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B 167 neu: Grüne begrüßen die Initiative des Finowfurter Ortsbürgermeisters Westerkamp

Karen Oehler

Karen Oehler

Die Vorsitzende der Eberswalder Stadtfraktion von Grüne/B90, Karen Oehler, hat sich in einer Pressemitteilung der Thematik um die B167n erneut angenommen. Sie bezieht sich damit auf die Posititionierung des Finowfurter Ortsvorstehers Wilhelm Westerkamp in der Märkischen Oderzeitung vom 18.02.09.

Hierzu Karen Oehler:

„Endlich werden auch von Lokalpolitikern anderer Parteien und Bündnisse die Nachteile und Probleme der Nordvariante der B 167n klar benannt. Wir begrüßen das und unterstützen die Initiative von Herrn Westerkamp für eine bessere Lösung ausdrücklich.“

Umweltverbände und Grüne hatten bereits im Raumordnungsverfahren in den 90er Jahren auf die genannten Nachteile und Konflikte – zu wenig Entlastung für die B167 alt, Beeinträchtigung des Üdersees, fehlende Erschließung von Finowfurt und Flugplatzgelände, schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis – hingewiesen und sich gegen diese Variante ausgesprochen.

Noch ist es nicht zu spät. Wir hoffen, dass sich der gesunde Menschenverstand durchsetzt und die erheblichen Steuergelder für eine effektive Variante mit möglichst geringen Schäden für Natur und Umwelt eingesetzt werden. Auch wenn bereits ein Menge Steuergeld für die bisherigen Planungen „verbraten“ wurde, ließen sich unter dem Strich Einsparungen in Größenordnungen erzielen.

Den Eberswalder Bürgermeister Friedhelm Boginski fordern wir auf, die ausgetretenen Pfade ebenfalls zu verlassen und die vorhandenen Chancen für eine auch für Eberswalde bessere Lösung zu nutzen.

In einem Punkt irrten im Übrigen sowohl der Ortsbürgermeister von Finowfurt als auch der Eberswalder Bürgermeister. Die Nordtrasse befindet sich bisher nicht im Planfeststellungsverfahren. Aufgrund der noch ungelösten Frage der Weiterführung der Trasse von der B2 in Richtung Bad Freienwalde und der stark zu bezweifelnden Planungsgrundlagen bezüglich der zu erwartenden Verkehrszahlen hat sich der Bund offenbar bisher nicht getraut, das Planfeststellungsverfahren zu eröffnen.

Zum Hintergrund:
Zur Vorbereitung der Verkehrsentwicklungsplanung der Stadt Eberswalde diente eine umfangreiche Verkehrserhebung im Jahr 2006. Die in diesem Rahmen gewonnenen Daten zeigen deutlich die Mängel der Prognosen des Landesbetriebes Straßenwesen für das Jahr 2015 auf. Konkret heißt das zum Beispiel: Die per Hochrechnung ermittelten Ausgangswerte für das Jahr 2005, die der Landesbetrieb für seine Prognose verwendet, übersteigen bereits erheblich die 2006 tatsächlich ermittelten Verkehrsmengen auf der B 167 alt.

Karen Oehler,
Fraktionsvorsitzende Grüne/B90 Eberswalde
———————-
Bündnis 90/Die Grünen
Kreisverband Barnim
Brautstr. 34
16225 Eberswalde
Tel.: 03334-384074
Fax: 03334-384073

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Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik. Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB). Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht. Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

9 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Eine Anmerkung:
    Ich habe diese PM so unverändert übernommen. Doch eigentlich müsste es, entsprechend der neuen Kommunalverfassung, nun nicht mehr Ortsbürgermeister, sondern Ortsvorsteher heißen!

  2. Eine weitere Anmerkung:
    Der Bund braucht sich nicht zu trauen.
    Planfeststellungsbehörde ist das Land Brandenburg, der Bund hat die Linie bestimmt.
    Inwieweit die Verkehrsprognosen des Landes und der Stadt vergleichbar sind, müsste näher untersucht werden.

  3. Wo wir schon beim Thema sind: Wann wird denn endlich der leidliche Gullideckel (Hinter der Bahnhofsbrücke, vor der Ampel in Richtung Stadtmitte) auf der B167alt angehoben?

  4. @Autofahrer
    Über die stark abgesenkten Kanaldeckel habe ich schon mal geschrieben.
    Der hinter der Bahnhofsbrücke in Richtung Stadtmitte Eberswalde ist mir allerdings noch nicht aufgefallen. Ich werde mal darauf achten.
    Aber wir haben auch einen Bauausschuss mit Bürgerfragestunde, der für solche Anfragen genutzt werden kann. Der nächste findet am 10.03.2009 um 18.15 Uhr in der Rathauspassage, Konferenzraum, 3. Etage, Breite Straße 39, in 16225 Eberswalde, statt.

  5. Wir haben für ein fiktives Szenario im Fach Umweltökonomie die Rolle der Landwirte übernommen.
    Inwiefern die lokalen Bauern gegen bzw. für diese Straße sind, konnten wir so noch nicht herausfinden. Die Ackerflächen für Ortsumgehung sind uns zahlenmäßig bekannt. In der Agrarwoche hat meine Arbeitsgruppe ebenfalls nichts gefunden. Falls sich die Problematik hinsichtlich der landwirtschaftlichen Betriebe besser herausstellen ließe, würden wir schon weiter kommen.

  6. @eberswalder student
    Danke für diese Info.
    Werden darüber Diplomarbeiten vergeben und wenn ja, in welchem Fachbereich werden diese angesiedelt sein?

  7. Nein, Diplomarbeiten werden darüber, soweit ich weiss, nicht geschrieben. Das Fach findet im geraden Semester statt und steht auf dem Curriculum des Ifems im Fachbereich Wald und Umwelt.

  8. So, Dienstag Nachmittag ist es soweit. Unsere Gruppe ist soweit fertig. Ich hatte sogar die Idee, dass die vier Stunden gefilmt werden. Inwieweit die Ergebnisse für diesen Blog interessant sind, weiss ich nicht.
    Das mit den Filmen kam mir im Sinn, weil Andreas Gläßner, einer der Blogger hier, ein Kameramann ist.