Und ewig röhrt die Kettensäge – Baumfällungen im Siedlungsbereich schreiten fort
Geschrieben von Stefan Stahlbaum in Umwelt, Tags: Britta Stark, Zepernick, 859 mal gelesen
Jetzt, da der Winter eine kleine Pause einlegt, schlägt wieder die Stunde der Holzfäller. Während ich vor dem Rechner sitze röhren aus allen möglichen Richtungen die Kettensägen. Von meiner Haustür aus kann ich beobachten, wie ca. 50 Meter weiter ein herrlicher Kiefernbestand niedergemacht wird. 2 Bäume sind schon weg und den Rest schafft der „fleißige Nachbar“ heute sicher auch noch.
Einem Bauprojekt stehen die Stämme offensichtlich nicht im Weg, denn links und rechts gibt es bereits Häuser. Die wurden zu einer Zeit errichtet als es noch eine wirksame Baumschutzsatzung gab. Die Nähe zur Grundstücksgrenze dürfte ebenfalls keine Rolle spielen, denn angesichts ihrer Größe müssten die Kiefern längst Bestandsschutz haben. Ob “in einen ordentlichen Garten nun mal keine großen Bäume gehören“ (auch das Argument habe ich schon gehört) oder sich die Anwohnerschaft vor der Schädigung ihrer heimischen Mauern und Fundamente fürchtet, ich bin es langsam leid zu fragen. Die „braven, ordnungsliebenden Mitbürger“ werden zudem oft ziemlich aggressiv wenn man Sinn und Zweck ihrer „Pflegemaßnahmen“ in Frage stellt.
Trotzdem ich den Schutz unserer Bäume und Alleen für unverändert wichtig halte und nicht müde werde mich dafür einzusetzen muss ich wieder einmal feststellen, dass die derzeitige Gesetzeslage dem Schutz der Natur in vielen Bereichen krass entgegensteht.
„Vielen Dank“ an PolitikerInnen wir Britta Stark (Landtagsabgeordnete der SPD und Ortsvorsteherin in Zepernick)), deren unermüdlicher Einsatz für eine Schwächung des Baumschutzes das Gemetzel auf Privatgrundstücken erst ermöglicht hat.
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Eine wirksame Baumschutzverordnung für den ganzen Landkreis ist dringend notwendig. Aber nicht eine, die nur Makulatur ist.