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„Lichtgestalten“ – Wo versteckt sich Brandenburgs Barack Obama?

War es der Amtsantritt des 44. amerikanischen Präsidenten oder ist es doch der Messias, der ab heute im „Weißen Haus“ Station macht? Die Reaktion der Öffentlichkeit wäre momentan wahrscheinlich ähnlich. Das „Phänomen Obama“ ist noch immer Gegenstand unzähliger Erklärungsversuche und der Hype um ihn scheinbar ungebrochen.

In Europa, so meinen viele, kann sich eine solche „Lichtgestalt“ kaum entwickeln. Zu lebendig ist die Erinnerung an „die Verführer“, die „Menschenfischer“ und ihr verheerendes Wirken. Die Wahlsysteme in Deutschland und Österreich, ist zu lesen, zielen genau deshalb darauf ab, Personenkult zu verhindern.

Liegt die Beantwortung solcher Fragen aber wirklich im System begründet oder sind es doch besondere Talente, die den 47-jährigen Hawaianer auszeichnen? Brechen wir das Ganze doch mal auf die bevorstehende Brandenburger Landtagswahl herunter. Wo verstecken sich die Kandidaten, die den Menschen eine Hoffnung auf Wandel vermitteln können, die für den Aufbruch von Verkrustungen stehen und denen man mehr zutraut als selbstsüchtiges Versorgungsdenken?

Gibt es sie… und brauchen wir sie überhaupt?


Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

5 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Eigentlich ist es egal, worin der mediale Erfolg Obamas begründet ist, da die Amerikaner was das betrifft, einfach ganz anders ticken als wir Europäer. Spannend finde ich aber die Frage warum Politik und somit Politiker bei uns in Deutschland so wenig Vermittlungskraft besitzen bzw. was kann getan werden, diese Vermittlungskraft wieder herzustellen.

  2. Oh ja und wie wir Sie brauchen die Hoffnung auf eine bessere und gerechtere Welt.

    Eine Solche Lichtgestalt welche die Werte welche Sie predigt auch wirklich darstellt. Eine Person welche nicht im kleinkarierten Stückwerk ersäuft.

    Ein Mensch der den Brandenburgern aufzeigt das Ihr Einsatz nicht vergebens ist. Denn vielen Resignierten fehlt es leider an der Zuversicht mit eigner Hände Arbeit einen echten Mehrwert zu schaffen.

    Jedoch ist das scheitern einer solchen Figur echt gefährlich. Der letzte solche Politiker in Deutschland war vielleicht Willi Brandt.

    Derzeit bin ich jedenfalls Obama Fan obwohl ich bezweifle das er diesen riesigen Erwartungen so schnell gerecht werden kann.

  3. Er ist nicht der Messias, aber er ist Bushs Nachfolger…und dessen Messlatte reisst er höchstens beim Limbo-Dance.
    Für mich ist der Zeitpunkt für eine Bewertung noch zu früh, umso mehr Zeit hab ich in meine Abrechnung mit Herrn Bush gesteckt.

    Gruß Cornelius H.

  4. Pingback: Readers Edition » Rundschau Spezial: Obama ist im Amt - So reagiert die Blogosphäre

  5. Hallo Namensvetter,

    mag sein, dass man in Ostdeutschland etwas nüchterner denkt als hier in Westdeutschland, wo die Aufklärung
    [ http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitalter_der_Aufkl%C3%A4rung ]
    in den 220 Jahren noch nicht angekommen zu sein scheint. Mein Kommentar zu B. O.:

    »Nach dem Wahlsieg Barack Obamas. Die Macht, zu verändern«

    Ob Präsident, Papst oder Dalai Lama − die Welt wartet auf einen neuen Messias und erwartet, dass er sie errettet. „Die Welt“, das sind die vielen Menschen auf dem Globus, die ihre Hoffnungen in andere setzen oder in einen Übermenschen, einen Gott auf Erden, der ihre Probleme löst. Probleme, die sie sich selber geschaffen haben.

    Auf diesen Übermenschen werden sie vergeblich warten: Der Messias kommt nicht!

    Der Dalai Lama hat schon abgesagt. Er sei, sagt er, nur ein einfacher Mönch. Ein Mensch also. Der Papst hat sich dazu noch nicht geäußert. Er will die Hoffnungen wohl nicht fahren lassen. Und Barack Obama, der künftige Präsident der Vereinigten Staaten? Er hat, sobald er ins Weiße Haus eingezogen sein wird, immerhin ganz reale Machtbefugnisse. Nicht von Gottes Gnaden, sondern von Gnaden noch mächtigerer Wirtschaftsbosse. Aber vielleicht gelingt es ja, in den USA einen wirklich demokratischen Wandel herbeizuführen.

    Menschen, die sich ihres eigenen Verstandes nicht bedienen können (weil sie es nicht gelernt haben), brauchen einen Vorbeter, der ihnen sagt, was sie zu glauben, was sie zu denken, was sie zu tun und zu lassen haben. Einen Dalai Lama, Papst oder Präsidenten. Wer selber denkt, liegt meistens quer zu allem. Wir haben gehört, was der künftige Präsident, was Barack Obama gesagt hat.

    Es bedarf großer gemeinsamer Anstrengungen, hat er gesagt. −
    Dies ist das ganze Geheimnis der Macht. Der Macht, die Verhältnisse zu verändern.

    [Leserbrief in der Frankfurter Rundschau, Ausgabe S, S.32 (08.11.08) und Recklinghäuser Zeitung (13.11.08)

    Siehe auch ZEITFRAGENFORUM:
    http://www.dietrichstahlbaum.de
    Blogs: