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Wir trauern um Dietrich Rostoski

Am Morgen des 13. Januars schickte er mir von seinem Büro aus noch eine kurze Mail. Nur wenige Zeilen, es ging um den Termin für die Fraktionssitzung im Februar. Sonntags wollten wir uns dann persönlich treffen. Am Abend des selben Tages wurde Dietrich Rostoski , für uns alle völlig unerwartet, im Alter von 55 Jahren mitten aus dem Leben gerissen.

Dietrich trat den Grünen bereits kurz nach der Wende bei . Damals lebte er noch in Berlin. Mit seiner Frau Petra und den beiden Kinder kam er 1999 nach Zepernick (heute Panketal).
In der rasant wachsenden Gemeinde gab es für den überzeugten Naturschützer und Verfechter einer behutsamen Ortsentwicklung jede Menge zu tun. Er machte sich ans Werk und wurde für viele örtliche Initiativen zu einer starken, verlässlichen Stütze. So gab es kaum einen Arbeitseinsatz im Robert-Koch-Park an dem er nicht teilnahm. Passive Mitgliedschaft in einem Verein war eben nicht sein Ding.

Als Freund der Bäume kämpfte Dietrich um den Erhalt der Allee am Straßenzug Breitscheidtstraße/Thälmannstraße, war ab 2006 Initiator des „Panketaler Baumfestes“ und an fast allen Aktionen des „Barnimer Baumschutzstammtisches“ beteiligt.
Von 2003 – 2008 wirkte er als stellvertretender Ortsbürgermeister Zepernicks.

Im Juli 2007 war es Dietrich, der die Idee für eine Panketaler „Bürgersolaranlage“ an mich herantrug. Wir schoben das Projekt gemeinsam an und Dietrich investierte viel Zeit und Mühe um Andere von den Plänen zu überzeugen. Zur Eröffnung der Anlage am 19.12.2008 war er, als stellvertretender Geschäftsführer, natürlich mit dabei.

Trotzdem sein Arbeitstag in einem Berliner Steuerbüro selten weniger als 10 Stunden zählte bereicherte er die Arbeit der Grünen mit großer Konsequenz. Auf Plakaten wollte er sich nicht sehen, aber wenn es z.B. im Wahlkampf galt „unsere Botschaft unter das Volk zu bringen“ unternahm der 2-Meter-Mann so manche „Nachtwanderung“. Das , so sagte er immer, ist nebenbei noch gut für die Fitness.

Wir verlieren mit Dietrich unsern ruhenden Pol. Einen, der auf Ausgleich und Kooperation bedacht war ohne an Meinungsstärke zu verlieren oder sich „verbiegen“ zu müssen. Laut wurde er selten, seine Argumente und die Hartnäckigkeit mit der er sie vertrat hatten meist Überzeugungskraft genug. Davon zeugen auch die zahllosen Beleidsbekundungen der politischen Mitbewerber.

Unser Mitgefühl gilt Dietrichs Familie, seinen Freunden und Allen, denen dieser kluge und humorvolle Mann etwas bedeutet hat.

Dietrich, wir danken Dir. Du wirst uns unendlich fehlen.

Für die Grünen im Barnim und Niederbarnim

Stefan Stahlbaum

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4 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Es ist alles so traurig. Der Tod von Dietrich trifft mich schwer. Im Rahmen des Barnimer Baumschutzstammtisches habe ich ihn als einen sehr liebenswürdigen Menschen und konstruktiven Mitstreiter kennen gelernt. Zudem habe ich mit ihm immer gern diskutiert und mich in seiner Gegenwart stets wohl gefühlt. Den Angehörigen möchte ich meine aufrichtige Anteilnahme aussprechen!

  2. Das ist eine sehr betrübliche Nachricht, die mich tief schockt.

    Ich werde Dietrich als sympathischen Menschen, kompetenten Gesprächspartner und aktiven Gestalter des Barnimer Baumschutzes in bester Erinnerung behalten. Mein Beileid gilt der Familie von Dietrich Rostoski und allen seinen Panketaler und Barnimer Weggefährten!

  3. Ich habe Dietrich Rostoski als einen sachlichen und auf gemeinsame Lösungen ausgerichteten Menschen in den letzten 5 Jahren kennen gelernt.

    Die Nachricht von seinem plötzlichen Tod hat mich tief berührt. Er wird mir und vielen Anderen fehlen.

    Ich möchte seiner Familie hier mein Beileid zum Ausdruck bringen.

  4. Pingback: Panketaler Baumfest 2009 – Am 10. und 11. Juli im Robert-Koch-Park « Berlin-Pendler