Eintopfmatinee – Unwort des Jahres 2008 im Barnim
Geschrieben von Stefan Stahlbaum in Kultur, Tags: Vattenfall Europe AG, 746 mal gelesen
Seit Mittwoch kennt die gespannte Weltöffentlichkeit nun endlich das deutsche „Unwort des Jahres 2008“. Mit „Notleidende Banken“ gab es den erwarteten Favoritensieg. Auf den Plätzen folgen „Rentner-Demokratie“ und „Karlsruhe-Touristen“. Zum Drittplatzierten ein kurzer Blick in die „Laudatio“:
“Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt diffamierte Bürger, konkret die Politiker Gerhart Baum und Burkhard Hirsch, die wegen Zweifeln an der Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen schon einmal vor das Bundesverfassungsgericht gegangen waren und dies beim neuen BKA-Gesetz noch einmal tun könnten, als „Karlsruhe-Touristen“ – ein bedenkliches Verständnis der Grundrechte“ (Quelle: www.unwortdesjahres.org).
Ende Dezember riefen wir zur Nominierung und Wahl des „Barnimer Pendants“ auf.
Ihr habt Euch entschieden und „Eintopfmatinee“, als „rote Suppe mit bitterem Beigeschmack“, mit 43 % der Stimmen zum Sieger gekürt. Silber und Bronze gehen an „Verkehrssicherungspflicht, als Freibrief für Alleengemetzel und „Ökologischer Freileitungsbau“, die realitätsverfremdende Formulierung eines von Vattenfall großzügig geförderten Wissenschaftlers an dessen „Unabhängigkeit“ daher gewisse Zweifel bestehen.
"Unwort des Jahres 2008" im Barnim
- "Eintopfmatinee"
für eine Veranstaltungsreihe der Bernauer Linken (29 mal gewählt = 38%) - "Verkehrssicherungspflicht"
als Standardargument zur Alleenabholzung (20 mal gewählt = 26%) - "Ökologischer Freileitungsbau"
beschönigend für die Uckermark-Leitung der Vattenfall AG (15 mal gewählt = 19%) - "Reinigungsprozess"
für den Zustand der Barnimer SPD (8 mal gewählt = 10%) - "Strategie 21"
für das Alleenvernichtungsprogramm des Brandenburger Umweltministers (5 mal gewählt = 7%)
bisher 77 Stimmen
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Da sage noch einer, es gebe kein Sprachgefühl mehr im Barnim oder bei den Nutzern des Blogs.