeige: Eine Genehmigung zur Veröffentlichung ist mir bislang nicht erteilt worden.
    Vielleicht werde ich die Inhalte dieses Briefes demnächst hier im Blog wiedergeben (wenn ich nichts Besseres zu tun habe ;-)).

  32. Sehr geehrter Herr Steiner,

    ich hätte es nach der hitzigen und teilweise niveaulosen Diskussion hier im Blog begrüßt, wenn Sie Ihre überheblichen und überzogenen Vorwürfe gegenüber Herrn Meckel, dass er nicht engagiert, nicht auf Draht, faul, selbstgefällig usw ist, wenigstens teilweise revidiert hätten.
    Sie habe eine schriftliche, persönliche Antwort von Markus Meckel, wie gewünscht, erhalten und daher sind Ihre scharfen und schlechten Kommentare unter Ihrem Beitrag gegenstandslos.

  33. Danke, Herr „Marco“, dass Sie der Einzige sind, der hier keine niveaulosen Kommentare bringt. Sie sind ein Held, der den Barnimblog vor dem Abgleiten in sinnlose Abgründe bewahrt…

    Es gibt gar keine Veranlassung einer Revidierung meiner Einschätzung von Herrn Meckel. Was und wem nützt es, wenn ich persönlich einen Brief von ihm erhalte und es mir nicht erlaubt ist, den Inhalt dieses Briefes an die Öffentlichkeit zu bringen, da es ein Briefgeheimnis (und das ist auch gut so) gibt?
    Nein, Herr Meckel muss sich endlich stellen und in der Öffentlichkeit erklären. Es bleibt dabei: Ich fordere ihn weiterhin zu mehr Transparenz und Bürgernähe auf!