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Vorbildlich: Weitzer Parkett verzichtet auf Tropenholz

Der Parkettböden- und Stiegenhersteller Weitzer Parkett aus Österreich setzt Zeichen:
Das gesamte Tropenholz fliegt aus dem Sortiment. Stattdessen wird ab sofort nur heimisches Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung verwendet. Damit übernimmt Weitzer Parkett eine wegweisende Rolle in der europäischen Parkettindustrie.
Zugleich handelt die Firma nach dem Motto: Tue Gutes und rede davon.

Greenpeace begrüßt Ausstieg von Weitzer aus dem Tropenholzgeschäft, zumal sich die Umweltorganisation dem Schutz der restlichen Regenwälder auf der Erde und einen Abholzungsstopp in allen Regenwaldgebieten der Erde zu erreichen, schwerpunktmäßig widmet.

Die Greenpeace-Sprecherin Hanna Schwarz freut sich:

„Viel wird über die Auswirkungen des Klimawandels bereits gesprochen – nun müssen endlich Taten folgen. Die Firma Weitzer Parkett hat gezeigt, wie es gehen kann. Mit dem Ausstieg aus dem Verkauf von Tropenhölzern leistet dieser heimische Parketthersteller einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Regenwalds und somit auch zum Klimaschutz“. Weitzer Parkett, ein 1831 gegründetes Familienunternehmen und einer der führenden Parketthersteller in Österreich sowie in der EU, ist sich seiner ökologischen Verantwortung bewusst. Das bedeutet, ausschließlich Produkte aus EU-Ländern zu verarbeiten, keine Kunstharzlösemittelkleber mehr anzubieten und die Restholzmengen für umweltfreundliche Fernwärme zu verwenden.

Hier einige Eckdaten:

* Die Abholzung des Regenwaldes ist für ein Fünftel des weltweiten Kohlendioxid-Ausstoßes pro Jahr verantwortlich. Das ist mehr als durch den Auto-, Flug- und Schiffsverkehr ausgestoßen wird.

* Der Regenwald speichert durch seine Biomasse sehr viel Kohlendioxid – 300 Tonnen per Hektar. Pro Jahr wird allerdings eine Fläche von der Größe Griechenlands (13 Millionen Hektar) abgeholzt.

* Millionen Menschen leben im, mit und vom Regenwald. Gleichzeitig ist er Lebensraum für 75 Prozent aller weltweit lebenden Tier- und Pflanzenarten. Durch den Klimawandel sind 50 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten des Regenwaldes in Gefahr.

Quellen:
PM Greenpeace
Interview mit der Geschäftsführerin von Weitzer Parkett, Angelika Wesonig-Weitzer

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Veröffentlicht von

Dr. Andreas Steiner, Diplom-Geograph und Waldökologe, lebt seit 1999 im Barnim. Als Fachgutachter ist er bei einem Projektträger des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin beschäftigt, der innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Technologie betreut. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Querdenker und -tuer ehrenamtlich in der Umwelt- und Sozialpolitik. Im Rahmen der Brandenburger Kommunalwahlen 2008 wurde er als Parteiloser für Bündnis 90/Die Grünen in die Eberswalder Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ende 2011 musste er aufgrund eines Wohnsitzwechsels dieses Mandat niederlegen. Derzeit gehört er der Gemeindevertretung Schorfheide an und ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler/Bürgergemeinschaft Kommunalabgaben (BKB). Steiner hat Mitgliedschaften der GRÜNEn LIGA Brandenburg und der NaturFreunde Oberbarnim-Oderland. Seine Hobbys sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Saunieren, Kochen – und natürlich der ehrenamtliche Journalismus, insbesondere wenn es um die Behandlung kritischer und brisanter Themen geht. Folgenden Leitspruch eines großen deutschen Gewerkschafters hat er sich zum Lebensmotto gemacht: „Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit“ (Otto Brenner, 1968).

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