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Petra Bierwirth und die Fragen zum Afrika-Trip des Bundesumweltausschusses – Ihre Antwort auf www.abgeordnetenwatch.de

Gut Ding will Weile haben…
hat sich wohl auch Petra Bierwirth gedacht als sie über www.abgeordnetenwatch.de Fragen zum Sinn und Zweck der Afrika-Reise des Bundesumweltausschusses erreichten. Jetzt hat sie dann doch ihre wissenschaftliche Mitarbeiterin Heidlinde Benzinger in die Spur geschickt. Wer eine ausführliche inhaltliche Auseinandersetzung erwartet hat wird jedoch enttäuscht. Petra Bierwirth äußert zwar Verständnis für das öffentliche Interesse ergeht sich dann aber ausgiebig in Medienschelte. Zum Spiegel-Artikel „In freier Wildbahn“ bekommt man Folgendes zu sehen:

“Die meisten Journalisten stehen für einen fairen Journalismus und recherchieren gründlich bevor sie Bericht erstatten . Dieser Berufsethos scheint aber der Journalistin Petra Bornhöft, die Verfasserin des Spiegelartikels, abhanden gekommen zu sein. Ihr Artikel im Spiegel „In die freie Wildbahn“ – Ausgabe 7/2009 – spricht wohl dafür. Durch das außerordentlich dürftig dargestellte Faktengerüst vermittelt die Journalistin den Eindruck: Hier wird auf Kosten des Steuerzahlers eine Luxusreise unternommen.“

„Dieser Artikel trägt nicht nur zu noch mehr Politverdrossenheit bei, sondern verunglimpft auch das Bundestagsabgeordnetenmandat. Afrika ist ein Teil unserer Erde, der von den Auswirkungen der katastophalen Umweltentwicklung am härtesten betroffen ist., aber am wenigsten mitverursacht hat. Diese Auswirkungen bekommen die Bewohner des Kontinents schon jetzt zu spüren.
Die Aufgabe der Umweltpolitiker des Deutschen Bundestages besteht auch darin, sich über die globalen Umweltauswirkungen unseres nahezu uneingeschränkten Konsums einen Eindruck zu verschaffen .Erst recht im ärmsten Kontinent. Um hier global den Auswirkungen entgegentreten zu können, sind auch Gespräche u.a. mit politischen und gesellschaftl.Verantwortungsträgern sehr wichtig.“

Soweit zu Frau Bierwirth. Die komplette Antwort findet ihr hier. Sylvia Kotting-Uhl, umweltpolitische Sprecherin der Grünen, hat ihre Teilnahme an der Reise inzwischen abgesagt. Eine entsprechende Pressemitteilung ist hier zu lesen.

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

4 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Petra Bierwirth kriegt ihr Fett auch in zwei MOZ-Leserbriefen (Wochenendausgabe14./15.02.09) ab, die ich aufgrund des gut hergestellten regionalen Bezuges hier vollständig zitieren möchte. Schade, dass bei der MOZ, wie in manchen Zeitungen (z.B. Mindener Tageblatt), Leserbriefe nicht in einem Archiv im Internet abrufbar sind. Manche davon sind wirklich wertvoll und über die Printausgabe hinaus für die Nachwelt erhaltenswürdig.

    Bernd Blankenburg aus Schorfheide schreibt:
    „Petra Bierwirth hat sowohl im Bundesgebiet im Allgemeinen als auch in ihrem Wahlkreis, dem Kreis Barnim, im Besonderen sicherlich genug Aufgaben, die zur Erledigung anstehen. Nach ihren Äußerungen zu abgeholzten Alleenbäumen und zur Eberswalder Sondermüllverbrennungsanlage sollte sie doch lieber hier vor Ort die richtigen Erkenntnisse sammeln und die entsprechenden Schlüsse ziehen. Sie muss nicht unbedingt drei Tage in die Serengeti reisen, um den dortigen Wassermangel festzustellen. Bei einem Besuch in der Schorfheide kann sie den Rückgang des Grundwassers auch an vielen Stellen sehen.“

    Und Jürgen Althaus aus Bernau schriebt:
    „Ich habe das Gefühl und weiß nicht warum; spricht vielleicht der Neid des Autors aus diesem Artikel? So kurz vor der Bundestagswahl kann man sich doch noch mal die Gegend – hier Afrika – anschauen. Warum so kritisch? Wer weiß, ob man beim nächsten Parlament noch dabei ist und auf Kosten der Steuerzahler verreisen kann!
    Ich habe den Eindruck, unsere Bundestagsabgeordneten wissen gar nicht mehr, was im Volk los ist; wie die Bürger, die sie vertreten sollen, leben, reisen und sich etwas leisten. Wenn man nach aller Kritik dennoch etwas für Afrika tun will, dann liebe Abgeordnete steckt die Reisekosten in ein Projekt von Unicef oder für die Menschen vor Ort.“

  2. Also, über den Wassermangel und das Elend in Afrika kann man sich z.B. auch im „Spiegel“ ( oder im Internet) informieren. Und warum man da in Afrika als Horde einfallen muss und den Leuten noch das knappe Wasser wegduscht, erschließt sich mir sowieso nicht…

  3. Ich versteh gar nicht die Aufregung um diese Reise. Immerhin hat Deutschland und SPD den Umweltschutz auf die Fahne geschrieben. Zudem frage ich mich ob ihr einer Ahnung davon hat ob die Ausflüge der Steuerzahler wirklich berabben muss oder ob es eine Leistung der Afrikaner ist. Zudem kann man Frau Bierwirth kein Mangel an Leistungsbereicht vorwerfen, sie kümmert sich auch um die Probleme in der Region.

    Zu „Dr. Valentin“, wenn es so einfach wäre alle Informationen aus Zeitungen und dem Internet zu bekommen, frage ich mich warum Ingenieure und Architekten auf ihre Baustelle fahren um zu prüfen wie der Stand ist, sie könnten doch den Handwerkern doch sagen sie sollen ständig Fotos machen und ins Netz stellen.

  4. @ben: Ganz einfach, weil es bei Baustellen in der Regel um die Abrechnung von Leistungen geht. Das heißt, Leistungen werden von Handwerkern erbracht und werden ganz konkret bei Architekten, Bauherren usw. abgerechnet. Da sollte man diese Leistung als Bauherr usw. schon in Augenschein nehmen dürfen. Und nun, lieber ben, wer erbringt bei einer Lustreise unserer Abgeordneten Bierwirth Leistungen ? Und meinen Sie nicht -gesetzt den Fall, irgendein Afrikaner berappt für diese Reise- die Gelder wären für die Ausbildung der Menschen oder in einem Flüchtlingsdorf in Afrka besser ausgegeben.
    Noch was: Wenn Sie den Barnimblog regelmäßig lesen, können Sie auch erfahren, wie sich Frau Bierwirth um die Probleme in der Region Barnim kümmert. Indem sie nämlich all diese netten Dinge wie Müllverbrennung, Alleenabholzung usw. befürwortet. Mir persönlöich wäre es lieber, diese Art von Politikern würde sich nicht um unsere Probleme kümmern..